Schnellere Verbindungen & effizientere Workflows
Neue Eventfahrzeuge sollen Live-Produktionen des ORF verbessern

| Tobias Seifried 
| 05.07.2026

Dank moderner Technik sollen Übertragungen bei Außenproduktionen künftig leistungsfähiger, flexibler und effizienter abgewickelt werden können.

Der ORF hat gemeinsam mit Big Blue Marble und A1 sein Signal-Übertragungsnetzwerk für Veranstaltungen und die Landesstudios modernisiert und drei neue Eventfahrzeuge in Betrieb genommen. Den Verantwortlichen zufolge sollen damit Live-Übertragungen künftig leistungsfähiger und effizienter abgewickelt sowie neue Produktionsmodelle ermöglicht werden.

Die Mercedes-Benz Sprinter wurden von Big Blue Marble als Generalunternehmer geplant und von A1 mit IP- und Glasfasertechnologie ausgestattet. Sie sollen künftig bei Sport- und Kulturveranstaltungen für die Übertragung von Video- und Audiosignalen sowie den Aufbau leistungsfähiger Netzwerkverbindungen eingesetzt werden.

Höhere Bandbreiten für Live-Produktionen

Durch die neue Infrastruktur stehen den Verantwortlichen zufolge deutlich höhere Bandbreiten zur Verfügung als bisher. Die Eventfahrzeuge werden direkt an das LNET-Netzwerk angeschlossen und bauen darüber eine redundante Verbindung zum ORF-Zentrum am Küniglberg auf. Laut dem Öffentlich-Rechtlichen soll das eine stabile Übertragung von Live-Signalen in Broadcast-Qualität ermöglichen und gleichzeitig die Grundlage für neue Produktionsmodelle wie Remote- oder Cloud-basierte Live-Workflows schaffen. Solche Anwendungen seien bereits im Rahmen eines Pilotprojekts bei den Hahnenkamm-Rennen getestet worden.

Harald Kräuter, Direktor für Technik und Digitalisierung beim ORF, sagte: "Mit den neuen Eventfahrzeugen und dem modernisierten Netzwerk stellen wir die Live-Produktion des ORF auf ein zukunftssicheres, leistungsfähiges Fundament." Gleichzeitig entstehe Raum für neue und effizientere Produktionsformen.

Norbert Grill, CTO von Big Blue Marble, erklärte, die Kombination aus bewährter Broadcast-Zuverlässigkeit und neuer Technologie solle dem ORF mehr Flexibilität bei der Bildübertragung eröffnen. Peter Uher, Director A1 Public Sector, ergänzte, moderne Übertragungstechnologien seien die Grundlage für leistungsfähige Live-Produktionen und eine stabile Konnektivität.

Deutlich mehr Übertragungskapazität

Jedes der neuen Fahrzeuge kann bis zu 24 HD-Videosignale an das ORF-Zentrum sowie bis zu zwölf HD-Videosignale zurück zum Veranstaltungsort übertragen. Bislang waren maximal sechs Videosignale möglich.

Darüber hinaus verfügen die Fahrzeuge über eine Gigabit-LAN-Anbindung für Produktions- und Redaktionssysteme vor Ort sowie über bis zu acht unabhängige Intercom-Sprechverbindungen für die Kommunikation zwischen Produktionsteams, Regie und Mediencampus.

Zusätzlich ist ein Monitoring-System integriert, das sämtliche ein- und ausgehenden Signale sowie relevante Netzwerkparameter überwacht. Die Kontrolle erfolgt sowohl direkt am Veranstaltungsort als auch remote vom ORF-Mediencampus aus.

www.orf.at

www.bigbluemarble.com

www.a1.net

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