Zusammenführung von bestehenden Daten
Wie KI Risiken im Facility Management frühzeitig sichtbar macht

| Redaktion 
| 18.08.2026

Künstliche Intelligenz macht bislang ungenutzte Informationen aus Wartungsberichten, Prüfprotokollen und technischen Dokumentationen nutzbar. So sollen sich Risiken frühzeitig erkennen, Wartungen gezielter planen und kostspielige Ausfälle vermeiden lassen.

Schäden und technische Ausfälle in Gebäuden kommen immer ohne Warnung. Hinweise auf mögliche Probleme sollen sich jedoch häufig bereits in Wartungsunterlagen, Prüfungsprotokollen, Störungsmeldungen, Verträgen oder technischen Dokumentationen finden. Im laufenden Facility Management werden diese Informationen jedoch oftmals nicht systematisch zusammengeführt und analysiert. 

Das auf KI-Beratung spezialisierte Unternehmen eMentalist setzt an dieser Stelle an. Mit Lösungen zur Analyse, Verknüpfung und Automatisierung von Unternehmens- und Immobiliendaten sollen vorhandene Informationen für datenbasierte Entscheidungen im Facility Management nutzbar gemacht werden. 

Bestehende Systeme intelligent miteinander verbinden 

Ziel sei es, unterschiedliche Datenquellen so aufzuarbeiten, dass sie für einen vorausschauenden und effizienteren Gebäudebetrieb eingesetzt werden können. Mit Nexcility hat eMentalist dafür eine Plattform entwickelt, die Wartungsmanagement, Anlagenmanagement und Gebäudebetrieb in einer zentralen Umgebung bündelt.

Vorhandene CAFM-, ERP- und Ticketsysteme müssen dafür nicht ersetzt werden. Stattdessen werden laut den Verantwortlichen die bestehenden Anwendungen miteinander vernetzt und die darin enthaltenen Informationen zusammengeführt.

Die von eMentalist entwickelten KI-Modelle können unter anderem Verträge, Prüfprotokolle, Wartungsunterlagen und technische Dokumentationen automatisiert analysieren, so das Unternehmen. Dabei werden Anlagentypen, Zuständigkeiten sowie Wartungspflichten erkannt. Auf dieser Basis lassen sich digitale Wartungspläne mit Terminen, Erinnerungen und Eskalationsmechanismen erstellen.

"Die meisten Schäden entstehen nicht von heute auf morgen. Die entscheidenden Hinweise sind oft bereits in den vorhandenen Daten enthalten, werden aber nicht rechtzeitig erkannt. Mit unseren KI-Lösungen machen wir dieses Wissen sichtbar und schaffen die Grundlage für einen effizienteren und vorausschauenden Gebäudebetrieb", sagt Elaheh Momeni, CTO von eMentalist.

Historische Daten als Grundlage für Predictive Maintenance

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit liegt in der Auswertung bereits vorhandener historischer Daten. Wiederkehrende Störungen, häufig notwendige Reparaturen und typische Fehlerbilder können mithilfe der Technologie identifiziert und bestimmten Anlagen zugeordnet werden.

Diese Erkenntnisse sollen die Basis für Predictive Maintenance schaffen. Potenzielle Probleme sollen dadurch früher erkannt werden, bevor sie zu kostspieligen Ausfällen führen.

KI-Assistenten liefern Informationen in Sekunden

Zusätzlich kommen intelligente KI-Assistenten zum Einsatz. Sie ermöglichen es, Fragen zu Gebäuden, technischen Anlagen, Wartungen oder Verträgen innerhalb weniger Sekunden zu beantworten.

Auch bei der Qualität der zugrunde liegenden Daten setzt eMentalist auf Automatisierung. Immobiliendaten werden ausgelesen, Vertragsinformationen überprüft und mögliche Fehlerquellen identifiziert. Nach Angaben des Unternehmens wurden mit diesem Ansatz bereits mehr als 40.000 Dokumente analysiert.

Vorhandene Daten stärker für den Gebäudebetrieb nutzen

Neben moderner Gebäudetechnik gewinnt damit die systematische Nutzung bereits vorhandener Informationen im Facility Management an Bedeutung. Werden relevante Daten frühzeitig ausgewertet und miteinander verknüpft, sollen Risiken reduziert und Kosten gesenkt werden können. Gleichzeitig soll dadurch ein transparenterer und wirtschaftlicherer Gebäudebetrieb ermöglicht werden.

www.ementalist.ai

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