Unternehmer:innen-Studie 2026
Warum heimische Unternehmer trotz Krisen optimistisch bleiben

| Tobias Seifried 
| 05.08.2026

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Regionalität, Nachhaltigkeit und private Vorsorge für viele österreichische Unternehmer:innen zunehmend an Bedeutung gewinnen. 72 Prozent sind lieber selbstständig als angestellt.

Österreichs Unternehmer:innen zeigen sich trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds bemerkenswert zufrieden. Das geht aus der aktuellen Unternehmer:innen-Studie des Gallup Instituts im Auftrag des Volksbanken-Verbundes hervor, für die im Frühjahr 2026 mehr als 1.000 Unternehmer:innen befragt wurden. Demnach sind 87 Prozent mit ihrem Unternehmerdasein zufrieden, 72 Prozent geben an, lieber selbstständig als angestellt zu sein.

Regionalität bleibt ein zentraler Erfolgsfaktor

Besonders hoch ist der laut Umfrage Stellenwert der Regionalität. 84 Prozent der Befragten halten sie für wichtig. Für 62 Prozent zeigt sich gesellschaftliche Verantwortung unter anderem darin, bevorzugt Mitarbeitende aus der eigenen Region einzustellen. 54 Prozent sehen diese auch in der bewussten Vergabe von Aufträgen an lokale Betriebe.

Auch die Investitionsbereitschaft bleibe regional geprägt: 18 Prozent der Unternehmer:innen wollen in den kommenden ein bis zwei Jahren sicher in ihrer Region investieren, weitere 24 Prozent planen dies wahrscheinlich. Gleichzeitig zeige die Studie, dass die Investitionsbereitschaft mit zunehmendem Alter deutlich sinkt, so die Studienautor:innen.

Nachhaltigkeit gehört zum Unternehmensalltag

Nachhaltigkeitsmaßnahmen seien mittlerweile in nahezu allen Unternehmen angekommen. 96 Prozent der befragten Betriebe setzen laut Studie entsprechende Maßnahmen um. Am häufigsten werden Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz beziehungsweise zur Senkung des Energieverbrauchs umgesetzt (55 Prozent). Jeweils 42 Prozent engagieren sich im Bereich der sozialen Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden sowie bei Kreislaufwirtschaft und Abfallmanagement. 41 Prozent arbeiten an einer Reduktion ihres CO₂-Ausstoßes.

Darüber hinaus haben 43 Prozent der Unternehmen laut eigenen Angaben im vergangenen Jahr in nachhaltige Projekte investiert, weitere 28 Prozent befanden sich zum Zeitpunkt der Befragung in der Planungsphase. Investiert werde unter anderem in erneuerbare Energien, Gebäudesanierungen sowie Maßnahmen zur Senkung des Energie- und Wasserverbrauchs.

Private Vorsorge gewinnt deutlich an Bedeutung

Ferner zeigt die Studie, dass immer mehr Unternehmer:innen zusätzlich privat vorsorgen. 54 Prozent verfügen mittlerweile über eine private Rentenversicherung – nach 40 Prozent im Vorjahr. Jeweils 51 Prozent setzen auf eine private Kranken- beziehungsweise Unfallversicherung.

Auch bei der Geldanlage gewinnen Sachwerte und Kapitalmärkte demnach an Bedeutung. 36 Prozent investieren in Immobilien, 35 Prozent in Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen und 33 Prozent in Fonds beziehungsweise ETFs. Der Anteil jener, die auf Gold oder andere Edelmetalle setzen, stieg innerhalb eines Jahres von elf auf 18 Prozent.

Gerald Fleischmann, Generaldirektor der Volksbank Wien AG und Sprecher des Volksbanken-Verbundes, sieht in den Ergebnissen eine Bestätigung dafür, dass Regionalität und nachhaltige Investitionen für viele Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Banken könnten diesen Transformationsprozess mit regional verankerten Finanzierungslösungen unterstützen.

www.volksbankwien.at

www.gallup.at

Unternehmer:innen-Studie 2026

  • Auftraggeber: Volksbanken-Verbund
  • Durchführung: Gallup Institut
  • Befragungszeitraum: Frühjahr 2026
  • Stichprobe: mehr als 1.000 Unternehmer:innen in Österreich

Wichtigste Ergebnisse

  • 87 % sind mit ihrem Unternehmerdasein zufrieden.
  • 72 % sind lieber selbstständig als angestellt.
  • 84 % halten Regionalität für wichtig.
  • 96 % setzen Nachhaltigkeitsmaßnahmen um.
  • 43 % investierten im vergangenen Jahr in nachhaltige Projekte.
  • 54 % verfügen über eine private Rentenversicherung.
  • 36 % investieren in Immobilien.
  • 35 % setzen auf Aktien und Anleihen.
  • 33 % investieren in Fonds und ETFs.

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Unternehmer:innen-Studie 2026

  • Auftraggeber: Volksbanken-Verbund
  • Durchführung: Gallup Institut
  • Befragungszeitraum: Frühjahr 2026
  • Stichprobe: mehr als 1.000 Unternehmer:innen in Österreich

Wichtigste Ergebnisse

  • 87 % sind mit ihrem Unternehmerdasein zufrieden.
  • 72 % sind lieber selbstständig als angestellt.
  • 84 % halten Regionalität für wichtig.
  • 96 % setzen Nachhaltigkeitsmaßnahmen um.
  • 43 % investierten im vergangenen Jahr in nachhaltige Projekte.
  • 54 % verfügen über eine private Rentenversicherung.
  • 36 % investieren in Immobilien.
  • 35 % setzen auf Aktien und Anleihen.
  • 33 % investieren in Fonds und ETFs.

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