Zufriedenheitsatlas 2026
Jobzufriedenheit in Österreich sinkt auf tiefsten Stand seit 2020

Wo Beschäftigte ihren Arbeitgeber besonders gut bewerten, unterscheidet sich laut Zufriedenheitsatlas deutlich. Die Auswertung zeigt, welche Branchen, Bundesländer und Städte besonders gut bzw. schlecht abschneiden.

Wie zufrieden sind Beschäftigte mit ihren Arbeitgeber:innen? Der aktuelle Zufriedenheitsatlas von kununu zeichnet für Österreich ein zunehmend verhaltenes Bild. Laut der Arbeitgeber-Vergleichsplattform ist der Anteil guter und sehr guter Arbeitgeberbewertungen bereits das vierte Jahr in Folge gesunken.

Für die aktuelle Auswertung wurden den Angaben zufolge mehr als 78.000 Arbeitgeberbewertungen aus Österreich analysiert. Als zufrieden wertet kununu Bewertungen, bei denen Arbeitgeber mindestens vier von fünf möglichen Sternen erhalten haben (siehe Infobox).

Österreichweit liegt diese Quote aktuell bei 54,9 Prozent. Nach dem zwischenzeitlichen Höchstwert von 62,5 Prozent im Jahr 2022 ging sie damit vier Jahre hintereinander zurück. 2020 hatte der Wert bei 53,2 Prozent gelegen. Zum Vergleich: Für Deutschland weist der aktuelle Zufriedenheitsatlas eine Quote von 52,1 Prozent aus.

Versicherungen liegen vor Banken und IT

Deutliche Unterschiede zeigen sich den Ergebnissen zufolge zwischen den einzelnen Branchen. Am höchsten fällt der Anteil positiver Bewertungen laut Auswertung im Versicherungssektor aus. Hier stieg die Quote gegenüber dem Vorjahr sogar von 70,5 auf 72,3 Prozent.

Dahinter folgen Banken mit 65,6 Prozent und die IT-Branche mit 64,9 Prozent. Letztere verzeichnete allerdings einen deutlichen Rückgang: 2025 hatte der Wert noch bei 70,3 Prozent gelegen. Am unteren Ende des Branchenvergleichs findet sich erneut die Gastronomie mit 44,8 Prozent.

Salzburg führt bei den Bundesländern

Regional schneiden Arbeitgeber:innen in Salzburg laut kununu am besten ab. 58,8 Prozent der dort abgegebenen Bewertungen erreichten mindestens vier Sterne. Auf den weiteren Plätzen folgen Tirol mit 57,5 Prozent und die Steiermark bzw. Vorarlberg mit jeweils 56,8 Prozent.

Wien kommt mit 53,6 Prozent auf Rang sechs. Am niedrigsten fällt die Quote in Niederösterreich mit 51,9 Prozent aus. Das Burgenland konnte sich hingegen von 51,7 auf 53,4 Prozent verbessern und rückte damit auf Rang sieben vor.

Villach führt Städte-Ranking an

Auch zwischen den zehn bevölkerungsreichsten Städten zeigen sich Unterschiede. Den höchsten Anteil guter und sehr guter Bewertungen erreicht Villach mit 59,9 Prozent, gefolgt von Dornbirn mit 58,9 Prozent und Salzburg und Linz mit jeweils 57,9 Prozent.

Wien landet mit 53,6 Prozent lediglich auf Rang acht. Dahinter folgen St. Pölten mit 53,2 Prozent und Klagenfurt mit 50,2 Prozent.

Signal für Unternehmen

Sandra Bascha, External Communications von kununu in Österreich, sieht in der mehrjährigen Entwicklung ein Signal für Unternehmen. Die Unterschiede zwischen Regionen und Branchen würden zeigen, wie unterschiedlich Beschäftigte ihre Arbeitswelt wahrnehmen. "Zufriedenheit ist längst keine weiche Kennzahl mehr, sondern ein wichtiger Faktor für Arbeitgeberattraktivität und Bindung", fügt die Expertin abschließend hinzu.

www.kununu.com/at

Über die Studie

Für den kununu Zufriedenheitsatlas 2026 wurden rund 78.000 Arbeitgeberbewertungen aus Österreich ausgewertet. Betrachtet wurden Bewertungen aus dem Zeitraum von Juli 2025 bis Juni 2026.

Die Zufriedenheitsquote gibt den Anteil jener Bewertungen an, bei denen Arbeitgeber mindestens vier von fünf Sternen erhielten. Für die Kernanalyse wurden Bewertungen aktueller und ehemaliger Beschäftigter berücksichtigt; jene von Bewerber:innen und Auszubildenden flossen nicht ein. Die Ergebnisse zeigen laut kununu statistische Zusammenhänge, erlauben jedoch keine Aussagen über Ursache-Wirkungs-Beziehungen.

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Über die Studie

Für den kununu Zufriedenheitsatlas 2026 wurden rund 78.000 Arbeitgeberbewertungen aus Österreich ausgewertet. Betrachtet wurden Bewertungen aus dem Zeitraum von Juli 2025 bis Juni 2026.

Die Zufriedenheitsquote gibt den Anteil jener Bewertungen an, bei denen Arbeitgeber mindestens vier von fünf Sternen erhielten. Für die Kernanalyse wurden Bewertungen aktueller und ehemaliger Beschäftigter berücksichtigt; jene von Bewerber:innen und Auszubildenden flossen nicht ein. Die Ergebnisse zeigen laut kununu statistische Zusammenhänge, erlauben jedoch keine Aussagen über Ursache-Wirkungs-Beziehungen.

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