Vier Jahrzehnte nach ihrer Gründung ziehen die Österreichischen Lotterien Bilanz. Mit der Unternehmensgründung am 2. Juli 1986 und der ersten Ziehung von Lotto "6 aus 45" am 7. September desselben Jahres wurde das Glücksspielangebot in Österreich neu organisiert. Nach Angaben des Unternehmens bilden kontrollierte Spielabwicklung, Spielerschutz, Transparenz und gesetzliche Rahmenbedingungen bis heute die Grundlage des Geschäftsmodells. Knapp 1.000 Mitarbeiter:innen sind mittlerweile für die Österreichischen Lotterien tätig.
"Vertrauen entsteht nicht automatisch mit Erfolg. Es entsteht, wenn Menschen über lange Zeit sehen, dass ein Unternehmen verlässlich handelt, klare Prinzipien verfolgt und Verantwortung ernst nimmt", sagte Generaldirektor Erwin van Lambaart. Das Jubiläum sei zugleich ein Auftrag, auch künftig wirtschaftliche Stärke, sichere Unterhaltung und gesellschaftlichen Nutzen miteinander zu verbinden.
Rekordjahr 2025 und Bilanz aus vier Jahrzehnten
Seit Gründung wurde laut Unternehmen 13.927 Hochgewinne (Anm. d. Red.: das sind Gewinne von einer Million Schilling und mehr aus der Zeit von 1986 bis 2001 sowie Gewinne von 100.000 Euro oder mehr seit 2002) verzeichnet. Darunter befinden sich 1.420 Gewinne in Euro-Millionenhöhe. Den höchsten Gewinn der österreichischen Glücksspielgeschichte gab es am 28. März 2025. Eine Person gewann über win2day bei EuroMillionen den mit 250 Millionen Euro gefüllten Europot. Bereits im Dezember 2023 war über die Plattform ein Gewinn von 240 Millionen Euro erzielt worden. Der höchste Lottosechser wurde im November 2018 nach einem Siebenfachjackpot mit 14,9 Millionen Euro in Niederösterreich gewonnen.
2025 sei zugleich das erfolgreichste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte gewesen. Nach Angaben der Österreichischen Lotterien flossen im vergangenen Jahr 706,9 Millionen Euro an Steuern, Abgaben und Beiträgen an den Staat. Das entspricht durchschnittlich knapp zwei Millionen Euro pro Tag. Im Jahr 2025 wurden außerdem 927,4 Millionen Tipps bei den Wettscheinspielen abgegeben. Hinzu kamen knapp 48 Millionen verkaufte Rubbellose und 13,5 Millionen Brieflose. Lotto "6 aus 45" blieb das meistgespielte Produkt, so die Österreichischen Lotterien. Über die vergangenen 40 Jahre seien demnach durchschnittlich 21 Tipps pro Sekunde abgegeben worden.
Das Vertriebsnetz umfasst mehr als 5.000 Annahmestellen in ganz Österreich sowie 20 WinWin-Standorte. Ergänzt wird es durch die Online-Plattform win2day mit rund 1,2 Millionen registrierten Nutzer:innen.
Digitalisierung und Spielerschutz
Zum Angebot der Österreichischen Lotterien zählen Lotto "6 aus 45", EuroMillionen, und Joker ebenso wie Brief- und Rubbellose sowie Online-Spiele auf win2day. Bereits 2004 nahmen die Video Lottery Terminals an den WinWin-Standorten den Betrieb auf. 2025 eröffnete das Unternehmen zudem das erste österreichische win2day Online Casino Studio. Dadurch seien rund 160 zusätzliche Arbeitsplätze im Raum Wien entstanden.
Vorstandsdirektor Andreas Bierwirth erklärt, neue Technologien würden dazu beitragen, das legale Spielangebot weiterzuentwickeln und gleichzeitig den Spielerschutz auszubauen. Digitalisierung und moderne Analysemöglichkeiten machten Prävention individueller und wirksamer. Innovation und Verantwortung gehörten dabei untrennbar zusammen, so Bierwirth.
