Ranking der sichersten Jobs
Diese 15 Berufe haben trotz KI besonders gute Zukunftschancen

| Tobias Seifried 
| 10.08.2026

Künstliche Intelligenz verändert den Arbeitsmarkt grundlegend und dürfte viele Jobs überflüssig machen. Eine Analyse zeigt jetzt, welche Berufe auch künftig sicher sind, welche Fähigkeiten besonders gefragt sein werden und wie sich Beschäftigte zukunftsfit machen können.

Künstliche Intelligenz und Automatisierung verändern zunehmend, welche Tätigkeiten Menschen im Berufsalltag übernehmen. Das bedeutet laut den Expert:innen von LiveCareer allerdings keineswegs, dass künftig vor allem Programmierer:innen und andere Technologiespezialist:innen gefragt sein werden. Vielmehr könnten gerade Fähigkeiten an Bedeutung gewinnen, die sich nur schwer automatisieren lassen.

Geht es nach der Karriereplattform, verläuft die entscheidende Grenze am Arbeitsmarkt künftig weniger zwischen digitalen und analogen Berufen als zwischen repetitiven und komplexen Tätigkeiten. Besonders gute Aussichten hätten demnach Jobs, in denen soziale und kommunikative Fähigkeiten, kreative Problemlösung, menschliche Verantwortung sowie Anpassungsfähigkeit gefragt sind.

Jobs mit Zukunft

Dass diese Entwicklung durchaus überraschende Gewinner:innen hervorbringen könnte, zeigt ein Blick auf jene 15 Berufe, denen in der von LiveCareer aufgegriffenen Prognose gute Wachstumsaussichten bis 2030 zugeschrieben werden. So finden sich im Ranking zahlreiche klassische Tätigkeiten aus Landwirtschaft, Handwerk, Handel, Pflege oder Bildung.

Das sind die 15 angeführten Berufe

  • Landwirtschaftliche Fachkräfte
  • Lieferfahrer:innen und leichte Transportjobs
  • Software- und App-Entwickler:innen
  • Bau- und Handwerksarbeiter:innen
  • Verkäufer:innen im Einzelhandel
  • Lebensmittel- und Produktionsfachkräfte
  • Fahrer:innen (Auto, Van, Motorrad)
  • Pflegefachkräfte
  • Service- und Gastronomiejobs
  • Manager:innen für operative Abläufe
  • Sozialarbeiter:innen und Berater:innen
  • Projektmanager:innen
  • Uni- und Hochschuldozent:innen
  • Lehrer:innen für Schulen
  • Pflegeassistent:innen

Damit widerspricht die Auswahl zumindest teilweise der verbreiteten Vorstellung, dass im Zuge des KI-Booms vor allem hoch technisierte Berufe besonders gute Perspektiven hätten. Gefragt bleiben laut der Analyse auch Tätigkeiten, die gesellschaftliche Grundbedürfnisse abdecken oder stark von persönlicher Interaktion geprägt sind.

Routineaufgaben geraten stärker unter Druck

Auf der anderen Seite dürften vor allem einfache Verwaltungsaufgaben und repetitive Tätigkeiten stärker von der Automatisierung betroffen sein. LiveCareer zufolge muss das allerdings nicht zwangsläufig bedeuten, dass entsprechende Berufe vollständig verschwinden. Häufiger könnten sich vielmehr die konkreten Aufgaben innerhalb eines Berufsbildes verschieben.

Damit rücken Fähigkeiten in den Vordergrund, bei denen Menschen gegenüber Maschinen weiterhin Vorteile haben. Laut den Karriereexpert:innen zählen dazu insbesondere Empathie, Kreativität, komplexe Problemlösung, Kommunikation und Teamarbeit. Gleichzeitig werde Anpassungsfähigkeit wichtiger: Wer kontinuierlich dazulernt und sowohl digitale als auch soziale Kompetenzen weiterentwickelt, verbessere seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Was Arbeitnehmer:innen selbst tun können

Das Karriereportal rät Beschäftigten deshalb dazu, den technologischen Wandel nicht ausschließlich als Bedrohung zu betrachten, sondern gezielt in die eigenen Fähigkeiten zu investieren. Dazu zählen Weiterbildungen im Umgang mit digitalen Werkzeugen und Daten ebenso wie die Stärkung von Soft Skills. Auch berufliche Netzwerke, praktische Erfahrungen und Einblicke in unterschiedliche Branchen könnten dabei helfen, flexibler auf neue Anforderungen zu reagieren.

Denise Hoferichter, Karriereexpertin bei LiveCareer, sieht vor allem in den menschlichen Kompetenzen einen entscheidenden Faktor: "KI ersetzt in erster Linie Routineaufgaben, nicht den Menschen selbst." Ein Blick auf die Zukunftsberufe zeige zudem, "dass wir nicht alle programmieren lernen müssen". Berufe in Pflege, Bildung oder Service würden weiterhin gebraucht.

Für Arbeitnehmer:innen bedeutet das aus Sicht der Expertin, dass neben technologischem Verständnis gerade jene Kompetenzen wichtiger werden könnten, die sich nur schwer automatisieren lassen. Empathie, Kreativität und die Fähigkeit, komplexe Probleme zu lösen, dürften damit in einer zunehmend von KI geprägten Arbeitswelt zu wichtigen Karrierefaktoren werden.

www.livecareer.com

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