Fotos der Veranstaltung
Science4Care 2026 gab Einblicke in österreichische Spitzenforschung

| Larissa Bilovits 
| 17.06.2026

Auf Einladung von Hearts Sync Innovations und der Ärztekammer für Wien versammelten sich jüngst zahlreiche renommierte Branchenexpert:innen im k47 Wien, um über die Medizin von morgen zu diskutieren.

Medizinische Forschung war selten so dynamisch wie heute, und Österreich spielt dabei eine größere Rolle, als viele vermuten. Um diese Entwicklungen sichtbar zu machen, luden Hearts Sync Innovations und die Ärztekammer für Wien kürzlich zahlreiche Branchenexpert:innen zu "Science4Care 2026" ins k47 Wien. Unter dem Leitgedanken "Austrian High Impact Research" brachte der Abend führende Expert:innen aus Kardiologie, Herzchirurgie, Neurologie, Radiologie, Orthopädie, Unfallchirurgie und KI-gestützter Forschung zusammen.

Von der Herzchirurgie bis zur Transkathetertechnik

Begrüßt wurden die Gäste durch Martin Andreas (Referent für Spitzenforschung der Ärztekammer für Wien und Leiter der Herzchirurgie am Universitätsklinikum Graz) sowie Liliane Zillner (Gründerin von Heartport / Hearts Sync Innovations), bevor der Themenblock "Cardiology meets Cardiac Surgery", ebenfalls moderiert von Andreas, den inhaltlichen Auftakt markierte. Dabei stellte Naomi Pavo vom Ludwig Boltzmann Institut für Kardiovaskuläre Forschung aktuelle Updates aus der Herzinsuffizienzforschung vor. Weiters präsentierte Andreas eine neue Kanülierungstechnik, die künftig Schlaganfälle im herzchirurgischen Kontext verhindern soll, woraufhin Lukas Fiedler (Leiter der Interventionellen Kardiologie an der Privatklinik Confraternität) die Forschungsperspektive mit dem klinischen Alltag verband.

KI als Motor für intelligente Medizin

Der anschließende Block "The Future with AI", moderiert von Harald Widhalm (Oberarzt an der Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie) und Liliane Zillner, widmete sich dem Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf die Medizin und Forschung. Die Einführung in das Thema übernahm Oliver Kimberger (Forschungsgruppenleiter Perioperative Data Science), der in seinem Vortrag KI-gestützte Forschungsmodelle aus Anästhesie und perioperativer Versorgung vorstellte. Zillner zeigte schließlich AI-basierte Imaging Risk Scores für die Herzchirurgie. Georg Widhalm und Lisa Koerner von der Universitätsklinik Wien wiederum stellten neue Verfahren zur raschen Gewebecharakterisierung direkt im Operationssaal vor – gestützt auf eine Serie an Nature-Studien, die Widhalms neurochirurgische Forschung international sichtbar machen. Roxane Licandro (Leiterin der Early Life Image Analysis Group) ergänzte den Block mit Ergebnissen aus KI-gestützter fetaler MRT-Bildgebung.

Prävention, Prehabilitation und Female Empowerment

Im dritten Block "In the OR and Beyond" waren unter anderem Stefan Schaller (Klinikleiter der Universitätsklinik für Anästhesie) mit Forschung zu Prehabilitation und Langzeitfolgen intensivmedizinischer Behandlung, Harald Widhalm mit Ansätzen zur Versorgung hüftgelenksnaher Frakturen und Florian Wolf (stellvertretender Leiter der Abteilung für Kardiovaskuläre Bildgebung und Interventionelle Radiologie am AKH Wien) mit der Gelenksembolisation bei Arthroseschmerz vertreten. Darüber hinaus zeigte Katharina Kiss (Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie sowie Mitgründerin von TricValve P&F), wie ihr österreichisches Unternehmen mit neuen Ansätzen in der Transkathetertechnik bei Trikuspidalinsuffizienz nach erfolgreicher FDA-Zulassung nun den US-Markt erschließt – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie aus heimischer Forschung ein global beachtetes Produkt werden kann.

Den Abschluss bildete eine Paneldiskussion über KI als ermöglichende Infrastruktur in Wissenschaft und Gesundheitsversorgung, an der Martin Andreas, Ärztekammer-Vizepräsidentin Naghme Kamaleyan-Schmied und Roxane Licandro unter Moderation von Liliane Zillner teilnahmen.

Eindrücke vom Event finden Sie in der Galerie.

www.heartport.org

www.aekwien.at

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