Fotos & Video vom Event im Wiener Konzerthaus
Prominenz spendete bei Charity-Dinner für den Erhalt des Stephansdoms

Auf Einladung des Vereins "Unser Stephansdom" und der Wiener Städtischen kamen zahlreiche hochkarätige Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik, Kirche und Kultur im Wiener Konzerthaus zusammen. LEADERSNET.tv war dabei und fragte die Gastgeber und Gäste, was ihnen das Wiener Wahrzeichen bedeutet und warum sie den Verein unterstützen.

Am Donnerstag, dem 24. September, ging im Wiener Konzerthaus ein Charity-Dinner zugunsten des Stephansdoms über die Bühne. Eingeladen hatte der Verein "Unser Stephansdom" gemeinsam mit der Wiener Städtischen, um Geld für die laufende Erhaltung der Kathedrale zu sammeln. Unter den zahlreich erschienenen Gästen tummelten sich hochkarätige Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik, Kirche und Kultur.

Rund zwei Millionen Euro pro Jahr

Ins Leben gerufen hat den Verein 1987 der damalige Wiener Bürgermeister Helmut Zilk. Seither treibt er Mittel für den Erhalt des Doms – zugleich eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt – auf, und zwar unabhängig von Parteien und Weltanschauungen. Ein Teil davon fließt auch in die Forschung, damit sich die Methoden der Restaurierung laufend verbessern lassen. Unterstützung kommt von zahlreichen Unternehmen und Institutionen ebenso wie von privaten Spender:innen, die etwa eine Patenschaft für den Steffl übernehmen können.

Wie viel auf diesem Weg jedes Jahr zusammenkommt, beziffert Obmann Günter Geyer im Gespräch mit LEADERSNET.tv mit rund zwei Millionen Euro. Seit dem Vorjahr scheint der Verein außerdem auf der Liste der spendenbegünstigten Einrichtungen des Finanzministeriums auf, wodurch sich Spenden von der Steuer absetzen lassen. "Das merken wir, weil sich viele Menschen dadurch ein bisschen leichter zum Spenden motivieren lassen", so Geyer.

Enge Verbindung zur Wiener Städtischen

Dass die Wiener Städtische diesen Abend mitgestaltet hat, hat unter anderem damit zu tun, dass Geyer den Konzern selbst über viele Jahre als Generaldirektor führte. Heute sitzt er dem Aufsichtsrat des Wiener Städtischen Versicherungsvereins vor, des Hauptaktionärs der Vienna Insurance Group. Geyer ist allerdings nicht das einzige Bindeglied, denn auch weitere Führungskräfte der Wiener Städtischen engagieren sich im Vorstand von "Unser Stephansdom". Außerdem zählt die Versicherung seit vielen Jahren zu den Sponsoren des Vereins.

Sonja Brandtmayer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Wiener Städtischen und designierte Generaldirektorin (LEADERSNET berichtete), erklärt das Engagement des Unternehmens im LEADERSNET.tv-Interview so: "Der Stephansdom ist ein österreichisches Kulturjuwel. Zu unseren Gründervätern zählen die Stifte und Klöster. Es ist uns ein besonderes Anliegen, dieses Architekturjuwel zu erhalten und den Verein entsprechend zu unterstützen." Und Generaldirektor Ralph Müller ergänzt: "Der Stephansdom ist für uns Geschichte und Kulturgut. Wir unterstützen ihn seit Jahrzehnten. Deshalb ist das für uns ein ganz fantastischer Abend, den wir heute im Kreis ganz lieber Gäste genießen dürfen."

Eine Baustelle ohne Ablaufdatum

Was der Dom für jene bedeutet, die dort tagtäglich arbeiten, beschreibt Dompfarrer Toni Faber gegenüber LEADERSNET.tv wie folgt: "Der Stephansdom ist für mich Leben, mein Traumort und mein Arbeitsort. Hier bin ich in den vergangenen 35 Jahren vielen, vielen Menschen begegnet. Wenn ein Abend wie dieser dafür sorgt, dass der Bau weiterhin ein Ort der Begegnung bleibt, zwischen den Menschen und zwischen dem einzelnen Menschen und dem lieben Gott, dann ist das ein wichtiger Beitrag."

Der Erhalt des Bauwerks ist eine Aufgabe, die nie abgeschlossen ist. Laut Verein werden jedes Jahr rund 2,2 Millionen Euro allein für die Instandhaltung benötigt. Witterung, Pflanzenbewuchs und Taubenkot greifen den Kalksandstein ständig an, im Inneren brauchen zudem Fenster, Altäre und Fresken regelmäßig Pflege. Für die Arbeiten am Stein ist die Dombauhütte zuständig, deren rund 20-köpfiges Team vieles noch in traditioneller Handarbeit erledigt. Wie viel Ausdauer das erfordert, zeigt der Südturm, der im Herbst 2025 nach rund 30 Jahren erstmals wieder ganz ohne Gerüst zu sehen war. Heuer rückte das romanische Riesentor in den Fokus, dessen letzte große Restaurierung ebenfalls rund drei Jahrzehnte zurückliegt. Zudem werden die Giebel an der Nordseite des Langhauses erstmals seit 1945 restauriert. Damit diese Arbeiten weitergehen können, setzt der Verein weiterhin auf seine Unterstützer:innen.

Unsere Interviewpartner:innen

Neben Sonja Brandtmayer (Stellvertretende Vorstandsvorsitzende Wiener Städtische), Günter Geyer (Obmann Verein "Unser Stephansdom"), Toni Faber (Dompfarrer) und Ralph Müller (Generaldirektor Wiener Städtische) holte LEADERSNET.tv auch noch Michael Landau (Domkustos, Präsident Caritas Europa), Thomas Arnoldner (designierter ÖBAG-Chef), Günther Ofner (Vorstandsdirektor & CFO Flughafen Wien AG) mit Ehefrau Renate, Markus Figl (Bezirksvorsteher 1. Bezirk), Andreas Bierwirth (Vorstandsdirektor Österreichische Lotterien), Ellen Staudenmayer (Managing Director McDonald's Österreich), Gerhard Hopfgartner (Landesdirektor Wien Wiener Städtische), Max Stiegl (Koch) sowie Natalia Sidorenko (Konzertpianistin) und Ferruccio Furlanetto (Opernsänger, Bass) vor die Kamera.

Eindrücke finden Sie zudem in unserer Galerie.

www.stephansdom.at

www.wienerstaedtische.at

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