PwC-Studie
Vier von fünf Menschen nutzen Wearables oder Apps für ihre Gesundheit

Eine internationale Umfrage unter mehr als 21.000 Konsument:innen zeigt, wie selbstverständlich digitale Helfer im Alltag geworden sind. Bei den wirklich wichtigen Entscheidungen verlassen sich die Befragten aber nach wie vor auf Menschen.

Um die eigene Gesundheit kümmerte man sich lange erst dann, wenn etwas weh tat. Inzwischen ist daraus eine tägliche Beschäftigung geworden, begleitet von Smartwatches oder anderen Wearables, die den Puls, die Schlafdauer und die täglichen Schritte messen, sowie Apps, die beispielsweise Mahlzeiten protokollieren. Wie weit dieser Wandel bereits fortgeschritten ist, zeigt die aktuelle Studie "Voice of the Consumer 2026" von PwC, für die über 21.000 Konsument:innen in 27 Ländern befragt wurden (siehe Infobox). 69 Prozent achten demnach regelmäßig auf mindestens zwei Gewohnheiten rund um Gesundheit oder Ernährung. 80 Prozent haben dafür zumindest eine App oder ein Wearable im Einsatz.

Künstliche Intelligenz überzeugt vor allem die Jüngeren

Am stärksten unterscheiden sich die Altersgruppen beim Umgang mit Künstlicher Intelligenz. In den jüngeren Generationen können sich 86 Prozent vorstellen, KI für zumindest eine Aufgabe rund um Gesundheit oder Wellness einzusetzen, etwa für die Ernährungsplanung, ein Fitnessprogramm oder das laufende Monitoring. In den älteren Generationen liegt dieser Wert bei 62 Prozent.

Geht es dagegen um konkrete Entscheidungen, verschieben sich die Gewichte deutlich. 57 Prozent der Befragten zählen medizinisches Fachpersonal zu den fünf wichtigsten Einflussfaktoren, 50 Prozent nennen Freund:innen, Familie oder Kolleg:innen. KI-Tools und dialogbasierte Anwendungen landen mit 18 Prozent klar dahinter. Ähnlich sensibel reagieren die Teilnehmer:innen, wenn es um die Weitergabe persönlicher Gesundheitsdaten geht.

"Gesundheit findet längst nicht mehr nur in der Arztpraxis statt. Menschen beschäftigen sich kontinuierlich damit im Alltag und greifen auf immer mehr Daten und digitale Hilfsmittel zurück. KI kann diesen Wandel weiter beschleunigen. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse klar: Gerade bei Gesundheitsentscheidungen bleiben Vertrauen und menschliche Expertise zentral", fasst Nicole Prieller, Partnerin und Leiterin Digital & Customer Transformation bei PwC Österreich, zusammen.

Wo für Unternehmen neue Märkte entstehen

Was Menschen im Alltag messen und protokollieren, wollen sie zunehmend auch verstehen und verbessern. Genau daraus entsteht ein Markt für Produkte und Dienstleistungen rund um Gesundheit. 63 Prozent der Befragten interessieren sich für Gesundheitsinformationen und Diagnostik, also etwa Tests oder Auswertungen der eigenen Werte. 60 Prozent können sich Coaching- und Verhaltensprogramme vorstellen, 54 Prozent zeigen Interesse an Geräten, Equipment und intelligenten Umgebungen. Gefragt sind laut Studie besonders jene Angebote, die ein klassisches Produkt um Daten, Monitoring, Beratung oder personalisierte Empfehlungen erweitern.

Beim Kauf solcher Gesundheitsprodukte entscheiden allerdings dieselben Kriterien wie sonst auch. Für fast drei Viertel der Befragten steht ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis an erster Stelle, dahinter folgen die Kosten, eine einfache Handhabung und verständliche Informationen. Dass sich ein Angebot individuell anpassen lässt, ist für 58 Prozent relevant.

"Für Unternehmen liegt die Chance nicht darin, jedes Produkt zum Gesundheitsprodukt zu machen. Entscheidend ist, von konkreten Bedürfnissen auszugehen und dafür passende Produkte, Services und Beratung intelligent zu verbinden. Wer Gesundheit einfacher zugänglich macht und dabei Vertrauen schafft, kann sich neue Wachstumsfelder erschließen", erklärt Harald Dutzler, Partner bei Strategy& Österreich, abschließend.

www.pwc.at

www.strategyand.pwc.com

Über die Studie

Für die globale "Voice of the Consumer 2026"-Studie befragte PwC im Februar und März 2026 insgesamt 21.808 Konsument:innen ab 18 Jahren in 27 Ländern. Untersucht wurden unter anderem Gesundheits- und Ernährungsgewohnheiten, der Einsatz von Technologie und KI, die Nutzung von GLP-1-Präparaten, persönliche Gesundheitsziele sowie die Nachfrage nach Gesundheits- und Wellnessprodukten und -services.

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Über die Studie

Für die globale "Voice of the Consumer 2026"-Studie befragte PwC im Februar und März 2026 insgesamt 21.808 Konsument:innen ab 18 Jahren in 27 Ländern. Untersucht wurden unter anderem Gesundheits- und Ernährungsgewohnheiten, der Einsatz von Technologie und KI, die Nutzung von GLP-1-Präparaten, persönliche Gesundheitsziele sowie die Nachfrage nach Gesundheits- und Wellnessprodukten und -services.

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