Gesund und bewusste Ernährung genießt in der heutigen Zeit einen hohen Stellenwert. Gleichzeitig fällt es vielen Menschen schwer, diesen Anspruch im oft hektischen Alltag konsequent umzusetzen. Das zeigen eine Studie "Wie is(s)t Österreich?" sowie eine qualitative psychologische Tiefenanalyse von Krüger Austria in Zusammenarbeit mit Marketagent beziehungsweise comrecon research for change.
Bewusst essen bleibt das Ziel, doch Alltag setzt Grenzen
Der repräsentativen Erhebung zufolge ist bewusste Ernährung für 70 Prozent der Österreicher:innen sehr wichtig, weitere 23 Prozent achten zumindest teilweise darauf, was sie essen. Lediglich ein Prozent misst dem Thema keine Bedeutung bei. Zugleich geben sieben von zehn Befragten an, dass Stress und Zeitdruck ihr Essverhalten beeinflussen. Besonders ausgeprägt ist dieser Zusammenhang laut Studie bei jüngeren Menschen: In der Generation Z sehen 84 Prozent einen direkten Einfluss von Stress auf ihre Ernährung, bei den Babyboomern sind es 40 Prozent.
"Es hat sich bestätigt, dass Essen hierzulande längst mehr ist als reine Nahrungsaufnahme. Es steht für Wohlbefinden, Selbstfürsorge und ein gutes Lebensgefühl – und das ist den Menschen wichtig", sagt Thomas Gerdenitsch, Geschäftsführer von Krüger Austria.
Snacks gewinnen im Alltag an Bedeutung
Den Studien zufolge ergänzen flexible Zwischenmahlzeiten klassische Essensstrukturen zunehmend. Snacks werden dabei nicht mehr ausschließlich als Genussmittel wahrgenommen, sondern erfüllen für viele Menschen eine praktische Funktion im Alltag. Nach Angaben der Studie greifen 46 Prozent der Österreicher:innen täglich zu Snacks, viele davon sogar mehrmals am Tag. Besonders häufig werden sie unterwegs, bei der Arbeit, auf Reisen oder rund um sportliche Aktivitäten konsumiert. Mehr als ein Viertel der Befragten nutzt Snacks gezielt, um in stressigen oder arbeitsintensiven Situationen Energiereserven aufzufüllen.
Auch die qualitative Untersuchung zeigt, dass Essensentscheidungen häufig spontan entstehen – etwa zwischen Terminen, bei Zeitmangel oder sinkendem Energielevel. Snacks dienen dabei vielen als unkomplizierte Möglichkeit, Hunger zu stillen, Energie zu liefern und dennoch das Gefühl zu vermitteln, eine bewusste Entscheidung getroffen zu haben. "Die Gespräche zeigen, dass Menschen beim Essen heute oft abwägen müssen: Was tut mir gut, was passt in meinen Alltag und was fühlt sich für mich richtig an? Genau diese realen Situationen wollen wir besser verstehen, um Produkte weiterzuentwickeln, die den realen Ernährungsalltag der Menschen unterstützen – einfach, glaubwürdig und nah an ihren Bedürfnissen", erklärt Thomas Gerdenitsch.
Geschmack allein reicht Konsument:innen nicht mehr
Die repräsentative Studie zeigt außerdem, dass die Anforderungen an Snackprodukte hoch sind. Geschmack (96 %) bleibt zwar das wichtigste Kaufkriterium. Ebenso relevant sind jedoch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (91 %), die Verfügbarkeit des bevorzugten Produkts (81 %), ein günstiger Preis (79 %), natürliche Zutaten (76 %) und ein niedriger Zuckergehalt (72 %).
Die qualitative Analyse zeigt zudem, dass Vertrauen beim Kauf eine immer größere Rolle spielt. Den Forschenden zufolge achten Konsument:innen verstärkt auf verständliche Zutatenlisten, nachvollziehbare Rezepturen und einen glaubwürdigen gesundheitlichen Nutzen. Aussagen wie "Ich will schon verstehen, was da drinnen ist" oder "wenn es zu künstlich schmeckt, bin ich raus" verdeutlichen laut den Forschenden den Wunsch nach Transparenz. Produkte sollen demnach nicht nur gesund wirken, sondern dieses Versprechen auch geschmacklich und in ihrer Zusammensetzung einlösen.
