Kostenvergleich zeigt Vorteile
E-Autos fahren Verbrennern beim Kilometerpreis immer stärker davon

Wer elektrisch unterwegs ist, kann in Österreich laut einer europaweiten Auswertung sowohl als Unternehmen mit einer Firmenflotte als auch als Privatperson bereits deutlich günstiger fahren.

Laut einer aktuellen Analyse wird die Elektrifizierung von Unternehmensflotten in vielen europäischen Ländern zunehmend auch aus wirtschaftlicher Sicht attraktiver. Gleichzeitig sprechen die Zahlen auch für private Autofahrer:innen. Denn wie der Ayvens European Mobility Guide 2026 zeigt, liegen die laufenden Kosten von Elektroautos in zahlreichen Märkten bereits unter jenen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. In Österreich kostet ein batterieelektrisches Fahrzeug (BEV) demnach durchschnittlich 0,41 Euro pro Kilometer, während für einen Verbrenner 0,49 Euro pro Kilometer anfallen.

Österreich zählt zu den fortgeschrittenen E-Mobilitätsmärkten

Der Mobility Guide ordnet Österreich in die Gruppe der "Developed Markets" ein. Ausschlaggebend dafür sind unter anderem die hohe Verfügbarkeit öffentlicher Ladepunkte, die steigende Marktdurchdringung von Elektrofahrzeugen sowie steuerliche Rahmenbedingungen, die den Umstieg auf emissionsfreie Antriebe begünstigen. LEADERSNET berichtete bereits über die Gesamtstudie und Österreichs Spitzenposition im europäischen Vergleich. Analysiert wurden insgesamt 30 europäische Märkte anhand der Kriterien E-Fahrzeug-Verbreitung, Ladeinfrastruktur, Steuern und Regulierung, Total Cost of Ownership (TCO) sowie Nachhaltigkeit des Strommixes.

Mit einem BEV-Anteil von 21 Prozent an den Neuzulassungen und 36.276 öffentlichen Ladepunkten verfüge Österreich über eine solide Ausgangsbasis für weiteres Wachstum. Die E-Mobilität habe die frühe Marktphase inzwischen hinter sich gelassen und sei im Flottenalltag angekommen.

Kilometerkosten sprechen vielerorts für das E-Auto

Ein Blick auf die europäischen Vergleichszahlen zeigt, dass Österreich kein Einzelfall ist. Besonders groß fällt der Kostenvorteil von Elektroautos etwa in Portugal aus. Auch in Frankreich, Belgien und Dänemark liegen die Kilometerkosten von BEVs deutlich unter jenen klassischer Verbrenner. In Finnland oder Spanien nähern sich die beiden Antriebsarten hingegen bereits an.

km-Kosten E-Auto versus Verbrenner© Ayvens

Für Unternehmen gewinnt diese Entwicklung zunehmend an Bedeutung. Denn während die Anschaffungskosten häufig im Mittelpunkt stehen, entscheidet im Flottenbetrieb vor allem die Gesamtwirtschaftlichkeit über die Nutzungsdauer.

TCO wird zum entscheidenden Faktor

Laut Ayvens seien inzwischen steuerliche Rahmenbedingungen, regulatorische Vorgaben und die laufenden Betriebskosten die wesentlichen Stellhebel bei Flottenentscheidungen. Die interne TCO-Analyse zeige, dass batterieelektrische Fahrzeuge insbesondere in Nord- und Westeuropa wirtschaftliche Vorteile bieten, während Verbrenner in Teilen Osteuropas noch wettbewerbsfähiger seien.

Da sich aufgrund von zahlreichen Tests, die den Batterien von E-Autos eine lange Haltbarkeit attestieren (LEADERSNET berichtete), auch der Wertverlust von Stromern an jenen von vergleichbaren Verbrennern immer mehr angleicht, rückt auch das Thema Werterhalt bei der Anschaffung immer mehr in den Hintergrund. Gleiches gilt auch für die Neuwagenpreise, bei denen die Kluft zwischen BEVs und Verbrennern ebenfalls immer kleiner wird.

Elektrifizierung schreitet voran

Gleichzeitig schreite die Elektrifizierung des europäischen Fahrzeugmarktes weiter voran. Im Jahr 2025 entfielen bereits 60 Prozent der Neuzulassungen in Europa auf elektrifizierte Antriebe – also batterieelektrische Fahrzeuge, Plug-in-Hybride und Hybridmodelle. Parallel wächst die öffentliche Ladeinfrastruktur kontinuierlich, auch wenn deren Ausbau regional unterschiedlich ausfällt.

Den kompletten Ayvens Mobility Guide 2026 gibt es am Ende des Beitrags zum Herunterladen (PDF-File).

www.ayvens.com

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