Vorbereitungen auf eine Pensionierungswelle
Salzburg AG stellt Weichen für den Generationenwechsel

Bis 2030 sollen rund 200 Mitarbeiter:innen in den Ruhestand treten. Das Unternehmen setzt daher verstärkt auf Wissenstransfer, generationenübergreifende Zusammenarbeit und eine strategische Personalplanung. 

Die demografische Entwicklung stellt Unternehmen zunehmend vor neue Herausforderungen. Während zahlreiche erfahrene Fachkräfte in den kommenden Jahren den Arbeitsmarkt verlassen, wird der Nachwuchs in vielen Bereichen knapper (siehe Infobox). Auch die Salzburg AG beschäftigt sich daher intensiv mit der Frage, wie Wissen langfristig gesichert und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Generationen gestärkt werden kann.

Wissenserhalt wird zur strategischen Aufgabe

Nach Angaben des Unternehmens werden bis 2030 rund 200 Mitarbeiter:innen der Salzburg AG in Pension gehen. Vor allem in technischen Berufen basiert ein großer Teil des vorhandenen Know-hows auf langjähriger Erfahrung. Dieses Wissen soll auch künftig im Unternehmen erhalten bleiben.

Vor diesem Hintergrund verankert die Salzburg AG das Thema Generationenwechsel in ihrer People-&-Culture-Strategie. Ziel sei es, Fachkompetenz zu sichern und gleichzeitig die Zusammenarbeit von Mitarbeiter:innen in unterschiedlichen Lebensphasen weiterzuentwickeln.

Monat der Vielfalt widmete sich Zukunftsfragen

Im Rahmen des europaweiten Monats der Vielfalt beteiligte sich die Salzburg AG bereits zum zweiten Mal an Initiativen rund um Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion. Im Mittelpunkt stand dabei das Thema Eigenverantwortung. In Vorträgen, Workshops und Dialogformaten setzten sich die Beschäftigten mit ihrem Beitrag zu einer respektvollen und erfolgreichen Zusammenarbeit auseinander.

Zum Auftakt sprach Unternehmerin und Diversitätsexpertin Tijen Onaran über Möglichkeiten, Barrieren in Unternehmen abzubauen und vorhandene Potenziale besser zu nutzen. Darüber hinaus wurden Forschungsergebnisse des Organisationspsychologen Stephan Alexander Böhm aufgegriffen. Diese sollen die Bedeutung von Wissenstransfer, generationenübergreifender Zusammenarbeit und unterschiedlichen Perspektiven für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen unterstreichen.

Weitere Impulse kamen von Ines Weber von der Universität Salzburg, die sich mit dem Zusammenhang zwischen Eigenverantwortung und Unternehmenskultur beschäftigte. Ergänzt wurde das Programm durch das Inklusionsformat "Aus anderer Sicht", bei dem Mitarbeitende im Blindenzelt und in einem Rollstuhl-Parcours Erfahrungen mit alltäglichen Barrieren sammeln konnten (LEADERSNET berichtete).

Altersstrukturen werden künftig systematisch analysiert

Ab 2026 will die Salzburg AG Altersstrukturen in sämtlichen Unternehmensbereichen systematisch erfassen und in die Personal- sowie Nachfolgeplanung integrieren. Gleichzeitig sollen lebensphasenorientierte Arbeitsmodelle weiterentwickelt und Formate für den generationenübergreifenden Wissenstransfer ausgebaut werden.

"Der Generationenwechsel zählt zu den größten Herausforderungen für Unternehmen in den kommenden Jahren. Wissen und Erfahrung, die über Jahrzehnte aufgebaut wurden, dürfen nicht verloren gehen. Unser Ziel ist es, beste Arbeitgeberin zu sein. Entscheidend wird sein, wie gut es uns gelingt, Wissen zu sichern und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Generationen zu stärken", sagt Michael Baminger, CEO der Salzburg AG.

www.salzburg-ag.at

Factbox: Generationenwechsel verändert den Arbeitsmarkt

.) Bis 2040 wird die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter (15–64 Jahre) in Österreich um 261.295 Personen zurückgehen.
.) Die Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen – das Rückgrat vieler Unternehmen – wird um 190.249 Personen schrumpfen.
.) Gleichzeitig wird die Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen um 183.420 Personen zurückgehen, da die geburtenstarken Jahrgänge schrittweise in Pension gehen.
.) Die Zahl der 15- bis 24-Jährigen wird bis 2030 österreichweit weitgehend stagnieren.
.) Die Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen wird laut Prognose in allen Bundesländern rückläufig sein.

Was bedeutet das?
Österreich verliert in den kommenden Jahren nicht nur erfahrene Arbeitskräfte. Gleichzeitig werden auch die nachrückenden Generationen kleiner. Für Unternehmen wird es deshalb zunehmend entscheidend, Wissen zu sichern, generationenübergreifende Zusammenarbeit zu stärken und das Potenzial aller Mitarbeitenden bestmöglich zu nutzen.

Quelle: AMS Report 187 "Fachkräftebedarfe in Österreich – Szenarien und Trends der Jahre 2030/2035" auf Basis von Statistik Austria und Wifo.

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Factbox: Generationenwechsel verändert den Arbeitsmarkt

.) Bis 2040 wird die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter (15–64 Jahre) in Österreich um 261.295 Personen zurückgehen.
.) Die Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen – das Rückgrat vieler Unternehmen – wird um 190.249 Personen schrumpfen.
.) Gleichzeitig wird die Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen um 183.420 Personen zurückgehen, da die geburtenstarken Jahrgänge schrittweise in Pension gehen.
.) Die Zahl der 15- bis 24-Jährigen wird bis 2030 österreichweit weitgehend stagnieren.
.) Die Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen wird laut Prognose in allen Bundesländern rückläufig sein.

Was bedeutet das?
Österreich verliert in den kommenden Jahren nicht nur erfahrene Arbeitskräfte. Gleichzeitig werden auch die nachrückenden Generationen kleiner. Für Unternehmen wird es deshalb zunehmend entscheidend, Wissen zu sichern, generationenübergreifende Zusammenarbeit zu stärken und das Potenzial aller Mitarbeitenden bestmöglich zu nutzen.

Quelle: AMS Report 187 "Fachkräftebedarfe in Österreich – Szenarien und Trends der Jahre 2030/2035" auf Basis von Statistik Austria und Wifo.

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