Protein und weniger Zucker prägen die Ernährungstrends
Laut der repräsentativen Untersuchung prägen derzeit vor allem drei Ernährungstrends den österreichischen Alltag: proteinreiche Ernährung (47 %), weniger Zucker (46 %) und pflanzliche Produkte (33 %). Entsprechend verändern sich nach Angaben der Studienautor:innen auch die bevorzugten Snackkategorien. Besonders häufig werden Nüsse und Kerne (60 %), Obst und Trockenfrüchte (57 %) sowie Müsli- und Haferriegel (53 %) genannt. Proteinreiche Snacks werden laut den Ergebnissen vor allem mit Sport, Muskelaufbau und zusätzlicher Energie verbunden und häufig rund um Trainingseinheiten konsumiert. Haferriegel gelten dagegen als praktische Begleiter im Alltag und werden insbesondere wegen ihrer sättigenden Wirkung und einfachen Handhabung geschätzt.
"Snacks sind heute so relevant, weil sie sich nahtlos in einen Alltag einfügen, der flexibel, mobil und oft getaktet ist. Allerdings nur, wenn sie praktisch, geschmacklich überzeugend und zugleich ernährungsbewusst gedacht sind. Genau daran arbeiten wir bei Krüger: mit einem Snack-Sortiment und Functional Food, das individuelle Bedürfnisse versteht und alltagstaugliche Lösungen für unterschiedliche Situationen bietet", so Gerdenitsch.
Ernährung wird zur persönlichen Balance
Die qualitative Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Essen heute weit mehr Funktionen erfüllt als die reine Versorgung mit Nährstoffen. Den Forschenden zufolge dient Ernährung vielen Menschen dazu, Energie, Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden und emotionale Stabilität auszubalancieren. Aus den Fokusgruppen leiten die Forschenden fünf zentrale Ernährungsdynamiken ab: Essen als persönlicher Kompass, Snacks als Alltagshilfe, Vertrauen in Produkte, Genuss ohne schlechtes Gewissen sowie den Einfluss des Preises auf Ernährungsentscheidungen.
Die Ergebnisse legen nahe, dass bewusste Ernährung von vielen Menschen nicht als starres Regelwerk verstanden wird, sondern als flexibles Abwägen zwischen Gesundheitsanspruch, Genuss und den Anforderungen des Alltags. Aussagen wie "Es muss in den Moment passen", "manchmal brauche ich einfach schnell Energie", "ganz verzichten will ich nicht", "man gönnt sich halt auch etwas" oder "Es muss aber auch leistbar bleiben" spiegeln nach Einschätzung der Forschenden diese Haltung wider. Zugleich zeigt die qualitative Untersuchung, dass der Preis häufig mitentscheidet, welche Ernährungsentscheidungen im Alltag getroffen werden. Gesundheitsorientierte Ernährung wird zwar vielfach als wünschenswert angesehen, ist für viele Befragte jedoch mit höheren Kosten und größerem Planungsaufwand verbunden.
Ernährungskultur im Wandel
Die beiden Studien zeichnen das Bild einer Ernährungskultur im Wandel. Den Ergebnissen zufolge bleibt bewusstes Essen für die Mehrheit der Österreicher:innen ein wichtiges Ziel. Gleichzeitig führen Zeitdruck, Mobilität und wechselnde Alltagssituationen dazu, dass Ernährungsentscheidungen flexibler getroffen werden.
Nach Einschätzung der Studienautor:innen übernehmen Snacks dabei längst mehr als die Rolle einer kleinen Zwischenmahlzeit. Sie sollen Genuss, Funktionalität, Gesundheit und Alltagstauglichkeit miteinander verbinden und gleichzeitig Vertrauen schaffen. Moderne Ernährungsentscheidungen entstehen demnach zunehmend im Spannungsfeld zwischen Gesundheitsanspruch, Genuss, Verfügbarkeit und persönlichem Wohlbefinden.
www.krueger-group.com
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