Fotos vom Networking-Event
FVEK positioniert sich neu und diskutiert Zukunft der Energiebranche

Die vom Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie organisierte Veranstaltung bot den geeigneten Rahmen, um die Bedeutung des Zusammenspiels von Wirtschaft, Politik und Verwaltung für das Gelingen der Energiewende zu unterstreichen. 

Am Dienstag (27. Jänner) lud der Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie (FVEK) zum exklusiven Networking-Event "Gemeinsam Zukunft gestalten" in das TUtheSky in Wien. Rund 150 Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung nahmen teil, um die Neuausrichtung des Verbands zu begleiten und sich über aktuelle Entwicklungen in der Energiebranche auszutauschen.

Neupositionierung als Bekenntnis zur Energiewende

Seit 1. Jänner 2026 tritt der Verband unter dem Namen Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie auf. Zuvor firmierte er als Fachverband der Mineralölindustrie. Die Anpassung basiert auf einem Beschluss im Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Österreich. Im Rahmen des Events wurde die strategische Ausrichtung des Fachverbands einem breiteren Publikum präsentiert. Gleichzeitig stand die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende im Mittelpunkt.

"Unsere Mitgliedsunternehmen entwickeln sich zu integrierten Energieproduktions- und Dienstleistungsunternehmen, die weit mehr bieten als konventionelle Energieträger. Wir investieren in Forschung, wir entwickeln neue Technologien, wir setzen auf Innovation – und wir übernehmen Verantwortung. Die Herausforderungen sind gewaltig: Wir gewährleisten die Versorgungssicherheit mit unserer Öl- und Gasproduktion in Österreich, der Raffinerie und den Tankstellen, müssen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie erhalten und gleichzeitig wollen wir gemeinsam mit den Menschen Schritt für Schritt eine CO₂-neutrale Zukunft schaffen", sagte Fachverbandsobmann Martijn van Koten.

Große Bedeutung für den Wirtschaftsstandort

Nach einführenden Worten durch WKÖ-Vizepräsidentin Angelika Sery-Froschauer übernahm Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (BMWET). In ihrem Vortrag "Zukunft sichern – Industriestandort stärken: Strategien für eine nachhaltige Transformation" betonte sie die Bedeutung der Branche für den Wirtschaftsstandort Österreich.

Laut der Staatssekretärin stehe der Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie beispielhaft für die Verantwortung und Gestaltungskraft einer Schlüsselbranche. "Als Bundesregierung schaffen wir im Energiebereich gezielt die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Transformation: mit unserer Industriestrategie, die Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Energiewende konsequent zusammendenkt, mit konkreten Entlastungen wie der Senkung der Elektrizitätsabgabe, die Haushalten und Betrieben unmittelbar zugutekommt, sowie der Neuauflage des SAG und der Einführung eines Industriestrombonus. Ergänzt wird dies durch gezielte Anreize für Forschung und Innovation. Klar ist: Die Energiewende gelingt nur im Schulterschluss von Wirtschaft und Politik", so Zehetner.

Keynote und Podiumsdiskussion

Rainer Klöpfer (Shell), Nina Marczell (OMV Downstream) und Armin Springer (Enilive Austria) gaben in der anschließenden Keynote "Transformation in der Praxis: unser Weg in die Energiezukunft" konkrete Einblicke in die Transformationsprojekte ihrer Unternehmen, von E-Mobilität über Biokraftstoffe bis hin zu Geothermie-Projekten.

Das inhaltliche Highlight bildete die von Julia Isabelle Gerber moderierte Podiumsdiskussion zum Thema "Wie können wir die Energiewende gemeinsam schaffen und die Branche bei ihrer Transformation bestmöglich unterstützen?". Mit dabei am Podium waren Sabine Hauser (Shell), Henrik Mosser (OMV Exploration & Production), Jürgen Schneider (BMLUK), Benedikt Ennser (BMWET) und Hans-Jürgen Salmhofer (BMIMI). Sie diskutierten über die notwendigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Energiewende.

"Mit der Neupositionierung vollziehen wir den Wandel, den unsere Mitgliedsunternehmen bereits leben. Die Branche ist längst nicht mehr auf fossile Energieträger fokussiert, sondern treibt aktiv innovative Lösungen voran, von Geothermie über grünen Wasserstoff bis zu alternativen Kraftstoffen. Gleichzeitig muss während dieser Transformation die Versorgungssicherheit gewährleistet bleiben. Dafür braucht es neben dem Engagement der Unternehmen auch klare politische Rahmenbedingungen, Technologieoffenheit und gezielte Fördermaßnahmen. Nur im Schulterschluss von Wirtschaft, Politik und Verwaltung können wir die Energiewende erfolgreich gestalten. Daher freut es mich sehr, dass wir mit unserer Initiative den Dialog zwischen allen Beteiligten weiter stärken konnten", sagte Hedwig Doloszeski, Geschäftsführerin des Fachverbands der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie, abschließend.

LEADERSNET war bei der Veranstaltung. Einen Eindruck können Sie sich hier machen. 

www.wko.at/energierohstoff-kraftstoff

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