Neuron Automation
Peter Hanke empfing St. Pöltner KI-Unternehmen im Bundesministerium

| Larissa Bilovits 
| 01.06.2026

Neuron Automation entwickelt eine KI-gestützte Plattform, die dabei helfen soll, Maschinen und Roboter sicherer zu machen. Für das Projekt erhielt das Unternehmen eine FFG-Förderung. Aus diesem Anlass traf der Bundesminister kürzlich die Köpfe dahinter.

Funktionale Sicherheit zählt zu den zentralen Voraussetzungen für automatisierte Produktionsumgebungen, moderne Robotik und digitale Fabriken. Dabei geht es um jene Technik, die verhindern soll, dass Maschinen oder Roboter Menschen gefährden. Eine Lösung aus Niederösterreich soll genau diesen Bereich künftig beschleunigen: Neuron Automation aus St. Pölten arbeitet an einer KI-gestützten Plattform, die Sicherheitsingenieur:innen bei aufwendigen Entwicklungsprozessen unterstützen soll. Anlässlich der Forschungsförderung durch die FFG im Rahmen des Frontrunner-Programms empfing Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, kürzlich Vertreter:innen des Unternehmens im Bundesministerium.

KI bleibt Assistenzsystem

Im geförderten Projekt "Neuron Transforma" entwickelt das Unternehmen eine KI, die aus den Sicherheitsanforderungen einer Maschine eigenständig Vorschläge für Programmcode, Tests und Dokumentation ableiten soll. Aufgaben, die bislang oft einen großen Teil der Projektzeit beanspruchen, könnten dadurch deutlich schneller vorbereitet werden. Die endgültige Freigabe und Verantwortung sollen laut Unternehmen jedoch weiterhin beim Menschen bleiben.

Mit der Entwicklung positioniert sich Neuron Automation in einem Bereich, der für die Industrie zunehmend an Bedeutung gewinnt. Vollautomatisierte Produktionsumgebungen, Robotik-Anwendungen und perspektivisch auch humanoide Systeme stellen hohe Anforderungen an verlässliche Sicherheitslösungen.

Relevanz für den Industriestandort

Für Österreich könnte die Entwicklung laut Unternehmen in zweifacher Hinsicht relevant sein: Einerseits entsteht eine Technologie für industrielle Zukunftsbereiche im Land, andererseits sollen Unternehmen, die solche Lösungen einsetzen, ihre Entwicklungsprozesse effizienter gestalten können. Gerade in einem Umfeld verschärfter EU-Regeln wie der Maschinenverordnung und des Cyber Resilience Act kann die Geschwindigkeit, mit der Sicherheitsanforderungen umgesetzt und dokumentiert werden, auch über den Marktzugang mitentscheiden.

"Sicherheit darf nicht bedeuten, dass jeder Hersteller wieder bei null beginnt. Wir industrialisieren Sicherheit 'Made in Austria', für die Welt", so Michael Plankensteiner, CEO von Neuron Automation.

www.neuron-automation.eu

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