Nach Angaben des Unternehmens beginne der Spielerschutz bereits bei der Entwicklung der Spielangebote. Werbemaßnahmen würden vor ihrer Veröffentlichung einer Responsible-Advertising-Prüfung unterzogen, Mitarbeiter:innen und Vertriebspartner:innen verpflichtende Schulungen absolvieren. Ergänzt werde das Konzept durch die Playsponsible Academy, bei der Expert:innen aus unterschiedlichen Fachbereichen aktuelle Entwicklungen im Spielerschutz und in der Suchtprävention behandeln.
Digitale Instrumente wie der "Health Check" und das Spielerschutztool "Mentor" sollen Spieler:innen beim bewussten Umgang mit ihrem Spielverhalten unterstützen. Der eigens entwickelte Health Check wurde 2024 mit dem Innovation Award der European Lotteries ausgezeichnet. Darüber hinaus verweist das Unternehmen auf regelmäßige externe Audits in den Bereichen Responsible Gaming, Compliance, Datenschutz, Informationssicherheit, Qualitätsmanagement und CSR.
Vorstandsdirektor Martin Škopek erklärt, die Stärke der Österreichischen Lotterien liege in ihrer Verlässlichkeit. Diese beruhe auf leistungsfähigen Teams, fachlicher Expertise sowie kontinuierlichen Investitionen in Sicherheit, Qualität und Infrastruktur und bilde die Grundlage für nachhaltigen Erfolg in einem regulierten Markt.
Mehr als 2,2 Milliarden Euro für den Sport
Seit 1986 flossen über die gesetzlich geregelte Sportförderung nach Unternehmensangaben mehr als 2,2 Milliarden Euro in den österreichischen Spitzen- und Breitensport. Die Mittel sollen unter anderem der Nachwuchsförderung, Infrastruktur, dem Vereinswesen und Wettbewerben zugutekommen. Mit dem Equal Play Day wollen die Österreichischen Lotterien gemeinsam mit win2day zudem die Sichtbarkeit des Frauensports stärken.
Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen die Österreichische Sporthilfe, das Österreichische Olympische Comité, das Österreichische Paralympische Committee sowie Initiativen wie Special Olympics und die Sport Austria Finals.
Engagement über den Sport hinaus
Auch Kultur- und Sozialprojekte gehören zum gesellschaftlichen Engagement des Unternehmens. Im Rahmen der Lotterien Tage dienen Produkte der Österreichischen Lotterien als Eintrittskarte für verschiedene Kultur- und Freizeiteinrichtungen. 2025 wurde dabei nach Unternehmensangaben die 200.000. Besucherin beziehungsweise der 200.000. Besucher eines Lotterien Tages im Tiergarten Schönbrunn begrüßt.
Als Arbeitgeber setze die Österreichischen Lotterien auf Weiterbildung, Vielfalt sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Zudem können Mitarbeiter:innen im Rahmen von Corporate Volunteering bis zu fünf Arbeitstage pro Jahr für freiwilliges Engagement nutzen.
Ausblick
Mit Blick auf die kommenden Jahre wollen die Österreichischen Lotterien ihren Kurs fortsetzen. Nach Unternehmensangaben stehen dabei insbesondere der weitere Ausbau digitaler Angebote, Investitionen in Sicherheit und Spielerschutz sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung des Produktportfolios im Fokus. Gleichzeitig soll das österreichweite Vertriebsnetz gestärkt und der Beitrag des Unternehmens für Staat, Sport und Gesellschaft langfristig gesichert werden.
Robert Chvátal, CEO von Allwyn, sieht die Österreichischen Lotterien innerhalb der Unternehmensgruppe als Vorzeigemodell für die Verbindung von lokaler Verankerung, Innovation und gesellschaftlichem Mehrwert in einem regulierten Markt. ÖBAG-Vorständin Edith Hlawati betont abschließend, dass das Unternehmen auch künftig auf wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, klare regulatorische Rahmenbedingungen und hohen Spielerschutz setzen werde.
www.lotterien.at
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