Festival mit Hits & Legenden
Drei Tage voller Wienliebe ließen die Herzen der Stadt höherschlagen

Zehntausende feierten bei freiem Eintritt die Vielfalt der Stadt. Von der feierlichen Ehrung der Fußball-Ikonen Hans Krankl und Herbert Prohaska über den legendären Auftritt von Wolfgang Ambros bis zu den nachgeholten Musical-Highlights des Song Contests wurde die Bundeshauptstadt zum pulsierenden Mittelpunkt der heimischen Kulturszene.

Das Wienliebe Festival verwandelte den Rathausplatz am Pfingstwochenende in einen lebendigen Treffpunkt für Wiener Kultur und Lebensart. Drei Tage lang nutzten Zehntausende die Gelegenheit, bei freiem Eintritt zwischen Kulinarik, Kunsthandwerk und zwei Live-Bühnen zu flanieren. Organisiert von der Stadt Wien in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Wien (WKW), präsentierte sich die Bundeshauptstadt auf diese Weise als lebenswerte, vielseitige und internationale Metropole. 

Gold für die "Wiener Originale" Krankl und Prohaska

Ein emotionaler Höhepunkt des Wochenendes spielte sich direkt im Rahmen der offiziellen Eröffnung ab. Mit Hans Krankl und Herbert Prohaska wurden zwei prägende Persönlichkeiten der Wiener Fußballgeschichte mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien ausgezeichnet. Die Ehrung wurde von Bürgermeister Michael Ludwig gemeinsam mit Wirtschaftskammer-Präsident Walter Ruck im feierlichen Rahmen auf der großen Festivalbühne vorgenommen. Bürgermeister Ludwig würdigte die beiden Ausgezeichneten in seiner Rede als echte Identitätsstifter und betonte, dass Hans Krankl und Herbert Prohaska Wiener Originale seien, die über Jahrzehnte hinweg nicht nur sportliche Höchstleistungen erbracht, sondern auch die Identität der Stadt maßgeblich mitgeprägt haben. 

Ruck betonte ergänzend, die beiden seien "Botschafter einer lebendigen Wiener Kultur, die Sport, Wirtschaft und Gesellschaft verbindet und international sichtbar macht. Beide stehen für Authentizität, Leidenschaft und eine tiefe Verbundenheit mit Wien – und sind damit weit über den Fußball hinaus eine echte Visitenkarte unserer Stadt". Krankl griff anschließend selbst zum Mikrofon und spielte als "Johann K." gemeinsam mit Monti Beton auf der Bühne. 

Programm auf zwei Bühnen

Das Festival basierte heuer auf einem erweiterten Vier-Säulen-Modell, das die verschiedenen Facetten der Stadt spürbar machen sollte und durch die neue Säule des Sports ergänzt wurde. Im Bereich der Wiener Kultur standen zwei Bühnen im Rampenlicht. Während die Wienerlied-Bühne im Rathauspark an allen Tagen ein Setting für traditionelle Klänge und musikalische Begegnungen bot, wechselte das Genre auf der großen Hauptbühne täglich. 

So stand der Samstag ganz im Zeichen des Austropop und gipfelte in einem Auftritt von Special Guest Wolfgang Ambros. Am Sonntag folgten Wiener Tanztraditionen und Musical-Highlights. Das Ensemble der Vereinigten Bühnen Wien holte mit namhaften Solist:innen das wetterbedingt abgesagte Konzert "Musical meets Song Contest" nach und präsentierte Eurovision-Hits der europäischen Musikgeschichte im neuen Gewand. Mit dabei waren etwa Ana Milva Gomes, Moritz Mausser, Nienke Latten, Vincent Bueno, Charles Kreische und Klaudia Dodes. Der Montag gehörte schließlich ganz den Newcomer:innen und modernen Sounds der jungen Wiener Musikszene. In Kooperation mit W24 standen auf der großen Bühne die Austropop-Newcomer-Band Kosta Quanta, die Amadeus-Award-nominierte Pippa, Singer-Songwriter Felix Kramer sowie Dialekt-Pop-Künstlerin Anna Buchegger und Indie-Austropop-Entdeckung Laurenz Nikolaus.

Wienliebe geht durch den Magen

Neben der Kultur bildet die Kulinarik eine weitere Säule des Wienliebe Festivals. Für das leibliche Wohl sorgten heuer insgesamt 14 Gastronomiebetriebe. Das Angebot spiegelte die gesamte Vielfalt der Wiener Küche wider und reichte von traditionellen Klassikern wie Schnitzel, Kaiserschmarrn und Würsteln bis zu internationalen Einflüssen wie Kebab, Pasta und Burger.

Als dritte Säule wurde das Kunsthandwerk schließlich von 15 Betrieben repräsentiert, deren Angebot von Schmuck über Textilien bis zu weiteren Gewerken reichte. Sie unterstreichen die Bedeutung des Wiener Handwerks als festen Teil der städtischen Identität. 

Vierte, neue Säule

Als vierte Säule feierte der Sport seine Premiere beim Festival. Jeweils von 11 bis 16 Uhr verwandelte sich das Areal am Wochenende in eine abwechslungsreiche Bewegungszone. Mitmachstationen, Showformate und Sportangebote für alle Altersgruppen machten Bewegung in der Stadt niederschwellig sichtbar und erlebbar.

Nachhaltigkeit im Fokus

Hinter den Kulissen setzte das Festival auf ein Umweltkonzept und wurde als zertifiziertes ÖkoEvent durchgeführt. Neben einem hohen Anteil an Bio-Produkten sowie einer breiten Auswahl an veganen und vegetarischen Speisen sorgten der flächendeckende Einsatz von Mehrweggeschirr und umfassende Maßnahmen zur Abfallvermeidung für eine saubere ökologische Bilanz. Für zusätzlichen Service sorgte der Vorteilsclub der Stadt Wien, der mit insgesamt neun Partner:innen vor Ort vertreten war und die Mitglieder mit exklusiven Angeboten und Gewinnspielen direkt auf dem Festivalgelände versorgte.

www.wien.gv.at/spezial/wienliebe

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