Landesweiter Preis-Check
So viel Miete muss man für die gefragtesten Wohnungen bezahlen

| Redaktion 
| 15.07.2026

Eine österreichweite Auswertung zeigt, wie sich die Vorstellungen von Wohnungssuchenden verändern und welche Kriterien besonders zählen. Die Kosten für Mieter:innen sind trotz kleinerer Wohnfläche erneut gestiegen.

Der österreichische Mietmarkt steht vor neuen Herausforderungen. Wohnungssuchende konzentrieren sich zunehmend auf kleinere Objekte, während gleichzeitig höhere Mietpreise in Kauf genommen werden. Eine aktuelle Datenanalyse von ImmoScout24 zeigt, welche Wohnungen 2026 besonders gefragt sind und welche Merkmale erfolgreiche Mietinserate auszeichnen. Dafür wurden jene zehn Prozent der Mietwohnungsangebote untersucht, die mit Abstand die meisten Anfragen erhielten.

859 Euro pro Monat 

Die Analyse zeigt, dass die meistgesuchten Mietwohnungen österreichweit durchschnittlich 859 Euro pro Monat kosten. Damit liegt der Wert um 41 Euro über dem Vorjahr. Gleichzeitig ist die durchschnittliche Wohnfläche von 60 auf 57 Quadratmeter gesunken. Die durchschnittliche Zimmeranzahl bleibt mit 2,3 Räumen jedoch unverändert.

"Die Daten zeigen, dass Wohnungssuchende ihre Erwartungen an die Realität des Marktes anpassen. Die begehrtesten Mietwohnungen werden kleiner, gleichzeitig steigt das akzeptierte Mietniveau. Wer heute eine leistbare Wohnung sucht, ist bereit, bei der Wohnfläche Kompromisse einzugehen – entscheidend bleibt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Preis und Größe", sagt Joseph Obiegbu, Geschäftsführer von ImmoScout24 in Österreich.

Westen Österreichs mit höchsten Kosten

Die höchsten Preise für besonders gefragte Mietwohnungen finden sich weiterhin in den westlichen Bundesländern. An der Spitze liegt Vorarlberg mit durchschnittlich 1.096 Euro monatlicher Bruttomiete. Dahinter folgen Tirol mit 1.082 Euro und Salzburg mit 1.046 Euro. Damit überschreiten die meistgesuchten Wohnungen in diesen drei Bundesländern bereits die Grenze von 1.000 Euro.

Meistgesuchte Wohnungen 2026 © ImmoScout24

Mit den höheren Preisen geht in diesen Regionen auch eine geringere Wohnfläche einher. In Salzburg verfügen die beliebtesten Mietwohnungen durchschnittlich über 52 Quadratmeter, in Tirol über 53 Quadratmeter. Vorarlberg liegt trotz der höchsten Mieten bei durchschnittlich 60 Quadratmetern.

Auch Wien und Niederösterreich verzeichnen Preissteigerungen

Die Nachfrage nach beliebten Mietwohnungen spiegelt sich auch in Wien und Niederösterreich in der Preisentwicklung wider. In der Bundeshauptstadt stieg die durchschnittliche Miete der meistgesuchten Wohnungen von 877 Euro im Jahr 2025 auf 944 Euro im Jahr 2026. In Niederösterreich erhöhte sich der Wert im selben Zeitraum von 805 Euro auf 867 Euro.

Bei der Größe zeigen sich Unterschiede: Die gefragtesten Wiener Wohnungen umfassen durchschnittlich 56 Quadratmeter und liegen damit knapp unter dem österreichweiten Durchschnitt von 57 Quadratmetern. Niederösterreich weist mit 63 Quadratmetern hingegen vergleichsweise größere meistgesuchte Wohnungen auf.

Günstigere Regionen bieten mehr Fläche

Deutlich niedriger liegen die Preise für die beliebtesten Mietwohnungen in einigen anderen Bundesländern. Am günstigsten zeigt sich die Steiermark mit durchschnittlich 722 Euro monatlicher Bruttomiete. Ebenfalls unter dem österreichischen Durchschnitt liegen Kärnten mit 768 Euro, Oberösterreich mit 770 Euro und das Burgenland mit 788 Euro.

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern bleiben damit deutlich: Zwischen der Steiermark als günstigstem und Vorarlberg als teuerstem Bundesland liegen bei den meistgesuchten Mietwohnungen durchschnittlich 374 Euro pro Monat.

Österreichweit ähnliche Zimmeranzahl

Die Detailauswertung der meistgesuchten Wohnungen zeigt auch regionale Unterschiede bei Fläche und Zimmeranzahl. Während die durchschnittliche Wohnung österreichweit 2,3 Zimmer umfasst, unterscheiden sich die Wohnflächen je nach Bundesland teilweise deutlich. So liegen beispielsweise die gefragtesten Wohnungen im Burgenland bei durchschnittlich 67 Quadratmetern, während Salzburg mit 52 Quadratmetern die kleinsten Werte aufweist.

www.immobilienscout24.at

Über die Datenanalyse

Die im Juli 2026 durchgeführte Analyse basiert auf 10.500 Datenpunkten von Jänner bis Mai in den Jahren 2025 und 2026 der auf ImmoScout24.at veröffentlichten Angebotsdaten.

Analysiert wurden die Top 10 Prozent der Wohnungsinserate mit den meisten Kontaktanfragen nach Bundesländern. Basis sind Bruttomieten, das heißt die Nettomiete plus Steuern und Betriebskosten, exklusive Heiz- und Stromkosten. Als Berechnungsmethode für das statistische Mittel wurde der Mittelwert gewählt.

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Über die Datenanalyse

Die im Juli 2026 durchgeführte Analyse basiert auf 10.500 Datenpunkten von Jänner bis Mai in den Jahren 2025 und 2026 der auf ImmoScout24.at veröffentlichten Angebotsdaten.

Analysiert wurden die Top 10 Prozent der Wohnungsinserate mit den meisten Kontaktanfragen nach Bundesländern. Basis sind Bruttomieten, das heißt die Nettomiete plus Steuern und Betriebskosten, exklusive Heiz- und Stromkosten. Als Berechnungsmethode für das statistische Mittel wurde der Mittelwert gewählt.

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