Die Salzburg AG blickt auf ein wirtschaftlich solides Geschäftsjahr 2025 zurück. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen investierte das Unternehmen kräftig in erneuerbare Energie, Netzinfrastruktur und öffentlichen Verkehr. Insgesamt flossen rund 290 Millionen Euro in laufende Projekte. Für 2026 sind Investitionen von mehr als 300 Millionen Euro vorgesehen, in den kommenden Jahren sollen insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro investiert werden.
Der Umsatz des Konzerns lag 2025 bei 2,06 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 157,78 Millionen Euro, der Bilanzgewinn auf 41,6 Millionen Euro.
Die Ergebnisse – Salzburg AG © Salzburg AG
Positive Entwicklung trotz Belastungen
Zum Ergebnis haben laut der Salzburg AG insbesondere die guten Entwicklungen in den Bereichen Telekommunikation und Tourismus beigetragen. Auch Effekte aus der Gazprom-Insolvenz, Verbesserungen im Beteiligungsbereich sowie niedrigere Zinsaufwendungen wirkten sich positiv aus. Belastet wurde das Ergebnis hingegen durch Preismaßnahmen im Energiebereich, insbesondere durch Strompreissenkungen.
"Solide Ergebnisse und ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen bilden die Grundlage, dass wir in und für Salzburg in die Zukunft investieren können. Wir schaffen damit nicht nur Unabhängigkeit, sondern sichern und schaffen Arbeitsplätze im Land. Gleichzeitig können wir auch Spielräume für unsere Kund:innen weitergeben. Damit startet mit Juli bereits die siebte Strompreissenkung seit 2023", so Michael Baminger, CEO der Salzburg AG.
Herwig Struber, Vorstand der Salzburg AG, betont die langfristige Ausrichtung des Unternehmens: "Wir treiben den Ausbau erneuerbarer Erzeugung und den der Netze konsequent voran. Insgesamt werden in den kommenden Jahren rund 1,3 Milliarden Euro für mehr Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit investiert. Gerade in Krisenzeiten sind Schritte in mehr Unabhängigkeit notwendig und wichtig. Die Energietransformation ist dafür die Grundlage."
Neuer Stromtarif ab Juli
Mit 1. Juli 2026 startet die Salzburg AG einen neuen Fix-Tarif für Strom. Der Arbeitspreis soll laut dem Unternehmen bei 9,9 Cent pro Kilowattstunde netto liegen und für zwei Jahre garantiert werden. Seit Mitte 2023 habe das Unternehmen insgesamt sieben Strompreissenkungen umgesetzt. Zusätzlich wurden Maßnahmen wie ein Strompreisdeckel sowie Jubiläumsaktionen mit Freistromtagen eingeführt.
Auch im Gasbereich bietet die Salzburg AG einen neuen Tarif mit Preisgarantie an. Beim Produkt "Erdgas Preisfix28" soll ein Arbeitspreis von 6,38 Cent pro Kilowattstunde netto bis Ende April 2028 garantiert werden.
Ausbau erneuerbarer Energie und Infrastruktur
Die Salzburg AG setzte 2025 mehrere Projekte im Bereich erneuerbarer Energie um. Dazu zählen unter anderem das Wasserkraftwerk Stegenwald, Agri-Photovoltaikanlagen sowie der Ausbau der E-Mobilitätsinfrastruktur. Gemeinsam mit der Salzburg Netz GmbH investierte das Unternehmen zudem rund 114 Millionen Euro in den Ausbau der Netzinfrastruktur.
Auch 2026 sollen weitere Projekte umgesetzt werden. Geplant sind unter anderem zusätzliche Photovoltaik-Anlagen, Investitionen in Windkraftprojekte, der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur sowie weitere Modernisierungsschritte bei Obus und Lokalbahn.
Studie bestätigt wirtschaftliche Bedeutung
Eine aktuelle Studie des Instituts Economica unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung der Salzburg AG für Salzburg und Österreich. Laut der Untersuchung generieren Geschäftstätigkeit und Investitionen des Unternehmens österreichweit eine Bruttowertschöpfung von rund 1,44 Milliarden Euro. Auf Salzburg entfallen davon rund 791 Millionen Euro. Das entspricht 2,26 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung des Bundeslandes.
"Man könnte auch sagen, dass jeder 44. Euro der regionalen Wertschöpfung im Bundesland von der Salzburg AG erwirtschaftet wird. Größenordnungsmäßig entspricht die österreichweite Wirtschaftsleistung der Salzburg AG, einschließlich ihrer Investitionen, damit der direkten Bruttowertschöpfung der gesamten Forstwirtschaft in Österreich, in Zahlen ausgedrückt sind das rund 1,44 Mrd. Euro", erklärt Professor Christian Helmenstein.
Laut der Studie werden österreichweit 8.723 Beschäftigungsverhältnisse direkt oder indirekt durch die Salzburg AG gesichert, davon 4.573 in Salzburg.
Fokus auf Dekarbonisierung
Die Salzburg AG veröffentlichte außerdem ihre Nachhaltigkeitserklärung für das Geschäftsjahr 2025. Das Unternehmen hält darin an seinem Ziel fest, die direkten Emissionen bis 2030 um 50 Prozent und bis 2040 um mindestens 93 Prozent gegenüber 2024 zu reduzieren.
Ein Schwerpunkt liege auf der Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung. Durch das geplante Projekt zur Nutzung von Abwärme des Unternehmens Kaindl soll der Anteil dekarbonisierter Wärme im Verbundnetz Salzburg–Hallein deutlich steigen. Für die dafür notwendige Transportleitung sind Investitionen von rund 51 Millionen Euro vorgesehen.
www.salzburg-ag.at
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