Weitere Schwelle überschritten
Auf Österreichs Straßen sind mehr als 300.000 E-Autos unterwegs

| Tobias Seifried 
| 17.08.2026

Allein im Juli kamen mehr als 7.000 reine Stromer hinzu. Gleichzeitig erreichte ihr Anteil an den Neuzulassungen einen Rekordwert – und auch beim Ausbau des (öffentlichen) Ladenetzes geht es zügig voran.

Österreich hat bei der Elektromobilität eine weitere Schwelle überschritten. Ende Juli 2026 waren hochgerechnet 304.328 reine E-Autos auf heimischen Straßen unterwegs. Gleichzeitig erreichten die Stromer bei den Neuzulassungen einen neuen Höchststand: 7.073 E-Pkw wurden im Juli neu zugelassen, womit ihr Anteil an sämtlichen Pkw-Neuzulassungen bei 27,39 Prozent lag (LEADERSNET berichtete).

Hochlauf immer schneller

Wie stark sich der Hochlauf zuletzt beschleunigt hat, zeigt ein Blick auf die vergangenen Jahre. Im September 2022 wurde erstmals die Marke von 100.000 reinen Stromern erreicht. Weitere 27 Monate dauerte es bis zum Überschreiten der 200.000er-Schwelle. Für den Sprung von 200.000 auf 300.000 Fahrzeuge waren hingegen nur noch rund 19 Monate erforderlich.

E-Auto Bestand August 2026© BMIMI/Statistik Austria

In einzelnen Bundesländern liegt der E-Anteil an den Neuzulassungen laut Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) mittlerweile bei mehr als 30 Prozent. 

Mobilitätsminister Peter Hanke sieht in der Entwicklung ein Zeichen dafür, dass Elektroautos zunehmend im Massenmarkt ankommen. "300.000 E-Pkw auf Österreichs Straßen sind ein starkes Signal: Die Elektromobilität ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen." Als Gründe für die steigende Nachfrage nennt Hanke unter anderem ein größeres Fahrzeugangebot, ausgereiftere Technik und die wachsende Ladeinfrastruktur.

Fast 40.000 öffentliche Ladepunkte

Parallel zum Fahrzeugbestand wird das öffentliche Ladenetz erweitert. Allein im Juli kamen nach Angaben des Ministeriums 676 Ladepunkte hinzu, seit Jahresbeginn waren es 3.817. Insgesamt stehen damit österreichweit mittlerweile rund 39.500 öffentliche Ladepunkte zur Verfügung.

Noch in diesem Sommer soll die Schwelle von 40.000 überschritten werden. Einen Schwerpunkt will das Ministerium dabei auf Schnellladeangebote legen. Hanke zufolge sei entscheidend, dass Fahrzeugangebot und Infrastruktur gemeinsam wachsen.

Im Rahmen des Programms eMove Austria sollen entsprechende Maßnahmen gebündelt werden (LEADERSNET berichtete). Eine Novelle des Bundesstraßengesetzes soll zudem den Ausbau von Lademöglichkeiten entlang von Autobahnen und Schnellstraßen beschleunigen.

"Unser Ziel ist klar: E-Mobilität soll für die Menschen einfach, alltagstauglich und verlässlich sein – unabhängig davon, ob sie in der Stadt oder am Land leben", so Hanke.

www.bmimi.gv.at

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