Halbjahresbilanz 2026
Volksbanken-Verbund verdiente vor Steuern knapp 100 Millionen Euro

| Redaktion 
| 19.08.2026

In den ersten sechs Monaten 2026 wurde beim Vorsteuergewinn ein Plus von 29 Prozent erzielt. Neben höheren Erträgen aus dem operativen Geschäft trug vor allem eine deutlich geringere Risikovorsorge zur Entwicklung bei.

Der Volksbanken-Verbund hat am Mittwoch (19. August) sein Halbjahresergebnis präsentiert. Den Angaben zufolge gab es in den ersten sechs Monaten 2026 ein deutliches Ergebnisplus. Konkret erhöhte sich das Ergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 28,6 Prozent von 77,6 auf 99,7 Millionen Euro.

Unterstützt wurde die Entwicklung vom operativen Geschäft. So legte der Zinsüberschuss um 3,6 Prozent auf 298,2 Millionen Euro zu, beim Provisionsüberschuss ging es um 1,6 Prozent auf 148,9 Millionen Euro nach oben. Impulse seien dabei insbesondere aus dem Wertpapier- und Depotgeschäft sowie aus Girogeschäft und Zahlungsverkehr gekommen.

Geringere Risikovorsorge

Wesentlichen Anteil am Ergebnisanstieg hatte allerdings die Risikovorsorge. Diese reduzierte sich von 67,3 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025 auf lediglich 7,5 Millionen Euro.

Anders sieht die Entwicklung unter dem Strich aus: Aufgrund eines einmaligen positiven Steuereffekts im Vergleichszeitraum des Vorjahres sank das Ergebnis nach Steuern um 2,8 Prozent auf 81,7 Millionen Euro.

"Das erfreuliche Halbjahresergebnis unterstreicht die Stabilität des Volksbanken-Verbundes", sagt Gerald Fleischmann, Generaldirektor der Volksbank Wien und Sprecher des Volksbanken-Verbundes. Als rein österreichische und regional ausgerichtete Bankengruppe wolle man weiterhin zur Finanzierung der heimischen Wirtschaft beitragen.

Einlagen und Ausleihungen wachsen

Auch im Kundengeschäft verzeichnete der Verbund Zuwächse. Gegenüber Ende 2025 erhöhten sich die Kundeneinlagen um 326,2 Millionen Euro beziehungsweise 1,4 Prozent auf 23,9 Milliarden Euro. Gleichzeitig stiegen die Ausleihungen um 186,8 Millionen Euro beziehungsweise 0,8 Prozent auf 23,8 Milliarden Euro.

Mehr als 95 Prozent der Finanzierungen würden laut Fleischmann in Österreich vergeben. Die gestiegenen Einlagen und Ausleihungen wertet er als Zeichen des Vertrauens der Kund:innen.

Volksbank Wien mit 29,5 Millionen Euro Vorsteuerergebnis

Bei der Volksbank Wien erhöhten sich die Kundeneinlagen seit Jahresbeginn um 176,2 Millionen Euro auf 6,9 Milliarden Euro, während die Forderungen an Kund:innen um 112,5 Millionen auf 6,4 Milliarden Euro zunahmen.

Uneinheitlich entwickelten sich hingegen die Ertragskomponenten: Der Provisionsüberschuss legte um 2,1 Prozent auf 40,4 Millionen Euro zu, der Zinsüberschuss sank um 4,5 Prozent auf 61,3 Millionen Euro. Vor Steuern erwirtschaftete die Bank 29,5 Millionen Euro, nach Steuern blieben 27,1 Millionen Euro.

Konjunktur bleibt Unsicherheitsfaktor

Für den weiteren Jahresverlauf verweist der Volksbanken-Verbund auf die zuletzt etwas besseren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die aktuellen Wachstumsprognosen für Österreich bewegen sich für 2026 je nach Institut zwischen 0,6 und 0,9 Prozent. Geopolitische Risiken bleiben laut den Prognosen allerdings ein Unsicherheitsfaktor für die weitere Entwicklung.

www.volksbanken-verbund.at

www.volksbankwien.at

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