Zahl der Unfälle steigt
Diese Risiken bringt die Grillsaison mit sich

| Redaktion 
| 12.05.2026

Mit Beginn der warmen Monate steigt in Österreich nicht nur die Zahl der Grillfeste, sondern auch die der Unfälle. Laut Helvetia landen jedes Jahr rund 700 Menschen nach Grillunfällen im Krankenhaus. 

Grillen ist für viele Österreicher:innen fixer Bestandteil der warmen Jahreszeit. Laut aktuellen Erhebungen greifen rund 78 Prozent zumindest gelegentlich zum Grill, fast jede zweite Person grillt sogar mehrmals pro Monat. Parallel dazu wächst auch der Markt für Grill- und Bratgeräte weiter.

Prognosen zufolge soll der Umsatz in diesem Segment in Österreich bis 2030 deutlich steigen. Besonders häufig gegrillt wird in Vorarlberg und Tirol, gefolgt von Oberösterreich und Salzburg.

Verbrennungen sind die häufigste Folge

Mit der steigenden Beliebtheit nehmen auch die Risiken zu. Jährlich müssen laut Helvetia rund 700 Menschen nach Grillunfällen im Krankenhaus behandelt werden. Etwa die Hälfte der Verletzten erleidet Verbrennungen. Daneben zählen Schnittverletzungen und Stürze zu den häufigsten Unfallfolgen.

"Viele Grillunfälle passieren durch Unachtsamkeit oder falsche Anzündhilfen. Besonders gefährlich sind Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin", warnt Andreas Gruber, Vorstand für Schaden-Unfall bei Helvetia Österreich.

Auch Kinder sind von solchen Unfällen betroffen. Laut den vorliegenden Daten entfallen 13 Prozent der Grillverletzungen auf Kinder unter 14 Jahren. Häufig betroffen sind dabei Gesicht und Oberkörper.

Worauf beim Grillen geachtet werden sollte

Um das Risiko zu verringern, empfiehlt die Versicherung mehrere Sicherheitsmaßnahmen. Der Grill sollte stabil und windgeschützt aufgestellt werden. Außerdem sei ausreichend Abstand zu brennbaren Gegenständen wichtig.

Verwendet werden sollten ausschließlich geeignete Grillanzünder. Von Brandbeschleunigern wird ausdrücklich abgeraten. Zusätzlich sollte der Grill nie unbeaufsichtigt bleiben. Kinder sollten sich nicht in unmittelbarer Nähe aufhalten.

Empfohlen wird außerdem, Wasser oder andere Löschmittel bereitzuhalten und die Restglut nach dem Grillen vollständig zu löschen.

Versicherungsschutz bei Schäden

Viele Grillunfälle passieren im privaten Umfeld und können sowohl Personen- als auch Sachschäden verursachen. Eine private Unfallversicherung könne laut Helvetia finanzielle Unterstützung leisten, etwa bei Behandlungskosten oder bleibenden gesundheitlichen Folgen.

Für Haushaltsversicherungskund:innen bietet Helvetia zudem das Zusatzpaket "Wellness & Garten" an, in dem unter anderem Griller und Outdoor-Küchen mitversichert sind. "Gerade bei Freizeitaktivitäten im Garten kann es schnell zu Sach- oder Personenschäden kommen", sagt Gruber und ergänzt: "Was viele unterschätzen: Die Folgekosten solcher Unfälle sind gesetzlich nicht ausreichend abgesichert. Ohne entsprechende Versicherung bleiben Betroffene im schlimmsten Fall auf hohen Kosten sitzen – bis hin zu existenzbedrohenden Belastungen."

Laut den von Helevetia angeführten Zahlen wurden 2024 im österreichischen Freizeitbereich rund 265.000 Verletzte registriert. Gleichzeitig ist die Zahl der Schadens- und Leistungsfälle in der privaten Unfallversicherung in den vergangenen zehn Jahren um 26 Prozent gestiegen.

www.helvetia.at

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