Fokus auf Circular Economy
"Senat der Kreislaufwirtschaft" fordert weniger Hürden für zirkuläres Wirtschaften

Aus Sicht des Gremiums bietet die Circular Economy erhebliche Chancen für wirtschaftliches Wachstum, effizienteren Ressourceneinsatz und eine stärkere Unabhängigkeit von Rohstoffen. Dem stehen jedoch weiterhin bürokratische und regulatorische Barrieren gegenüber.

In der Kreislaufwirtschaft sieht der Senat der Kreislaufwirtschaft (Siehe Infobox) ein erhebliches wirtschaftliches Potenzial. Bis 2030 könnten dadurch in Österreich mehr als 35 Milliarden Euro heimische Bruttowertschöpfung entstehen. Gerade vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und deren regionaler Folgen sei es aus Sicht des Gremiums entscheidend, dieses Potenzial gezielt zu nutzen.

Senat begrüßt Verankerung in der Industriestrategie

Der vom ARA Verein getragene Zusammenschluss österreichischer Unternehmen bewertet es positiv, dass die Bundesregierung die Kreislaufwirtschaft in der Industriestrategie berücksichtigt (LEADERSNET berichtete). Das sei ein wichtiger Schritt, um die prognostizierten Effekte tatsächlich zu realisieren.

Bereits bei der Gründung im Jahr 2024 habe der Senat verbesserte Rahmenbedingungen für die Circular Economy gefordert, insbesondere mit Blick auf Wirtschaftswachstum, Rohstoffunabhängigkeit und Ressourceneffizienz. Zudem werde der Bedarf an Sekundärrohstoffen bis 2030 deutlich steigen. Aus Sicht des Senats sei es daher notwendig, dass zirkuläre Prozesse in der Wirtschaft stärker verankert werden.

Große Bedeutung für den Standort 

Alfred Berger, Vorstand der NÖM AG und Mitglied des Senats der Kreislaufwirtschaft, betont die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft für die industrielle Produktion und den Standort Österreich: "Rohstoffsicherheit und Wettbewerbsfähigkeit sind entscheidende Säulen der produzierenden Industrie. Die Kreislaufwirtschaft ist unsere Chance, diese Aspekte nachhaltig zu sichern und damit den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken. Als Teil der Industriestrategie kann die Kreislaufwirtschaft dieses Potenzial entfalten, um die Leistungsfähigkeit Österreichs in diesem Sektor umfassend auszubauen. Wir befinden uns im EU-Vergleich bereits auf einem sehr guten Weg, den wir auch in Zukunft entschlossen vorangehen werden."

Auch Haimo Primas, CEO Holcim Österreich und Holcim Cement CE Holding sowie Mitglied des Senats, verweist auf die Notwendigkeit klarer Rahmenbedingungen für langfristige Investitionen: "Wir müssen heute entscheiden, welche Investitionen wir für 2050 treffen. Dazu braucht es Planungssicherheit, Verlässlichkeit und Klarheit. Die Industriestrategie setzt dafür wichtige Impulse, auf die konkrete Maßnahmen folgen müssen. Für uns in der produzierenden Industrie ist klar, dass wir weiterhin unsere Net-Zero-Roadmap verfolgen. Durch Lead-Märkte für nachhaltige Produkte könnten hier noch weitere Anreize geschaffen werden."

Harald Hauke, Vorstandssprecher der ARA und Koordinator des Senats der Kreislaufwirtschaft, hebt hervor, dass das Gremium an nachhaltigen Wertschöpfungsketten und innovativen Lösungen arbeitet, sieht jedoch weiterhin Handlungsbedarf: "Mit dem Senat der Kreislaufwirtschaft haben wir es uns zum Ziel gemacht, nachhaltige Wertschöpfungsketten zu schaffen, Ressourcen effizienter zu nutzen und innovative Lösungen zu entwickeln, die ökonomische und ökologische Vorteile für Österreich bringen. Wir freuen uns darüber, dass unsere Themen Teil der Industriestrategie sind. Dennoch gibt es noch viel zu tun. Vor allem bürokratische und technisch-regulatorische Hürden sind Hindernisse für effizientes zirkuläres Wirtschaften", so Hauke. 

www.ara.at

Über den Senat der Kreislaufwirtschaft

Der Senat der Kreislaufwirtschaft ist ein Gremium des ARA Vereins und versteht sich als Schulterschluss zentraler Kreislaufwirtschaftsakteure, um branchen- und unternehmensübergreifend dazu beizutragen, Österreich zum Vorreiter der Kreislaufwirtschaft in der EU zu machen und First-Mover-Vorteile für den Wirtschafts- und Industriestandort zu nutzen.

Der ARA Verein selbst repräsentiert 142 Unternehmen, die mit über 140.000 Beschäftigten und kumuliert mit rund 50 Milliarden Euro Umsatz die Kreislaufwirtschaft in Österreich bereits heute maßgeblich umsetzen und vorantreiben.

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

Über den Senat der Kreislaufwirtschaft

Der Senat der Kreislaufwirtschaft ist ein Gremium des ARA Vereins und versteht sich als Schulterschluss zentraler Kreislaufwirtschaftsakteure, um branchen- und unternehmensübergreifend dazu beizutragen, Österreich zum Vorreiter der Kreislaufwirtschaft in der EU zu machen und First-Mover-Vorteile für den Wirtschafts- und Industriestandort zu nutzen.

Der ARA Verein selbst repräsentiert 142 Unternehmen, die mit über 140.000 Beschäftigten und kumuliert mit rund 50 Milliarden Euro Umsatz die Kreislaufwirtschaft in Österreich bereits heute maßgeblich umsetzen und vorantreiben.

leadersnet.TV