AutoScout24-Umfrage
Diese Beifahrer-Marotten sorgen bei Autofahrern für schlechte Stimmung

Grundlose Warnrufe und Dauerkommentare zum Fahrstil bringen Österreichs Autofahrer:innen am schnellsten auf die Palme. Wie groß der Ärger ausfällt, hängt laut einer aktuellen Umfrage auch von Geschlecht und Alter ab.

Autofahren ist selten eine Einzeldisziplin. Ob Familie, Partner:in, Kolleg:innen oder Freund:innen, meistens sitzt jemand mit im Auto, und damit wird aus der Fahrt eine gemeinsame Angelegenheit. Am Beifahrersitz wird mitgeschaut, mitgedacht und häufig auch mitgeredet, was für die Person am Steuer entweder angenehm oder gar anstrengend sein kann. Eine aktuelle Umfrage im Auftrag von AutoScout24 hat nun erhoben, was Österreichs Autofahrer:innen an ihrer Begleitung tatsächlich am meisten stört. Und ganz nebenbei auch, wie milde die Befragten sich selbst einschätzen, sobald sie rechts sitzen.

Am Beifahrersitz sehen sich die meisten als angenehme Begleitung

Die Selbsteinschätzung fällt laut Studie bemerkenswert schmeichelhaft aus. Am unteren Ende der Nervskala halten sich neun Prozent für tiefenentspannt. Der Großteil, nämlich 42 Prozent, zählt sich zu den gemütlichen Mitfahrer:innen, die zwar mitschauen, aber niemanden nervös machen. Weitere 35 Prozent sehen sich als vorsichtige Beobachter:innen, also aufmerksam, im Zweifel aber zurückhaltend. Weniger gelassen zeigen sich nur wenige. 13 Prozent ordnen sich als "Mitbrems-Beifahrer:innen" ein, und ein Prozent der Befragten outet sich gar als "dauer-alarmiert".

Am Steuer klingt die Bilanz erwartungsgemäß anders. Kritisiert wird dabei nicht die Begleitung an sich, sondern der Eindruck, während der Fahrt unter laufender Beobachtung zu stehen. Die Hälfte der Befragten nennt plötzliche Warnrufe ohne erkennbaren Anlass als größtes Ärgernis, praktisch gleichauf liegt das laufende Kommentieren des Fahrstils. Deutlich dahinter landen ungefragte Belehrungen zu Verkehrsregeln, die immerhin ein Drittel der Befragten auf die Liste setzt.

Danach wird es kleinteiliger, aber nicht weniger vertraut: 27 Prozent ärgern sich über Mitbremsen oder erkennbare Anspannung in engen Situationen, 22 Prozent über das häufige Bedienen von Radio, Musik oder Klimaanlage. Ablenkendes Reden in heiklen Situationen kommt auf 21 Prozent, Krümel und Kleckereien beim Snacken sowie laute Töne bei der Handynutzung liegen bei je 19 Prozent. Ungefragte Eingriffe in die Navigation schaffen es mit 18 Prozent auf den letzten Platz der Reizliste.

Frauen stören Kommentare, Männer der Griff zur Bordtechnik

Woran sich jemand stört, hängt laut der Umfrage auch vom Geschlecht ab. Demnach reagieren Frauen vergleichsweise empfindlicher auf alles, was gesagt wird. 59 Prozent nervt das ständige Kommentieren des Fahrstils (Männer: 39 %). Auch grundlose Warnrufe treffen Frauen mit 54 Prozent häufiger als Männer (47 %). Männer verteidigen dafür die Bordtechnik – dass jemand häufig an Radio, Musik oder Klimaanlage hantiert, stört 27 Prozent der Männer, aber nur 17 Prozent der Frauen.

Neben den Geschlechtern zeigen sich auch im Hinblick auf die einzelnen Altersgruppen klare Muster. So nehmen die 18- bis 29-Jährigen die meisten Klassiker gelassener. Über Dauerkommentare zum Fahrstil ärgern sich nur 40 Prozent der Jüngeren, bei den 50- bis 69-Jährigen sind es hingegen 58 Prozent. Auch das ständige Bedienen von Radio, Musik oder Klimaanlage bringt Junge kaum aus der Ruhe, hier liegt der Wert bei 10 Prozent, verglichen mit 28 Prozent bei den 30- bis 49-Jährigen und 22 Prozent bei den 50- bis 69-Jährigen. Eine Ausnahme gibt es allerdings: 27 Prozent der 18- bis 29-Jährigen ärgern sich über falsches Bedienen der Navigation vonseiten des:der Beifahrer:in, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 11 Prozent, und bei den 50- bis 69-Jährigen gar nur 8 Prozent. Kommentare zum Fahrstil werden also verziehen, Navigationsfehler eher nicht.

www.autoscout24.at

www.gebrauchtwagen.at

Über die Studie

Integral Markt- und Meinungsforschung hat im Jänner 2026 im Auftrag von AutoScout24 500 österreichische Autobesitzer:innen zwischen 18 und 69 Jahren online befragt. Die Erhebung ist für diese Zielgruppe repräsentativ.

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Integral Markt- und Meinungsforschung hat im Jänner 2026 im Auftrag von AutoScout24 500 österreichische Autobesitzer:innen zwischen 18 und 69 Jahren online befragt. Die Erhebung ist für diese Zielgruppe repräsentativ.

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