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Branchenprominenz gab sich beim Privatsender-Heurigen ein Stelldichein

| Larissa Bilovits 
| 09.09.2026

Zahlreiche Gäste aus Medien, Politik und Wirtschaft kamen am Mittwochabend beim "Fuhrgassl-Huber" zusammen. Zwischen Wein und Brettljause ging es um Medienförderung, ORF-Reform und den Umgang mit den globalen Plattformen.

Am Mittwochabend lud der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) wieder zu seinem traditionellen Privatsender-Heurigen, der auch heuer wieder beim "Fuhrgassl-Huber" in Neustift am Walde im 19. Wiener Gemeindebezirk über die Bühne ging. Trotz regnerischem Wetter folgten zahlreiche Branchenvertreter:innen sowie Gäste aus Wirtschaft und Politik der Einladung und nutzten den Abend, um sich über aktuelle Herausforderungen in der österreichischen Medienlandschaft auszutauschen.

Forderungspapier bestimmte die Debatte

Den inhaltlichen Rahmen hatte der Verband bereits zwei Tage zuvor abgesteckt: Unter dem Titel "Next Level Medienpolitik" legte der VÖP am Montag 15 Thesen für eine Neuausrichtung des heimischen Medienstandorts vor (LEADERSNET berichtete). Diese umfassen vier Handlungsfelder, nämlich eine ausgebaute und modernisierte Medienförderung, mehr regulatorischen Freiraum für private Anbieter, eine ORF-Reform im Sinne des gesamten Standorts sowie faire Bedingungen im digitalen Wettbewerb. 

Konkret soll der Privatrundfunkfonds von derzeit 25 auf mindestens 50 Millionen Euro angehoben werden, auch online-first-Angebote sollen förderfähig werden. Beim ORF fordert der Verband eine gesetzlich verankerte Kooperationspflicht zugunsten privater Medien, etwa bei Inhalten, Archiv, Lizenzen und Distributionsinfrastruktur. Darüber hinaus soll die Digitalsteuer auf 10 bis 15 Prozent weiterentwickelt werden.

Als Ausgangspunkt nennt der Verband eine Zahl, die den Druck auf die Branche illustriert: Zwei Drittel aller heimischen Werbeausgaben fließen mittlerweile an globale Plattformen ab. "Österreichs Medien agieren heute in einem Markt, dessen Spielregeln sich grundlegend verändert haben. Sie konkurrieren längst nicht mehr nur miteinander, sondern mit globalen Plattformkonzernen, die einen immer größeren Teil des Werbemarktes an sich ziehen. Umso wichtiger sind faire Wettbewerbsbedingungen und mehr Freiraum für heimische Medien", so VÖP-Präsident Christian Stögmüller im Vorfeld des Heurigen.

Hochkarätige Gästeschar

Unter den zahlreich erschienenen, hochkarätigen Gästen begrüßten die Gastgeber – Christian Stögmüller (VÖP-Präsident), Corinna Drumm (VÖP-Geschäftsführerin) und Alexander Winheim (1. stellvertretender Vorsitzender des VÖP) – unter anderem Christian Stocker (Bundeskanzler), Andreas Babler (Vizekanzler und Medienminister), Doris Bures (Dritte Präsidentin des Nationalrates), Conny Kreuter (Moderatorin und Profitänzerin), Heinz Lederer (Vorsitzender des ORF-Stiftungsrats), Astrid Steharnig-Staudinger (Geschäftsführerin Österreich Werbung), Alexander Wrabetz (SK-Rapid-Präsident und ehemaliger ORF-Generaldirektor), Ingrid Thurnher (ORF-Generaldirektorin), Michael Straberger (Präsident des Österreichischen Werberats), Wolfgang Fellner (Herausgeber und Geschäftsführer oe24 media group), Pia Bambuch (Kassierin des VÖP) und Christoph Dovits (Vorstandsmitglied des VÖP).

LEADERSNET war beim Privatsender-Heurigen 2026 dabei. Fotos sehen Sie in Kürze in unserer Galerie.

www.voep.at

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