Das heurige Jahr war für die Festspiele Reichenau ein ganz Besonderes. Nicht nur, dass die Spielzeit ganz im Zeichen des runden Jubiläums "100 Jahre Theater Reichenau" stand (LEADERSNET berichtete), sondern sie endete auch mit einem neuen Besucherrekord.
Rund 39.000 Gäste
Rund 39.000 Besucher:innen nutzen die historische Jubiläumssaison vom 1. Juli bis 2. August, bei der 131 Vorstellungen auf dem Spielplan standen, und sorgten so für eine Gesamtauslastung von 92 Prozent. Damit zeigte sich die heurige Saison als die erfolgreichste Spielzeit ihrer Geschichte.
Dargeboten wurden unter anderem sechs Eigenproduktionen sowie drei "Lesung(en)", die von Johann Strauß über Arthur Schnitzler, Stefan Zweig und Joseph Roth bis zu Leo Tolstoi reichten. Ein besonderer Kreis schloss sich dabei mit der Aufführung "Der Fledermaus", also jenem Werk, mit dem das Theater Reichenau im Jahr 1926 eröffnete. Aber auch "24 Stunden aus dem Leben einer Frau", "Die Legende vom heiligen Trinker", "Reigen" und "Der kleine Prinz" oder die szenische Lesung "Die letzten Tage" von Martin Prinz fanden beim Publikum großen Zuspruch.
Positives Resümee
Die Intendantin und somit künstlerische Leitung der Festspiele Reichenau, Schauspielerin Maria Happel, blickt positiv auf die heurige Spielzeit zurück. "Nach dieser Jubiläumssaison bleibt mir nur, mich bei allen zu bedanken, die diesen Sommer zu einem einzigartigen Erlebnis gemacht haben. Auf und hinter der Bühne! Aber vor allem beim Publikum, das durch seine Anwesenheit, wohlwollende Zuwendung, seinen geschulten Blick und seine unstillbare Neugier der krönende Glanzpunkt unserer Produktionen war. Mit Motivation, Inspiration und wertvollen Anregungen planen wir das kommende Jahr und freuen uns auf ein Wiedersehen bei den Festspielen Reichenau", so Happel.
Nicht weniger von der heurigen Bilanz erfreut, zeigt sich auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. "100 Jahre Theater Reichenau und eine Rekordauslastung von 92 Prozent sind ein eindrucksvoller Beleg für die außergewöhnliche Strahlkraft der Festspiele Reichenau", lobte die Politikerin. "Sie zählen heute zu den bedeutendsten Sprechtheaterfestivals im deutschsprachigen Raum und stehen gleichermaßen für künstlerische Exzellenz, kulturelle Vielfalt und regionale Wertschöpfung in Niederösterreich. Dass dieses besondere Jubiläumsjahr ein derart großer Erfolg wurde, ist vor allem der Verdienst von Maria Happel, ihrem engagierten Team sowie den zahlreichen Künstler:innen. Ihnen allen gilt mein Dank und meine Anerkennung."
Mehr als ein Theater
Ebenso glanzvoll wie die Spielsaison an sich zeigte sich auch das Rahmenprogramm. So lockte etwa das Eröffnungsfest im Kurpark zahlreiche Besucher:innen nach Reichenau. Aber auch die Stückeinführungen, Nach(t)gespräche, das Vermittlungsprogramm für Schulen, mit insgesamt 27 vorbereitenden Workshops und Probenbesuchen sowie die Ausstellung "100 Jahre Theater Reichenau" im Schloss Reichenau erfreuten sich großer Nachfrage. Letzteres ist im Übrigen noch bis inklusive 6. September zu sehen.
Doch Happel und ihr Team schauen nicht nur positiv auf die abgeschlossene Saison, sondern auch wohlgesinnt auf 2027. Denn ein Blick nach vorn macht deutlich, dass mit Johann Nestroys "Der Talismann" auch im kommenden Jahr ein Klassiker mit reichlich Potenzial im Theater Reichenau ansteht. Das Südbahnhotel Semmering bleibt zudem als Spielstätte erhalten. Das gesamte Programm wird traditionell im Jänner 2027 präsentiert. Und auch das Datum für die kommende Saison steht bereits fest: 30. Juni bis 1. August 2027.
Einen Eindruck von der Programmpräsentation können Sie zudem mittels Galerie gewinnen.
www.festspiele-reichenau.at
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