Datenanalyse zeigt Preisunterschied
Wer pendelt, kann bis zu 1.000 Euro Mietkosten sparen

| Larissa Bilovits 
| 17.06.2026

Eine neue Miet-Map für Wien und Umgebung zeigt, wie stark sich die Angebotsmieten für eine 70 Quadratmeter Wohnung entlang der Bahnlinien unterscheiden – und wo sich der Blick über die Stadtgrenze besonders lohnt.

Wien bleibt auf dem freien Mietmarkt das teuerste Pflaster der Region. Für viele Wohnungssuchende sind die Preise in der Stadt schlicht nicht mehr leistbar, weshalb der Blick über die Stadtgrenze zunehmend attraktiver wird. Die neue ImmoScout24 Miet-Map (siehe Infobox) zeigt nun, wie stark die Angebotsmieten entlang der wichtigsten Bahnverbindungen rund um die Bundeshauptstadt variieren.

Bis zu 1.000 Euro Ersparnis möglich

Während eine Mietwohnung mit 70 Quadratmetern Wohnfläche in Wien je nach Lage zwischen 1.320 Euro im günstigeren 23. Bezirk Liesing und 1.790 Euro in der teuren Inneren Stadt kostet, lässt es sich laut Miet-Map anderswo deutlich günstiger wohnen. Wer etwa eine Pendelzeit von 30 bis 60 Minuten in Kauf nimmt, spart im Vergleich zu einer günstigen Wiener Wohnlage monatlich rund 660 Euro (Bruttomiete), gegenüber teuren Lagen sogar mehr als 1.000 Euro.

Wo sich Pendeln lohnt

Besonders günstig zeigt sich Melk: Dort kostet eine vergleichbare Wohnung im Schnitt nur 660 Euro – halb so viel wie im günstigsten Wiener Bezirk. Amstetten liegt bei 750 Euro, Hollabrunn bei 850 Euro. Gerade Amstetten punktet dabei mit einer guten Bahnverbindung, ist der Wiener Westbahnhof doch von dort in rund 60 Minuten erreichbar.

Ähnlich attraktiv für Sparfüchse sind Purkersdorf und Neulengbach mit je 880 Euro sowie Gänserndorf mit 900 Euro und Wiener Neustadt mit 920 Euro für eine 70-Quadratmeter-Wohnung. Letztere überzeugen auch verkehrstechnisch: Von Gänserndorf gelangt man in rund 30 Minuten zum Bahnhof Wien Praterstern, von Wiener Neustadt in etwa 30 Minuten zum Wiener Hauptbahnhof. Ebenfalls deutlich unter Wiener Niveau liegen Neusiedl am See und St. Pölten mit je 930 Euro, Mistelbach und Wolkersdorf mit je 960 Euro sowie Krems mit 970 Euro.

Miet-Map von ImmoScout24© ImmoScout24

Nähe zur Stadt hat ihren Preis

Im mittleren Segment bewegen sich Tulln und Klosterneuburg mit je 1.030 Euro, Schwechat und Bruck an der Leitha mit je 1.060 Euro sowie Baden mit durchschnittlich 1.065 Euro – trotz guter Anbindung noch deutlich unter Wiener Niveau.

Am stärksten nähern sich die Preise dem Hauptstadtmarkt in Korneuburg und Gerasdorf mit je 1.120 Euro sowie in Mödling, wo für eine vergleichbare Wohnung bereits 1.370 Euro fällig sind. 

www.immobilienscout24.at

Über die Datenanalyse

Die im Juni 2026 durchgeführte Analyse basiert auf 16.943 Datenpunkten aus dem Jahr 2026 der auf ImmoScout24.at veröffentlichten Angebotsdaten. Basis sind Bruttomieten, das heißt die Nettomiete plus Betriebskosten, exklusive Heiz- und Stromkosten. Als Berechnungsmethode für das statistische Mittel wurde der Median gewählt. Der Median hat im Gegensatz zum Mittelwert den Vorteil, dass er nicht durch wenige extrem billige oder wenige extrem teure Objekte verzerrt wird.

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Über die Datenanalyse

Die im Juni 2026 durchgeführte Analyse basiert auf 16.943 Datenpunkten aus dem Jahr 2026 der auf ImmoScout24.at veröffentlichten Angebotsdaten. Basis sind Bruttomieten, das heißt die Nettomiete plus Betriebskosten, exklusive Heiz- und Stromkosten. Als Berechnungsmethode für das statistische Mittel wurde der Median gewählt. Der Median hat im Gegensatz zum Mittelwert den Vorteil, dass er nicht durch wenige extrem billige oder wenige extrem teure Objekte verzerrt wird.

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