Fotos & Video der Schifffahrt
Festspielprominenz traf sich zur Ausfahrt auf dem Bodensee

Zum Auftakt der Bregenzer Festspiele versammelte sich auch heuer wieder das Who's Who aus Politik, Wirtschaft und Kultur auf der "MS Österreich". LEADERSNET.tv war mit an Bord und holte die prominenten Passagier:innen vor die Kamera.

Kaum eine Kulturveranstaltung in Österreich verbindet Bühnenkunst und gesellschaftliches Parkett so eng wie die Bregenzer Festspiele. Rund um die Eröffnungsfeierlichkeiten, die heuer am Mittwoch, dem 22. Juli, über die Bühne gingen (LEADERSNET berichtete), wird der Bodensee dabei traditionell für einige Stunden zum Treffpunkt für Politik, Wirtschaft und Kultur. Zu den fixen Größen im Rahmenprogramm zählt seit Jahren eine Ausfahrt mit der "MS Österreich", zu der stets die Stadt Bregenz sowie das Land Vorarlberg mit Landeshauptmann Markus Wallner an der Spitze laden. Auch heuer folgten am Tag der Festspieleröffnung zahlreiche prominente Gäste der Einladung an Bord.

Kultur als politischer Auftrag

Im Rahmen des Eröffnungstages sprach Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler mit LEADERSNET.tv über seinen grundsätzlichen Zugang zum Thema: "Starke Kultur macht eine starke Gesellschaft und eine starke Gesellschaft ermöglicht starke Kultur. Das ist mein Leitsatz als zuständiger Kulturminister, die Kultur in ihrer völligen Breite und Vielfalt abzusichern und gleichzeitig die größtmögliche Teilhabe für alle Menschen in Österreich zu ermöglichen", so der SPÖ-Politiker.

Auf die Frage, ob Kultur für Österreich eine Mission sei, antwortete EU-Kommissar Magnus Brunner mit einem klaren Ja. "Österreich lebt ganz stark von der Kultur und von seiner kulturellen Geschichte. Diese Kultur weiterzuentwickeln und weiterzuführen, ist wichtig für das Kulturland Österreich."

ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher verwies in dieser Hinsicht wiederum auf den Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: "Der Auftrag, Kultur in jedes Wohnzimmer dieses Landes zu bringen, ist ein wirklich schöner. Und es gibt so wahnsinnig vieles, das man in die Wohnzimmer bringen kann."

Ein Gradmesser für die Demokratie

Mehrfach zur Sprache kam auch der Zusammenhang zwischen kultureller und politischer Freiheit. "Wer einen freien, demokratischen Staat und freie Bürger:innen haben will, der muss auch freie Kunst und Kultur zulassen. Wer Kunst oder Kultur einschränkt, der beginnt sich am Ende auch selbst einzuschränken", betonte Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner gegenüber LEADERSNET.tv. Für ihn lässt sich das direkt an den Bregenzer Festspielen ablesen, denn diese seien "immer ein Spiegel der Zeit" gewesen.

Ähnlich argumentierte Othmar Karas, Präsident des European Forum Alpbach: "Die Kultur gehört zur DNA der Demokratie, weil sie ein Ausdruck der Freiheit ist. Wo keine Freiheit ist, dort gibt es auch keine Freiheit der Kultur", so Karas, und stellte hierzu die Frage in den Raum, warum wohl "autoritäre Systeme immer zuerst gegen die Medien, gegen die demokratischen Willensbildungsprozesse und gegen die kulturelle Freiheit" kämpfen würden.

Wertschöpfungsmotor für die Region

Über die wirtschaftliche Dimension der Bregenzer Festspiele sprach LEADERSNET.tv unter anderem mit Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, die erläuterte: "Man muss stolz sein auf das, was hier in 80 Jahren aufgebaut wurde, zu einer Zeit, in der es nicht ganz so einfach war. Es ist ein Wertschöpfungsmotor für die Region und vor allem ein weltweites Aushängeschild. So eine Seebühne gibt es nur einmal."

Österreich-Werbung-CEO Astrid Steharnig-Staudinger ordnete das touristisch ein: "Wir haben auch einen Lehrauftrag, die ganze Welt für Österreich zu begeistern. Kultur ist eines der Hauptmotive, warum Gäste zu uns reisen."

Wiens Vizebürgermeisterin Barbara Novak warnte hingegen davor, Kultur ausschließlich in Zahlen zu denken: "Kultur hat einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft und sollte nicht ausschließlich in Geld aufgewogen werden – auch wenn ich Wirtschafts- und Finanzstadträtin bin. Natürlich sind Umwegrentabilität und positive Effekte für den Tourismus wichtig. Am Ende bleibt Kultur aber vor allem eines: ein unverzichtbares gesellschaftliches Gut."

Menü für Feinschmecker

Für kulinarische Begleitung an Bord sorgten übrigens Heino Huber und sein Team. Serviert wurden unter anderem Vitello Tonnato, Saltimbocca vom Bregenzerwälder Kalbsrücken mit Safran-Zucchini-Risotto und grillierter Wolfsbarsch. Als Dessert kredenzte das Team letztlich eine Zitronentarte mit Cassis-Sorbet.

Unsere Interviewpartner:innen

Neben Andreas Babler (Vizekanzler der Republik Österreich), Magnus Brunner (Kommissar für Inneres und Migration der Europäischen Union), Ingrid Thurnher (Generaldirektorin, ORF), Markus Wallner (Landeshauptmann Vorarlberg), Othmar Karas (Präsident, European Forum Alpbach), Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus), Astrid Steharnig-Staudinger (CEO, Österreich Werbung) und Barbara Novak (Wiener Vizebürgermeisterin & Stadträtin für Wirtschaft) holte LEADERSNET.tv auch noch Barbara Eibinger-Miedl (Staatssekretärin im Bundesministerium für Finanzen), Gerda Holzinger-Burgstaller (CEO, Erste Bank), Anton Mattle (Landeshauptmann Tirol), Thomas Lichtblau (Managing Director, Casinos Austria), Erwin van Lambaart (Generaldirektor, Casinos Austria), Hans-Peter Metzler (Präsident der Bregenzer Festspiele), Bernhard Moosbrugger (Direktor Casino Bregenz), Sonja Brandtmayer (Generaldirektor-Stellvertreterin, Wiener Städtische), Hartwig Löger (CEO, Vienna Insurance Group), Robert Zadrazil (Aufsichtsratsvorsitzender, Casinos Austria & Österreichische Lotterien) und Hartwig Hufnagl (Vorstand, Asfinag) vor die Kamera.

Eindrücke von der Schifffahrt finden Sie in unserer Galerie. Fotos der traditionellen Eröffnungsfeier sehen Sie zudem hier und hier, jene von der "La Traviata" Premiere wiederum hier.

www.bregenzerfestspiele.com

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