Österreichs Automarkt hat seinen Wachstumskurs auch im Juli fortgesetzt. Laut aktuellen Zahlen der Statistik Austria wurden im vergangenen Monat 25.823 Pkw neu zum Verkehr zugelassen. Gegenüber Juli 2025 entspricht das einem Plus von 3,8 Prozent. Seit Jahresbeginn summieren sich die Neuzulassungen damit auf 190.352 Fahrzeuge, was einer Steigerung von 13,4 Prozent gegenüber den ersten sieben Monaten des Vorjahres entspricht.
Boom bei alternativen Antrieben
Dabei setzt sich die Verschiebung bei den Antriebsformen fort. Während konventionell angetriebene Autos zunehmend an Boden verlieren, gewinnen Elektroautos und Hybride weiter Marktanteile. Von Jänner bis Juli kamen alternativ angetriebene Pkw auf 125.631 Neuzulassungen und damit auf einen Anteil von 66 Prozent. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Zuwachs von 25,7 Prozent. Benzin- und Diesel-Pkw kamen gemeinsam nur noch auf 34 Prozent.
"Der Automarkt in Österreich ist auch im Juli 2026 weiter gewachsen", sagt Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria. Vor allem Elektroautos und Hybride hätten seit Jahresbeginn mit jeweils rund 30 Prozent kräftig zugelegt, während weniger Verbrenner zugelassen worden seien als im Vorjahr.
Elektroautos legen im Juli um fast 44 Prozent zu
Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei den Juli-Zahlen. 7.073 reine Stromer wurden neu zugelassen – um 43,8 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Ihr Anteil an sämtlichen Pkw-Neuzulassungen erreichte damit 27,4 Prozent.
Noch größer war der Anteil der Benzin-Hybride: Mit 9.657 Neuzulassungen entfielen 37,4 Prozent des Gesamtmarktes auf diese Antriebsform. Gegenüber Juli 2025 bedeutet das ein Plus von 10,8 Prozent. Insgesamt entfielen somit 68,9 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen im Juli auf alternative Antriebe.
In die entgegengesetzte Richtung entwickelten sich die klassischen Verbrenner. Die Zahl neu zugelassener Benziner sank im Juli um 16,4 Prozent auf 5.625 Fahrzeuge, jene der Diesel-Pkw sogar um 22,1 Prozent auf 2.403 Einheiten. Auch Diesel-Hybride verloren mit einem Minus von 25 Prozent deutlich.
Top 10 Marken im Juli
Bei den Pkw-Marken konnte sich im Juli Skoda an die Spitze setzen. Mit 3.100 Neuzulassungen erreichte die Marke einen Marktanteil von zwölf Prozent. Dahinter folgten VW mit 2.811 Fahrzeugen beziehungsweise 10,9 Prozent und BMW mit 1.917 Neuzulassungen beziehungsweise 7,4 Prozent.
| Rang |
Marke |
Neuzulassungen |
Anteil |
| 1 |
Skoda |
3.100 |
12,0 % |
| 2 |
VW |
2.811 |
10,9 % |
| 3 |
BMW |
1.917 |
7,4 % |
| 4 |
Seat |
1.626 |
6,3 % |
| 5 |
Audi |
1.412 |
5,5 % |
| 6 |
Mercedes |
1.399 |
5,4 % |
| 7 |
Toyota |
1.313 |
5,1 % |
| 8 |
BYD |
1.095 |
4,2 % |
| 9 |
Cupra |
1.013 |
3,9 % |
| 10 |
Dacia |
955 |
3,7 % |
Über die ersten sieben Monate betrachtet liegt hingegen weiterhin VW mit einem Marktanteil von 13,5 Prozent vor Skoda (10,9 Prozent), Audi (6,5 Prozent) und BMW (6,4 Prozent). Auffällig ist insbesondere die Entwicklung von BYD: Die Neuzulassungen der chinesischen Marke lagen im bisherigen Jahresverlauf um 77,9 Prozent über dem Vorjahreswert.
