Preise steigen trotz größerem Angebot
So viel kosten Wohnungen und Häuser aktuell in Österreich

| Redaktion 
| 04.08.2026

Trotz größerem Angebot sind die Preise für Immobilien im ersten Halbjahr 2026 gestiegen. Tirol bleibt teuerstes Plfaster des Landes.

Der Kaufimmobilienmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 weiter an Dynamik gewonnen. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Immobilienplattform ImmoScout24 hervor, für die rund 186.500 Inserate ausgewertet wurden. Während das Angebot an Eigentumswohnungen gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent zunahm, blieb die Zahl der angebotenen Häuser stabil.

Die Preise legten nahezu flächendeckend zu. Häuser wurden im ersten Halbjahr durchschnittlich um 4.187 Euro pro Quadratmeter angeboten – ein Plus von vier Prozent. Eigentumswohnungen verteuerten sich um fünf Prozent auf durchschnittlich 6.248 Euro je Quadratmeter.

Tirol bleibt teuerstes Pflaster

Am höchsten sind die Angebotspreise weiterhin in Tirol. Häuser kosteten dort im Median 8.278 Euro pro Quadratmeter. Für ein Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern ergibt sich damit ein Angebotspreis von rund 1,08 Millionen Euro. Dahinter folgen Wien, Salzburg und Vorarlberg. Bei Eigentumswohnungen überschritt Tirol als einziges Bundesland die Marke von 500.000 Euro für eine durchschnittliche 70-Quadratmeter-Wohnung. Mit einem Durchschnittspreis von rund 508.000 Euro liegt das Bundesland deutlich vor Vorarlberg (486.000 Euro) und Wien (471.000 Euro).

Regionale Unterschiede bleiben groß

Deutlich günstiger präsentiert sich der Markt im Osten und Süden Österreichs. Das Burgenland bleibt sowohl bei Häusern als auch bei Eigentumswohnungen das günstigste Bundesland. Ein Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern wird dort im Median um rund 343.000 Euro angeboten, eine 70-Quadratmeter-Wohnung kostet durchschnittlich 277.000 Euro - fast halb so viel wie in Tirol.

Den stärksten Anstieg bei Eigentumswohnungen verzeichnete Kärnten. Dort erhöhten sich die Angebotspreise gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent. Bei Häusern legten Tirol und das Burgenland mit jeweils acht Prozent am kräftigsten zu. "Die Preise entwickeln sich moderat nach oben, auch das Angebot nimmt zu. Der regionale Vergleich zeigt jedoch erhebliche Unterschiede. Je nach Lage kosten Immobilien doppelt so viel wie in anderen Regionen", sagt Joseph Obiegbu, Österreich-Geschäftsführer von ImmoScout24.

www.immobilienscout24.at

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV