Bau- und Sanierungsprojekt
Großprojekt Festspielbezirk 2030

| Gerhard Krispl / LEADERSNET-ART Herausgeber 
| 07.06.2026

Im Rahmen des Bau- und Sanierungsprojekts Festspielbezirk 2030 wird die zentrale kulturelle Infrastruktur des Landes Salzburg gesichert.

Die Festspielhäuser werden nachhaltig saniert und die veraltete Gebäude- sowie Bühnentechnik erneuert. Aufgrund der Arbeitssicherheitsvorschriften und veränderten Produktionsanforderungen wird zudem dringend mehr Platz für Werkstätten, Garderoben und Proben geschaffen. Der Festspielbezirk wird das ganze Jahr über von vielen Veranstaltern genutzt. 850.000 Menschen erleben hier jährlich Kultur. Das Projekt ist essenziell, um weiterhin den Spielbetrieb aufrechterhalten zu können. 

Das Bau- und Sanierungsprojekt schreitet planmäßig voran. Die im Herbst 2024 begonnenen ersten Baumaßnahmen am Großen Festspielhaus sind bereits erfolgreich abgeschlossen, die Eröffnung des Festspielzentrums ist im Herbst dieses Jahres vorgesehen. Als nächster Meilenstein startet im Herbst 2026 der Kavernenbau: Er schafft die künftige unterirdische Verbindung zwischen den Festspielhäusern und beherbergt das neue "Haus im Berg" mit Montagehalle, Probesälen, Einspielräumen und Haustechnikräumen. Die erforderlichen Bescheide des Bundesdenkmalamtes und der Naturschutzbehörde liegen vor. Die Architektur des Projekts plant das österreichische Büro Jabornegg & Pálffy. Mit dem Kavernenbau wurden die österreichischen Firmen ÖSTU/Stettin und Jägerbau beauftragt. Die Fräsarbeiten dafür starten Mitte September, das Neutor wird ab dann für circa 6 Monate gesperrt sein.

Festspielbezirk 2030
Beim Anrainerdialog am 8. Mai beantworteten die Experten Fragen zum Projekt Festspielbezirk 2030.
Lukas Crepaz (Bauherrenvertreter) © FSB2030/wildbild

Festspielbezirk 2030
Michael Brandauer (Projektleiter Festspielbezirk 2030) im Gespräch mit Anrainer:innen © FSB2030/wildbild

Festspielbezirk 2030
Martin Kern (Infrastrukturprogramm 2030) erklärt die Pläne am BIM-Modell © FSB2030/wildbild

Die Projektinvestition lohnt sich

"Mit dem Kavernenbau startet im Herbst dieses Jahres die erste Hauptbauphase des Großprojektes. Die dringend notwendige Sanierung und Erweiterung des Festspielbezirks sind zwar ein großer Kraftakt, aber einer, der sich wirtschaftlich lohnt. Wie die Wertschöpfungsstudie der Wirtschaftskammer eindrucksvoll zeigt, fließen durch die Salzburger Festspiele allein im Sommer 96 Mio. Euro an Steuern und Abgaben an die öffentliche Hand. Die Großinvestition amortisiert sich daher innerhalb von sechs Jahren, unter Einbeziehung der weiteren Rückflüsse der unterjährigen Nutzer – von Osterfestspielen über Landestheater, Adventsingen bis zu Popveranstaltern – sogar noch viel früher. Den Großteil der bisherigen Ausschreibungen haben österreichische Unternehmen gewonnen. Mit dem im September startenden Kavernenbau werden Arbeitsplätze im Land und die Zukunft des gesamten Festspielbezirks gesichert", so Bauherrenvertreter Lukas Crepaz.

Neue Visualisierungen zum Projekt Festspielbezirk 2030 wurden präsentiert

Festspielbezirk 2030
Längsschnitt durch das künftige Werkstättengebäude und Haus im Berg. © Zoom/J&P

Hierfür wird Platz im Berg geschaffen

"Zwei wesentliche architektonische Gewichtungen bestimmen das Projekt: Eine neue Verbindung zwischen den Häusern im Mönchsberg sowie ein neues Werkstättengebäude im Zentrum des Festspielbezirks. Die Bühnenverbindung bildet das räumliche Rückgrat des Festspielbezirks, in annähernd paralleler Lage zur Hofstallgasse", so Architekt András Palffy, der das künftige Werkstättengebäude als neuen logistischen Schwerpunkt innerhalb des Festspielbezirk 2030 versteht. "Es ist im Außenraum des Festspielbezirks der einzig neue bauliche Eingriff, der sich sichtbar abbildet. Seine Höhenentwickelung orientiert sich an der unmittelbaren baulichen Nachbarschaft, die so zur wesentlichen Referenz für die Gliederung wie auch Höhenentwicklung des Bauvolumens wird."

Festspielbezirk 2030
Querschnitt durch das Haus im Berg. © Zoom/J&P

Festspielbezirk 2030 – Zahlen & Fakten

Festspielbezirk 2030
© FSB2030

Festspielzentrum: Der Gebäudekomplex wird seit Herbst 2024 gebaut und saniert. Die Eröffnung ist im Herbst 2026 vorgesehen. Das Projekt wird privat finanziert durch Hans-Peter Wild. Mit der architektonischen Umsetzung ist das Büro Marte.Marte betraut.

Sanierung Großes Festspielhaus: Die Sanierung beginnt nach den Salzburger Festspielen 2028. Das Große Festspielhaus wird von Herbst 2028 bis Frühjahr 2031 geschlossen. In dieser Zeit werden Haus für Mozart und Felsenreitschule weiter bespielt.

Interims-Konzerthalle: Für die Festspielsaisonen 2029 und 2030 sowie für alle unterjährigen Veranstaltungen wird in Altstadtnähe eine Interims-Konzerthalle errichtet. Als Standorte werden derzeit die Stiegl-Gründe in Maxglan sowie eine Wiese bei St. Josef in Nonntal geprüft.

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@festspielbezirk2030

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