E-Control zieht positive Bilanz für 2025
Ungeplante Stromausfälle dauerten im Schnitt 16,62 Minuten

Bei Gas waren es 2,15 Minuten. Im Strombereich bedeutet das laut E-Control den besten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2005. 

Die Versorgung mit Strom und Gas ist in Österreich im vergangenen Jahr zuverlässiger geworden. Wie die aktuellen Ausfall- und Störungsstatistiken der E-Control zeigen, gingen sowohl bei Strom als auch bei Gas die durchschnittlichen Zeiten ungeplanter Versorgungsunterbrechungen gegenüber 2024 zurück. 

Ungeplante Stromausfälle deutlich zurückgegangen

Im Jahr 2025 mussten österreichische Stromkund:innen durchschnittlich 16,62 Minuten ohne Strom auskommen, wenn ausschließlich ungeplante Unterbrechungen berücksichtigt werden. Im Jahr davor waren es noch 23,41 Minuten gewesen. Damit wurde laut E-Control im Strombereich ein neuer Tiefststand erreicht. 

Stromausfälle in Österreich © E-Control

"Bei Strom sehen wir den besten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2005. Das liegt vor allem daran, dass es im Jahr 2025 kaum zu regional außergewöhnlichen Ereignissen gekommen ist", so Alfons Haber von der E-Control.

Auch bei der Gasversorgung entwickelte sich die Statistik positiv. Die durchschnittliche Dauer ungeplanter Ausfälle sank von 3,87 Minuten im Jahr 2024 auf 2,15 Minuten im vergangenen Jahr.

Gas-Versorgungsunterbrechungen in Österreich – SAIDI © E-Control

Dass ungeplante Unterbrechungen bei Gas im Durchschnitt wesentlich kürzer ausfallen als bei Strom, hängt laut E-Control insbesondere mit der Infrastruktur zusammen. Unterirdisch verlegte Gasleitungen seien äußeren Umwelteinflüssen weniger stark ausgesetzt als Freileitungen im Stromnetz.

Weniger Versorgungsunterbrechungen als 2024

Neben ungeplanten Ereignissen erfasst die Statistik auch geplante Abschaltungen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Unterbrechungen aufgrund von Arbeiten am Versorgungsnetz, über die betroffene Kund:innen im Vorfeld informiert werden. Ungeplante Ausfälle können dagegen unter anderem durch äußere Einflüsse, technische Probleme oder andere Störungen entstehen.

Für 2025 meldeten die österreichischen Stromnetzbetreiber insgesamt 14.869 Versorgungsunterbrechungen mit einer Dauer von mehr als einer Sekunde. 2024 waren es noch 18.499 gewesen. Knapp 61 Prozent der Unterbrechungen im vergangenen Jahr waren geplant, gut 39 Prozent traten ungeplant auf.

Auch im Gasbereich ging die Gesamtzahl zurück. Hier wurden 2.769 Unterbrechungen registriert, nachdem es 2024 noch 3.157 gewesen waren. Rund 36 Prozent entfielen auf geplante und rund 64 Prozent auf ungeplante Unterbrechungen.

Netzinterne Ursachen bei Strom am häufigsten 

Die E-Control unterscheidet bei ungeplanten Stromunterbrechungen fünf Ursachengruppen. Dazu gehören atmosphärische Einwirkungen und Fremdeinwirkungen ebenso wie netzbetreiberinterne Gründe, Rückwirkungsstörungen sowie regional außergewöhnliche Ereignisse. Unter Letztere fallen etwa externe Naturereignisse wie massive Überschwemmungen oder Erdbeben. 

2025 seien netzbetreiberinterne Ursachen, beispielsweise Kabelschäden, mit einem Anteil von mehr als 15 Prozent die häufigsten Gründe für Stromunterbrechungen gewesen. Atmosphärische Einwirkungen folgten mit knapp zehn Prozent.

Bei der Gasversorgung hatten rund 72 Prozent der gemeldeten Unterbrechungen ihre Ursache im Verteilernetz. Bei etwa 28 Prozent lag der Grund außerhalb des Verteilernetzes. Als Beispiel dafür nennt die E-Control eine defekte Gastherme in einer Kundenanlage.

Netzbetreiber als erste Anlaufstelle 

Unabhängig davon, ob eine Unterbrechung geplant oder ungeplant erfolgt, können sich betroffene Kund:innen an ihren jeweiligen Netzbetreiber wenden. Die E-Control verweist zudem darauf, dass Verbraucher:innen dort Informationen über die jeweilige Störungsstatistik einholen können.

"Ob geplante oder ungeplante Unterbrechung – der Netzbetreiber ist bei allen Störungen im Netz immer erste Anlaufstelle für die Kund:innen. Und diese haben auch das Recht, bei ihrem jeweiligen Netzbetreiber genaue Zahlen und Details zur jeweiligen Störungsstatistik abzufragen", sagt Michael Strebl, Vorstand E-Control, abschließend. 

Detaillierte Beschreibungen der Ausfallursachen, die Berechnung der unterschiedlichen Kennzahlen und deren Bedeutung sind in den aktuellen Ausfall- und Störungsstatistiken Strom und Gas hier zu finden. 

www.e-control.at

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV