Ordnung schaffen in Österreich? Das scheitert besonders häufig im Keller. Laut einer aktuellen Umfrage ist das für 21 Prozent der Befragten gelebte Realität. Der Keller gilt demnach als der Bereich, der sich am schwersten ordentlich halten lässt. Er liegt damit im Ranking noch vor Küchenarbeitsflächen (16 %), Küchenschränken sowie Schubladen (15 %) und Kleiderschränken (14 %).
Die Ergebnisse stammen aus der "Ikea Store & Organise Report 2026", für den YouGov im Auftrag der Ingka Group im April 2026 insgesamt 31.488 Personen in 31 Märkten online befragte. In Österreich nahmen 1.013 Erwachsene teil. Die Ergebnisse wurden nach Geschlecht, Alter und Region gewichtet.
Österreich und seine Keller
Im internationalen Vergleich fällt die Rolle des Kellers besonders auf. Weltweit nennen ihn lediglich neun Prozent als schwer ordentlich zuhaltenden Bereich. An erster Stelle stehen global die Küchenarbeitsflächen mit 24 Prozent. Der Vergleich ist allerdings nur eingeschränkt aussagekräftig, da aus den veröffentlichten Angaben nicht hervorgeht, wie viele Befragte überhaupt über einen Keller verfügen. Unterschiede bei Wohnformen und Gebäudestrukturen können das Ergebnis beeinflussen.
Erinnerungen erschweren das Aussortieren
Unordnung entsteht laut der Erhebung nicht nur aus Platzmangel oder fehlenden Aufbewahrungsmöglichkeiten. Viele Gegenstände bleiben, weil sie mit Erinnerungen, Beziehungen und möglichen künftigen Verwendungszwecken verbunden sind. 83 Prozent der Befragten in Österreich geben an, Dinge aus sentimentalen Gründen aufzubewahren.
Hinzu kommt das verbreitete Gefühl, bestimmte Gegenstände später noch benötigen zu können. So besitzen 33 Prozent weiterhin Kabel für elektronische Geräte, die längst aussortiert wurden. 22 Prozent lagern Ausrüstung für Hobbys, mit denen sie nie begonnen haben.
Aber auch Rücksicht auf andere Menschen beeinflusst die Entscheidung. 19 Prozent behalten unbeliebte Geschenke, weil die schenkenden Personen erwarten könnte, diese bei einem Besuch wiederzusehen. Fast ebenso viele trennen sich nicht von geerbten Gegenständen, um Familienmitglieder nicht zu verletzen.
Vor Gästen wird Unordnung häufig versteckt
Kündigt sich Besuch an, greifen viele Befragten zu kurzfristigen Lösungen. Rund jede:r Vierte hat im vergangenen Jahr Unordnung vor dem Eintreffen von Gästen in einen anderen Raum verlagert. 22 Prozent verstecken Gegenstände gezielt.
Bei einem Teil der Befragten beeinflusst der Zustand der Wohnung sogar die Entscheidung, ob ein Treffen zu Hause stattfindet. Acht Prozent geben an, bereits Gäste ausgeladen oder ein Treffen abgesagt zu haben, weil ihnen die eigenen vier Wände zu unordentlich erschienen.
Gleichzeitig vermuten 19 Prozent, von Menschen außerhalb des eigenen Haushalts für ordentlicher und organisierter gehalten zu werden, als sie tatsächlich sind. Zwischen dem gelebten Zuhause und dessen vorzeigbare Version liegt damit bisweilen nur eine geschlossene Tür oder eine vollgeräumte Schublade.
Bewohnt statt makellos
Ein möglichst leeres Zuhause entspricht laut Umfrage nicht der bevorzugten Wohnform der Mehrheit. 59 Prozent der Befragten wünschen sich eine organisierte, aber sichtbar bewohnte und persönliche Umgebung. 31 Prozent bevorzugen einen minimalistischen Stil mit freien Flächen und wenigen Gegenständen. Vier Prozent entscheiden sich für einen maximalistischen Wohnstil mit vielen sichtbaren Dingen, Farben und Dekorationselementen.
Auch ein möglicher Zusammenhang zwischen Ordnung und Wohlbefinden wurde abgefragt. 52 Prozent sagen, dass die Suche nach Dingen zu Hause ihre Stimmung beeinflusst. Rund jede:r Zehnte gibt an, dass sich eine solche Suche auf den gesamten Tag auswirken kann.
Studie begleitet neues Verkaufsthema
Ikea Österreich nimmt die Veröffentlichung des "Store & Organise Report 2026" zum Anlass für ein neues Themenjahr rund um Aufbewahrung und Organisation. Das Unternehmen will dabei unterschiedliche Aufbewahrungslösungen und Möglichkeiten zur besseren Nutzung vorhandener Flächen präsentieren.
www.ikea.com
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