Fotos & Video "Peter & Paul"
"Vertrauen lässt sich nicht digitalisieren"

Im neuen "Peter & Paul" sprechen Markus Spellmeyer (CEO Merkur Versicherung) und Klaus Holzmann (Sales Manager Star Clippers) u.a. darüber, warum Vertrauen gerade in unsicheren Zeiten so wichtig ist, wie Vorsorge Sicherheit schaffen kann und weshalb der persönliche Kontakt trotz Digitalisierung entscheidend bleibt.

Die neue Folge "Peter & Paul" dreht sich dieses Mal rund um das Thema "Zwischen Sehnsucht und Sicherheit – was die Menschen heute bewegt". Dazu spricht Paul Leitenmüller (CEO Opinion Leaders Network) mit seinen beiden Gästen Markus Spellmeyer (CEO Merkur Versicherung) und Klaus Holzmann (Sales Manager Star Clippers). Gedreht wurde die aktuelle Folge im Hotel The Companion auf der Mariahilfer Straße in Wien, das erst vor wenigen Monaten Eröffnung feierte (LEADERSNET berichtete).

Vertrauen als Fundament

Für Markus Spellmeyer, CEO der Merkur Versicherung, stehe Vertrauen in seiner Branche an erster Stelle, und zwar nach innen wie nach außen. Sein Unternehmen wurde 1798 in Graz gegründet, gilt als älteste Versicherung Österreichs und ist heute der laut eigenen Angaben zweitgrößte private Krankenversicherer des Landes. Gerade in einem Geschäft, in dem es um Gesundheit und die Absicherung der Pension gehe, sei das Vertrauen der Kund:innen entscheidend, denn am Ende müsse der Versicherer genau dann zur Stelle sein, wenn etwas passiert. Ebenso wichtig seien aber eine gute Unternehmenskultur und eine klare Vision, die von der gesamten Belegschaft getragen werden: "Vertrauen muss bei den Mitarbeiter:innen beginnen, die tagtäglich ihren Job für ein Unternehmen machen."

Auf Vertrauen baut auch Klaus Holzmann, der als Sales Manager seit 16 Jahren die Märkte Österreich und Schweiz für Star Clippers betreut. Die Reederei gehört einer schwedischen Familie und betreibt drei der größten Segelkreuzfahrtschiffe, nämlich die beiden Viermaster Star Clipper und Star Flyer sowie das Flaggschiff Royal Clipper. Der Fünfmaster ist der historischen Preußen nachempfunden und gilt als größtes Passagier-Vollschiff der Welt. Verkauft werden die Reisen fast ausschließlich über Reisebüros, deren Mitarbeiter:innen Holzmann schult. Wie gut das Konzept ankommt, zeige die Treue der Gäste: "Wir haben eine Wiederholungsrate von fast 70 Prozent." Zwischen Crew und Stammgästen entstehe dadurch ein beinahe familiäres Verhältnis. "Die Crew hat einfach ein phänomenales Personengedächtnis", so Holzmann.

Vorsorge beginnt lange vor dem Ernstfall

Beim Thema Sicherheit geht es für Spellmeyer längst nicht mehr nur um die Leistung im Schadensfall. Gesundheit habe seit der Corona-Pandemie zudem deutlich an Bedeutung gewonnen. "Die Krankenversicherung ist zwar eine Versicherung, die man gerne zahlt, aber sehr ungern in Anspruch nimmt." Die Merkur setze daher verstärkt auf Prävention, etwa mit dem Vorsorgeprogramm ego4you, bei dem Versicherte alle zwei Jahre ein medizinisches Wochenende samt Check-up buchen können. Kommt es dennoch zu einer Erkrankung, greifen die klassischen Tarife und das medizinische Netzwerk der Merkur. Für alle, die mit der Vorsorge zögern, hat Spellmeyer einen klaren Rat: "Der größte Fehler ist, zu spät anzufangen. Je eher, desto besser."

Auch an Bord spielt Vorsorge eine Rolle, beispielsweise beim Thema Seekrankheit. Diese könne laut Holzmann grundsätzlich auf jedem Schiff auftreten, selbst auf großen Kreuzfahrtschiffen. Die Großsegler von Star Clippers seien mit rund 115 Metern Länge und 5,6 Metern Tiefgang zwar vergleichsweise stabil, bei starkem Wellengang könne es dennoch ordentlich schaukeln. Das wisse man aber in der Regel schon im Vorhinein. "Wir haben natürlich Tabletten an Bord, die wirklich wirken, wenn man sie vorher nimmt – und nicht erst, wenn es einem schon schlecht geht." Auch bei der Wahl der Fahrtgebiete setze die Reederei auf Sicherheit: Im Sommer seien die Schiffe im Mittelmeer unterwegs, im Winter in der Karibik. "Wir kommen nicht in irgendwelche Krisengebiete", so Holzmann.

Der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Dass bei sensiblen Themen letztlich der Mensch entscheidet, daran ändert für Spellmeyer auch die Digitalisierung nichts. Kfz- oder Haushaltsversicherungen könne man problemlos online abschließen, bei Krankenversicherung, Berufsunfähigkeit oder Pensionsvorsorge brauche es hingegen weiterhin persönliche Beratung. Künstliche Intelligenz komme bei der Merkur vor allem im Backoffice zum Einsatz, etwa um Prozesse oder die Bearbeitung von E-Mails zu beschleunigen. Für den direkten Kundenkontakt gelte dagegen eine klare Linie: "Wenn jemand eine Nummer wählt und mit jemandem sprechen möchte, wird bei uns nie ein Chatbot drangehen", so Spellmeyer, und betont: "Wir versichern das Wunder Mensch, und wir bleiben auch im Kontakt mit dem Wunder Mensch."

Bei Star Clippers spielt der persönliche Kontakt ebenfalls eine große Rolle, in diesem Fall jener zwischen Gästen und Crew. "Als Gast darf man eigentlich immer und überall sein, außer in den Mannschaftsräumen." Eigene Brückenführungen brauche es deshalb nicht, die Gäste können jederzeit auf die Brücke kommen und dort mit dem diensthabenden Offizier oder dem Kapitän sprechen. Auch dann, wenn zu den Klängen von Vangelis' "Conquest of Paradise" die Segel gesetzt werden, seien die Passagiere direkt "hautnah dabei" und müssen höchstens bei einem Manöver kurz zur Seite rücken, so Holzmann abschließend.

Was Markus Spellmeyer und Klaus Holzmann zum Thema "Zwischen Sehnsucht und Sicherheit – was die Menschen heute bewegt" noch sagen, sehen Sie in unserem Video und hören Sie in unserem Podcast. Zwischen den Themenblöcken gibt es im Video wie gewohnt ein Business-Event, dieses Mal vom Sommerfest der Industriellenvereinigung Wien.

Alle "Peter & Paul"-Folgen zum Nachschauen finden Sie hier.

Fotos vom Dreh sehen Sie in der Galerie.

www.merkur.at

www.starclippers.com

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