Konkursverfahren beantragt
Bekannter Medizintechnik-Erzeuger schlittert in Millionenpleite

| Tobias Seifried 
| 01.06.2026

Nach der Beantragung eines Konkursverfahrens ist unklar, ob der Betrieb fortgeführt werden kann. Die Mitarbeiter:innen bangen um ihre Jobs.

Wie der KSV1870 am Montag mitteilte, hat die Ionsent Technologies GmbH beim Landesgericht Innsbruck die Eröffnung eines Konkursverfahrens beantragt. Das im Jahr 2022 gegründete Unternehmen ist auf die Entwicklung und Herstellung medizinischer sowie zahnmedizinischer Apparate spezialisiert.

Unklare Ursachen und Millionenpassiva

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt zu gleichen Teilen in der Produktion von medizintechnischen Gerätschaften und dem Großhandel mit medizinischen sowie orthopädischen Artikeln. Über die konkreten Ursachen der finanziellen Schieflage liegen dem KSV1870 zum aktuellen Zeitpunkt noch keine geprüften Informationen vor. Diese sollen nun in Zusammenarbeit mit der Insolvenzverwaltung erhoben werden. Fest steht bislang lediglich die Dimension der Pleite. Laut Antrag belaufen sich die aushaftenden Verbindlichkeiten auf rund 2,575 Millionen Euro. Von der Pleite sind sechs Dienstnehmer:innen betroffen, die um ihre Jobs bangen.

Zukunft ungewiss 

Ob das Unternehmen eine Zukunft hat, bleibt vorerst abzuwarten. Die Entscheidung, ob die Insolvenzverwaltung Ionsent Technologies ohne weitere Nachteile für die Gläubiger:innen fortführen kann, werde laut KSV1870 zeitnah zu treffen sein. "Es bleibt insbesondere abzuwarten, ob die Schuldnerin in der Lage ist, nachvollziehbar darzustellen, dass eine Fortführung auf wirtschaftlich soliden Beinen stehen kann", so der Kreditschutzverband.

Zum Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Daniel Pichler bestellt. Die erste Gläubigerversammlung, die gleichzeitig als Prüfungs- und Berichtstagsatzung dient, wurde für den 17. August 2026 am Landesgericht Innsbruck anberaumt.

www.ksv.at

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