Top 10 Modelle im Juli
Auch auf Modellebene hatte Skoda im Juli die Nase vorne. Der Octavia kam auf 894 Neuzulassungen und erreichte damit einen Anteil von 3,5 Prozent am gesamten Pkw-Markt. Dahinter landeten der BMW X3 (inklusive iX3) mit 623 und der Seat Arona mit 590 Fahrzeugen.
| Rang |
Modell |
Neuzulassungen |
Anteil |
| 1 |
Skoda Octavia |
894 |
3,5 % |
| 2 |
BMW X3 |
623 |
2,4 % |
| 3 |
Seat Arona |
590 |
2,3 % |
| 4 |
Seat Ibiza |
553 |
2,1 % |
| 5 |
BMW X1 |
493 |
1,9 % |
| 6 |
Mercedes GLC |
485 |
1,9 % |
| 7 |
Seat Leon |
480 |
1,9 % |
| 8 |
VW Golf |
458 |
1,8 % |
| 9 |
Toyota Yaris |
442 |
1,7 % |
| 10 |
Skoda Karoq |
425 |
1,6 % |
Damit brachte Skoda gleich mehrere Modelle weit vorne unter: Neben dem Octavia und Karoq schafften es auch Fabia, Enyaq und Kodiaq unter die 20 meistzugelassenen Fahrzeuge des Monats.
BMW führt den Elektroautomarkt an
Bei den reinen Elektroautos ergibt sich ein anderes Bild. Hier war BMW im Juli mit 971 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 13,7 Prozent die klare Nummer eins. Dahinter folgten BYD mit 644 Fahrzeugen (9,1 Prozent) und Skoda mit 634 Fahrzeugen (neun Prozent). VW erreichte mit 481 E-Autos einen Marktanteil von 6,8 Prozent, Mercedes kam mit 437 Einheiten auf 6,2 Prozent.
| Rang |
Marke |
Neuzulassungen |
Anteil |
| 1 |
BMW |
971 |
13,7 % |
| 2 |
BYD |
644 |
9,1 % |
| 3 |
Skoda |
634 |
9,0 % |
| 4 |
VW |
481 |
6,8 % |
| 5 |
Mercedes |
437 |
6,2 % |
| 6 |
Kia |
416 |
5,9 % |
| 7 |
Audi |
377 |
5,3 % |
| 8 |
Cupra |
367 |
5,2 % |
| 9 |
Ford |
305 |
4,3 % |
| 10 |
Leapmotor |
296 |
4,2 % |
Auch im bisherigen Jahresverlauf liegt BMW bei den Elektroautos vorne. Von Jänner bis Juli entfielen 10,5 Prozent der rein elektrischen Pkw-Neuzulassungen auf die Münchner Marke. Es folgen Skoda mit 10,2 Prozent, BYD mit 9,7 Prozent, Tesla mit 9,1 Prozent und VW mit 8,5 Prozent.
- iX3 führt bei den E-Modellen
Bemerkenswert ist auch das Ranking der einzelnen Elektrofahrzeuge. Mit 422 Neuzulassungen war der BMW iX3, dessen Motoren in Steyr produziert werden (LEADERSNET berichtete), im Juli das meistzugelassene reine E-Modell Österreichs. Dahinter folgen der Skoda Enyaq mit 377 und der BMW iX1 mit 264 Einheiten.
| Rang |
Modell |
Neuzulassungen |
Anteil |
| 1 |
BMW iX3 |
422 |
6,0 % |
| 2 |
Skoda Enyaq |
377 |
5,3 % |
| 3 |
BMW iX1 |
264 |
3,7 % |
| 4 |
Skoda Elroq |
257 |
3,6 % |
| 5 |
Kia EV2 |
231 |
3,3 % |
| 6 |
Audi Q6 e-tron |
220 |
3,1 % |
| 7 |
BYD Sealion |
219 |
3,1 % |
| 8 |
BYD Atto |
210 |
3,0 % |
| 9 |
Opel Frontera |
192 |
2,7 % |
| 10 |
Cupra Born |
183 |
2,6 % |
Insgesamt wurden im Juli 7.073 Elektroautos neu zugelassen. Damit war bereits mehr als jeder vierte neu zugelassene Pkw rein elektrisch. Zum Vergleich: Benziner kamen im Juli auf einen Marktanteil von 21,8 Prozent, Diesel auf lediglich 9,3 Prozent.
www.statistik.at
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