karriere.at-Umfrage
Mehr als die Hälfte hat wegen der Arbeit schon geweint

Eine aktuelle Umfrage von karriere.at zeigt, wie sehr der Job vielen Menschen emotional zusetzt und welche Form der Entlastung sie sich am häufigsten wünschen.

Am kommenden Samstag, dem 10. Oktober, wird der Welttag der psychischen Gesundheit begangen. Aus diesem Anlass hat die Jobplattform karriere.at ihre User:innen gefragt, wie stark ihnen die berufliche Tätigkeit emotional zusetzt. Konkret wollte das Linzer Unternehmen wissen, ob die Befragten wegen ihres Jobs schon einmal geweint oder einen Wutausbruch gehabt haben, wie oft sie beruflich an ihre emotionale Belastungsgrenze stoßen und welche Unterstützung ihnen in solchen Situationen helfen würde (siehe Infobox).

Mehrheit kennt Tränen und Wutausbrüche im Job

Die Ergebnisse sind alarmierend: Insgesamt 52 Prozent der Befragten haben wegen ihrer Arbeit schon mindestens einmal geweint. Bei zehn Prozent ist das bisher nur ein einziges Mal vorgekommen, 42 Prozent haben dagegen bereits mehrfach Tränen vergossen. Noch verbreiteter sind Wutausbrüche, die 64 Prozent aus beruflichen Gründen schon erlebt haben. Mehr als die Hälfte aller Befragten (51 %) kennt das sogar mehrfach, lediglich 36 Prozent hatten wegen ihres Jobs noch nie einen Wutausbruch.

Auch bei der Frage nach der Häufigkeit zeigt sich ein deutliches Bild. Knapp ein Drittel (31 %) gibt an, regelmäßig, also mehrmals im Monat, beruflich an die eigene emotionale Belastungsgrenze zu kommen, etwa bis zum Weinen, zu einem Wutausbruch oder knapp davor. Ebenso viele erleben solche Momente manchmal, also ein paar Mal im Jahr. 20 Prozent erreichen diesen Punkt nach eigenen Angaben selten, nur 18 Prozent nie.

GRAFIK 1: Emotionen am Arbeitsplatz© karriere.at

"Unsere Befragung zeigt: Emotionale Belastung im Job ist kein Randthema, sondern Alltag für viele Menschen in Österreich", fasst Georg Konjovic, CEO von karriere.at, zusammen.

Weniger Arbeitslast steht ganz oben auf der Wunschliste

Gefragt, welche Unterstützung ihnen bei emotionaler Belastung durch die Arbeit helfen würde, nennen 34 Prozent an erster Stelle eine geringere Arbeitslast. Knapp dahinter folgen ein Gespräch mit der Führungskraft (32 %), professionelle Beratung wie etwa Coaching (29 %) sowie der Austausch im Team (28 %). Gut ein Fünftel (21 %) entschied sich für keine der vorgeschlagenen Maßnahmen, drei Prozent wünschen sich andere Formen der Unterstützung.

GRAFIK 2: Unterstützung bei emotionaler Belastung© karriere.at

"Nach Jahren der Rezession und Stagnation werden in vielen Unternehmen mehr Aufgaben auf weniger Schultern verteilt. Um Mitarbeiter:innen zu entlasten, sollten Führungskräfte offen für Gespräche sein und die Bedürfnisse ernst nehmen", so Konjovic.

Frage des Tages

www.karriere.at

Über die Studie

Die Umfrage wurde zwischen 16. März und 1. Mai 2026 unter User:innen von karriere.at durchgeführt. Die Anzahl der Antwortenden beträgt für die Frage "Hast du schon einmal wegen deiner Arbeit geweint?" 2.235 Personen, für die Frage "Hattest du schon einmal wegen deiner Arbeit einen Wutausbruch?" 1.693, für die Frage "Wie häufig bringt dich deine Arbeit emotional an deine Belastungsgrenze (z.B. Weinen, Wutausbruch oder kurz davor)?" 1.467 und für die Frage "Welche Unterstützung wünschst du dir bei emotionaler Belastung durch die Arbeit?" 1.189.

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

Über die Studie

Die Umfrage wurde zwischen 16. März und 1. Mai 2026 unter User:innen von karriere.at durchgeführt. Die Anzahl der Antwortenden beträgt für die Frage "Hast du schon einmal wegen deiner Arbeit geweint?" 2.235 Personen, für die Frage "Hattest du schon einmal wegen deiner Arbeit einen Wutausbruch?" 1.693, für die Frage "Wie häufig bringt dich deine Arbeit emotional an deine Belastungsgrenze (z.B. Weinen, Wutausbruch oder kurz davor)?" 1.467 und für die Frage "Welche Unterstützung wünschst du dir bei emotionaler Belastung durch die Arbeit?" 1.189.

leadersnet.TV