Fotos der Präsentation
"Kunst gegen Krebs" legte Fundament für Salzburgs Open-Air-Galerie

Mit rund 100 Kunstwerken im öffentlichen Raum will die Initiative das Thema Brustkrebsvorsorge stärker ins Bewusstsein rücken. Bei der Präsentation des Sockel-Prototyps wurde zugleich das künstlerische Kuratorium vorgestellt.

Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind meist die Behandlungschancen. Doch klassische Vorsorge-Informationskampagnen erreichen längst nicht alle Menschen. Ein Salzburger Projekt setzt deshalb auf einen anderen Zugang und verlegt das Thema dorthin, wo niemand aktiv hinschauen muss, um es wahrzunehmen: in den öffentlichen Raum. Unter dem Titel "Kunst gegen Krebs" soll bis 2027 eine Art Experience entstehen, die rund 100 künstlerisch gestaltete Skulpturen über Stadt und Land Salzburg verteilt (LEADERSNET berichtete). Am Montag wurde im m32 am Mönchsberg jenes Fundament-Element gezeigt, auf dem später jedes einzelne Werk stehen soll. 

Ein Betonsockel für alle Werke

Der vorgestellte Prototyp ist der bauliche Kern der gesamten Ausstellung. Gefertigt wird das Fundament aus Beton, geplant ist eine Größe von rund einem Kubikmeter. Es trägt nicht nur die einzelnen Arbeiten, sondern soll auch als optische Klammer funktionieren: Wer eine der Skulpturen im Stadtbild entdeckt, erkennt sie über den einheitlichen Sockel unmittelbar als Teil des Projekts. Offen sind derzeit noch die finale technische Ausführung, das exakte Gewicht und die Frage, wie Fundament und Kunstwerk miteinander verbunden werden. Diese Details werden in den kommenden Wochen abgestimmt.

Verantwortlich für Entwicklung und Herstellung ist das Baustoffunternehmen Rudimentum, das dabei mit der Leube Gruppe zusammenarbeitet. Beide Unternehmen begleiten die Initiative als Partner in der technischen Umsetzung. Hinter dem Projekt selbst stehen Martina Fleischer-Kücher mit dem Team von Brilliant Communications sowie Angelika Graf, Ärztin mit Schwerpunkt auf Frauengesundheit. Die Schirmherrschaft haben Stadt und Land Salzburg übernommen.

Kuratorium und nächste Schritte

Für die inhaltliche Begleitung wurde ein künstlerisches Kuratorium eingerichtet, dem Andrea Jungmann, Art Advisory und Auktionatorin, sowie Birgit Limmert, die langjährige Erfahrung an der Schnittstelle von Kunst, Kultur, Unternehmertum und gesellschaftlichem Engagement einbringt, angehören. Das Gremium ordnet die eingereichten Arbeiten kuratorisch ein, wacht über die künstlerische Qualität und soll sicherstellen, dass das Thema Brustkrebs mit der nötigen Sensibilität behandelt wird.

"Salzburg ist eine Stadt, in der Kunst und Kultur eine besondere Kraft haben. Wenn ein Projekt diese Kraft nutzt, um Aufmerksamkeit für ein wichtiges gesellschaftliches und gesundheitliches Thema zu schaffen, entsteht Wirkung weit über den Kunstbereich hinaus", erläutert Limmert. Jungmann verweist auf die Vermittlungsleistung der Werke: "Kunst kann Botschaften sichtbar machen, ohne sie zu erklären. Sie kann berühren, irritieren und Menschen dazu bringen, hinzuschauen. Genau darin liegt die große Chance von Kunst gegen Krebs."

Parallel laufen die Abstimmungen mit Behörden und Projektpartner:innen, Standorte werden konkretisiert und die Teilnahmemodalitäten für Unternehmen, Institutionen und Unterstützer:innen vorbereitet. Bis Herbst soll auch der Preis für eine Projektteilnahme feststehen. Offiziell startet die Initiative am 1. Oktober 2026, dem Weltbrustkrebstag. "Es freut uns sehr, dass bereits jetzt so viele Anfragen von Künstler:innen und Unternehmer:innen bei uns eingehen. Das zeigt, dass das Projekt berührt und dass viele Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und Teil dieser Initiative zu werden", meint Projektinitiatorin Fleischer-Kücher.

Namhafte Gäste

Unter den Gästen der Präsentation waren unter anderem Anton-H. Graf (Präsident der Österreichischen Krebshilfe Salzburg), Marlies Muhr (Immobilienunternehmerin und Beiratsmitglied), Ursula Wirth (PR-Beraterin und Beiratsmitglied), Hera Lind (Bestsellerautorin), Meike Droste (Schauspielerin), Valery Tscheplanowa (Schauspielerin), Romy Seidl-Laux (Redakteurin und Moderatorin im ORF Landesstudio Salzburg), Susi Schellhorn (Gastronomin, Restaurant m32), Alexander Egle (interimistischer Leiter der Universitätsklinik für Innere Medizin III am Uniklinikum Salzburg), Tassilo Posch (CEO Ontime Logistics), Moritz Schäffner (CEO Ontime Logistics) und Gerda Pracher (Leitung Marketing & Kommunikation Leube Gruppe).

Eindrücke von der Präsentation finden Sie in der Galerie.

www.kunst-gegen-krebs.at

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV