40. MINDS-Konferenz
Weltweite Nachrichtenagenturen tagten zum APA-Jubiläum in Wien

| Janet Teplik 
| 11.05.2026

Auf der 40. MINDS-Konferenz in Wien diskutierten Spitzenvertreter:innen von über 27 internationalen Informationsdienstleistern über die Zukunft des Journalismus in Zeiten von Fake News und Künstlicher Intelligenz.

In einer Ära, in der Desinformation und Künstliche Intelligenz die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion verschwimmen lassen, besinnen sich die Hüter:innen der Nachricht auf ihre Kernwerte. Anlässlich des 80. Jubiläums der Austria Presse Agentur (APA) versammelten sich Spitzenvertreter:innen aus über 27 internationalen Nachrichtenagenturen in Wien zur 40. MINDS-Konferenz

Die Botschaft war eindeutig: Inmitten globaler Krisen und technologischem Umbruch bleibt die verlässliche Information das wichtigste Gut einer Demokratie – oder wie es Bundespräsident Alexander Van der Bellen ausdrückte: "Am Ende siegt die Wahrheit. Selbst wenn versucht wird, sie zu kontrollieren oder zu manipulieren". 

Empfang in der Hofburg

Die Konferenz dauerte vom 23. bis 24. April 2026 und stand im Zeichen des Austauschs zu Themen von KI über Ethik, Fake News und Demokratie bis zu Finanzierungsfragen. Darüber hinaus bot sie Grund zum Feiern, denn es war bereits ihre 40. Ausgabe. Bundespräsident Alexander Van der Bellen nutzte die Gelegenheit, um den mehr als 100 Teilnehmer:innen im Rahmen des Empfangs in der Hofburg zu gratulieren. Eine Informationsgesellschaft im Umbruch sei auf wahrhaften Journalismus angewiesen – und Nachrichtenagenturen garantieren diesen, so Van der Bellen. 

Auch APA-CEO Clemens Pig, der erst kürzlich sein neues Buch veröffentlichte (LEADERSNET berichtete), würdigte die Konferenz als "willkommene Gelegenheit, unsere Rolle und unseren Beitrag zur Bereitstellung einer verifizierten, unabhängigen Nachrichtenbasis für unsere Medienkunden noch stärker in den Fokus zu rücken und damit auch zur Sicherstellung einer informierten Öffentlichkeit beizutragen". Die wachsende Bedeutung der MINDS-Agenturen als kooperative Plattform spiegle sich bereits in der genossenschaftlichen Struktur der APA wider, die seit 1946 im Eigentum österreichischer Medien stehe. Ihre Relevanz im KI-Zeitalter gründe auf "kooperativer Intelligenz", namentlich in einer "gemeinsamen, vertrauenswürdigen, hochwertigen Infrastruktur für den Journalismus: sauberen Inhaltspools, kuratierten Metadaten, vertrauenswürdigen Quellen, verantwortungsvollen Modellen und Anwendungen, die auf überprüfbaren Informationen basieren". 

Vom Informationslieferanten zum "Intelligence-Provider"

Inspiriert durch die Keynote der kanadischen KI-Expertin Nikita Roy über den journalistischen Strukturwandel, diskutierten die Agenturverantwortlichen vielfältige KI-Anwendungen – von intelligenten Suchsystemen bis zur automatisierten Live-Berichterstattung. Passend zum Motto "Navigating Change" stand die Suche nach stabilen Geschäftsmodellen im Zentrum, um den Herausforderungen der KI-Transformation gewinnbringend zu begegnen.
In diesem Kontext präsentierte APA-Chefredakteurin Maria Scholl die Strategie "APA[2]AI". Durch die enge Verzahnung von Inhalten und Technik werden dabei optimierte Daten direkt in KI-Modelle und Kundenanwendungen integriert. Scholl zufolge wandle sich das Selbstverständnis der Nachrichtenagenturen hierbei maßgeblich: Sie entwickeln sich vom reinen Informations- und Technologie-Anbieter hin zum "Intelligence-Provider".

www.minds-international.com

www.apa.at

Über die MINDS-Konferenz

Das Akronym "MINDS" steht für "Media Innovation Network for Digital Services". Es ist ein globales Netzwerk führender Nachrichtenagenturen, das 2007 gegründet wurde, um Informations- und Kommunikationslösungen zu entwickeln. Es dient dem Wissensaustausch, der gemeinsamen Entwicklung innovativer Mediendienste und der Stärkung der Position nationaler Nachrichtenagenturen im digitalen Zeitalter. 

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Über die MINDS-Konferenz

Das Akronym "MINDS" steht für "Media Innovation Network for Digital Services". Es ist ein globales Netzwerk führender Nachrichtenagenturen, das 2007 gegründet wurde, um Informations- und Kommunikationslösungen zu entwickeln. Es dient dem Wissensaustausch, der gemeinsamen Entwicklung innovativer Mediendienste und der Stärkung der Position nationaler Nachrichtenagenturen im digitalen Zeitalter. 

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