Seit Sonntag ist die Messe Innsbruck wieder der zentrale Treffpunkt für die Tiroler Hotellerie und Gastronomie. Landeshauptmann Anton Mattle eröffnete die FAFGA 2026 offiziell und gab damit den Startschuss für drei Messetage, an denen sich Fachbesucher:innen einen Überblick über aktuelle Produkte, Technologien und Dienstleistungen verschaffen können. Neben dem klassischen Ausstellungsbereich setzen die Veranstalter:innen heuer einen deutlichen Schwerpunkt auf das Thema Künstliche Intelligenz, begleitet von einem Fach- und Rahmenprogramm. Geöffnet ist die Messe noch bis einschließlich Dienstag, 22. September.
Vom Gästezimmer bis zur digitalen Anwendung
Das Angebot der rund 230 Aussteller:innen deckt nahezu alle Bereiche eines touristischen Betriebs ab. Gezeigt werden Ausstattung und Einrichtung ebenso wie Küchen- und Servicetechnik, Lebensmittel und Getränke sowie Software für die Betriebsorganisation. Für die Besucher:innen aus der Branche bietet die Messe damit die Möglichkeit, Produkte vor Ort auszuprobieren, Angebote direkt zu vergleichen und mit den Unternehmen ins Gespräch zu kommen.
"Wer für sich in Anspruch nimmt, Tourismusland Nummer eins zu sein, braucht auch eine starke touristische Fachmesse. Die FAFGA bringt die Branche zusammen und verbindet dabei Tradition mit neuen Entwicklungen. Gerade in Zeiten großer Veränderungen ist es wichtig, offen für Neues zu sein, sich auszutauschen und gleichzeitig die persönliche Begegnung zu pflegen. Die aktuellen Tourismuszahlen geben Anlass zu Zuversicht und auch dazu, wieder zu investieren – und wo, wenn nicht auf der FAFGA", so Mattle in seiner Eröffnungsrede.
25 Prototypen in fünf Stunden
Wie KI im Tourismus konkret eingesetzt werden kann, zeigte sich bereits am Eröffnungstag beim KIDU × FAFGA Buildathon. Knapp 100 Teilnehmer:innen nahmen sich dort fünf Stunden lang reale Problemstellungen aus Hotellerie und Gastronomie vor und entwickelten mithilfe KI-gestützter Tools insgesamt 25 funktionsfähige Prototypen. Das Spektrum reicht von Web-Apps über digitale Assistenten bis hin zu Dashboards.
Inhaltlich drehten sich die Projekte um Fragen, die viele Betriebe derzeit beschäftigen, etwa Personalplanung und Recruiting, das Onboarding neuer Mitarbeiter:innen, die Weitergabe von Wissen im Team, die Kommunikation mit Gästen sowie Marketing und Sichtbarkeit. Welches Projekt gewinnt, entscheidet eine Jury, wobei die Auszeichnung am Dienstag im Rahmen der Tourism Topics Tirol der Wirtschaftskammer Tirol erfolgt. Parallel dazu lief bis Montagnachmittag ein Publikumsvoting, bei dem die Prototypen online getestet und bewertet werden können.
KI-Keynote beim FAFGA Future Feast
Über den Buildathon hinaus zieht sich das Thema Künstliche Intelligenz durch die gesamte Messe. 21 Aussteller:innen präsentieren Lösungen mit KI-Bezug, eine neu eingerichtete KI-Journey soll Orientierung über konkrete Einsatzmöglichkeiten geben, und auf der KI-Bühne berichten Expert:innen über aktuelle Entwicklungen.
Am Montag hielt zudem Thorsten Köhler, CEO von bluplanet, beim FAFGA Future Feast eine Keynote unter dem Titel "AI Transformation. Die nächste Stufe. Und warum sie den Markt für Travel & Touristik neu verteilt". Köhler befasst sich seit mehr als 30 Jahren mit Technologie und digitaler Transformation, war unter anderem in Managementfunktionen bei Cisco, Dell EMC und Salesforce tätig und ist heute als Unternehmer aktiv. "62 Prozent der Reisenden nutzen heute schon gern KI für die Reiseplanung – der Gast ist weiter als die Branche", betonte Köhler und erklärte, was das seiner Ansicht nach im Umkehrschluss für Hotellerie und Gastronomie bedeutet: "Die Kundenschnittstelle wird gerade neu vergeben, und entschieden wird das über Geschwindigkeit, nicht über Technologie. Die Besucher:innen nehmen einen konkreten Weg mit, wie aus KI-Plänen laufende Anwendungen werden – und eine 200 Jahre alte Geschichte, die erklärt, warum Warten die teuerste Option ist."
www.fafga.at
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