Vor Deutschland und Frankreich
Österreich fährt bei E-Autos in der europäischen Spitzengruppe

Laut einer Studie ist hierzulande mittlerweile bereits fast jeder dritte neu zugelassene Pkw elektrisch unterwegs. Künftig dürfte vor allem die Ladegeschwindigkeit zum entscheidenden Faktor der E-Mobilität werden.

Laut dem aktuellen EV Charging Index 2026 von Roland Berger hat die Elektromobilität 2025 weltweit einen weiteren Wachstumsschub erlebt. Demnach war bereits jedes vierte neu verkaufte Fahrzeug weltweit elektrisch unterwegs. Österreich zähle dabei zu den fortgeschrittensten Märkten Europas und liege sowohl beim Elektroanteil an den Neuzulassungen als auch beim Ausbau der Ladeinfrastruktur im Spitzenfeld, schreiben die Studienautor:innen.

Österreich vor Deutschland und Frankreich

Nach den Studienergebnissen waren im vergangenen Jahr 29 Prozent aller Neuzulassungen in Österreich Elektrofahrzeuge. Damit liegt Österreich auf Rang elf der weltweit 34 untersuchten Märkte und vor Deutschland (28 Prozent) sowie Frankreich (24 Prozent). Rund 20 Prozentpunkte entfallen auf batterieelektrische Fahrzeuge, weitere neun Prozentpunkte auf Plug-in-Hybride.

Auch beim öffentlichen Ladenetz schneide Österreich gut ab. Auf einen öffentlichen Ladepunkt kommen der Analyse zufolge hierzulande durchschnittlich 14 Elektrofahrzeuge – ebenso viele wie im europäischen Durchschnitt und weniger als in Deutschland (16), Frankreich (15) oder der Schweiz (19).

Schnellladen wird zum nächsten Wettbewerbsfaktor

Laut der Einschätzung von Gundula Pally, Managing Partner von Roland Berger Österreich, sei damit eine solide Grundlage geschaffen worden. Künftig werde jedoch weniger die Anzahl der Ladepunkte entscheidend sein als deren Leistungsfähigkeit.

Dazu passt auch ein Ergebnis der Studie: Während Österreich über ein dichtes Ladenetz verfügt, sei die Zufriedenheit mit der Ladegeschwindigkeit zuletzt zurückgegangen. Nur noch rund 57 Prozent der Nutzer:innen bewerteten diese als ausreichend schnell, nachdem es im Vorjahr noch rund 61 Prozent gewesen waren.

Weltweit wächst der Abstand

Global bleibe China der wichtigste Treiber der Elektromobilität. Dort habe der Anteil elektrischer Neuwagen 2025 erstmals die Marke von 50 Prozent überschritten. Europa habe sich nach einem schwächeren Vorjahr ebenfalls deutlich erholen können und die Verkäufe um rund ein Drittel auf 3,7 Millionen Fahrzeuge gesteigert

In Nordamerika entwickelte sich der Markt hingegen rückläufig. Laut Roland Berger bremsten dort politische Unsicherheiten und eine schwächere Konsumentenstimmung die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen.

Ladeinfrastruktur entwickelt sich weiter

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur verlagert sich nach Einschätzung der Studienautor:innen zunehmend vom quantitativen Ausbau hin zu leistungsfähigeren Schnell- und Ultraschnellladestationen. Bereits mehr als die Hälfte aller Schnellladepunkte in Europa unterstütze Ladeleistungen von mindestens 150 kW.

Dennoch bleiben lange Ladezeiten laut der weltweiten Nutzerbefragung der häufigste Kritikpunkt von E-Autofahrer:innen. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass die Schnellladeinfrastruktur in Westeuropa bislang mit dem wachsenden Fahrzeugbestand Schritt hält.

www.rolandberger.com

Roland Berger EV Charging Index 2026

Zentrale Ergebnisse

  • 29 Prozent der Neuzulassungen in Österreich waren 2025 Elektrofahrzeuge.
  • Österreich liegt damit auf Rang 11 von 34 untersuchten Märkten.
  • Deutschland kommt auf 28 Prozent, Frankreich auf 24 Prozent.
  • Auf einen öffentlichen Ladepunkt entfallen in Österreich 14 Elektrofahrzeuge.
  • Weltweit stieg der Elektroanteil an Neuwagen von 22 auf 25 Prozent.
  • China überschritt erstmals die Marke von 50 Prozent Elektroanteil bei Neuwagen.
  • Weltweit kritisieren 47 Prozent der E-Autofahrer:innen zu lange Ladezeiten.
  • Grundlage der Analyse sind 34 internationale Märkte sowie eine weltweite Nutzerbefragung.

 

Methodik

Für den EV Charging Index 2026 analysierte Roland Berger laut eigenen Angaben die Daten internationaler Markt- und Forschungsinstitute, darunter Ecomovement, S&P Global Mobility, EV-Volumes, Euromonitor, EAFO und die IEA. Ergänzt wurde die Analyse durch nationale Statistiken, Experteninterviews sowie Erkenntnisse aus Projekten von Roland Berger. Zudem fließen Ergebnisse der für die sechste Ausgabe des Index durchgeführten "EV Charging Index Survey 2025" ein.

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Roland Berger EV Charging Index 2026

Zentrale Ergebnisse

  • 29 Prozent der Neuzulassungen in Österreich waren 2025 Elektrofahrzeuge.
  • Österreich liegt damit auf Rang 11 von 34 untersuchten Märkten.
  • Deutschland kommt auf 28 Prozent, Frankreich auf 24 Prozent.
  • Auf einen öffentlichen Ladepunkt entfallen in Österreich 14 Elektrofahrzeuge.
  • Weltweit stieg der Elektroanteil an Neuwagen von 22 auf 25 Prozent.
  • China überschritt erstmals die Marke von 50 Prozent Elektroanteil bei Neuwagen.
  • Weltweit kritisieren 47 Prozent der E-Autofahrer:innen zu lange Ladezeiten.
  • Grundlage der Analyse sind 34 internationale Märkte sowie eine weltweite Nutzerbefragung.

 

Methodik

Für den EV Charging Index 2026 analysierte Roland Berger laut eigenen Angaben die Daten internationaler Markt- und Forschungsinstitute, darunter Ecomovement, S&P Global Mobility, EV-Volumes, Euromonitor, EAFO und die IEA. Ergänzt wurde die Analyse durch nationale Statistiken, Experteninterviews sowie Erkenntnisse aus Projekten von Roland Berger. Zudem fließen Ergebnisse der für die sechste Ausgabe des Index durchgeführten "EV Charging Index Survey 2025" ein.

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