Einkaufen wie anno 2019
Penny bringt alte Preise zurück ins Regal

| Wolfgang Zechner 
| 12.05.2026

Mit der Kampagne "Preise wie früher" setzt der Rewe-Diskonter ein offensives Signal im heimischen Diskontermarkt. Produkte werden temporär auf Preisniveaus vergangener Jahre zurückgesetzt. Dahinter steckt mehr als nur klassische Aktionspolitik.

Die Botschaft ist bewusst einfach gehalten: Einkaufen soll wieder günstiger werden. Penny startet deshalb eine neue Preisoffensive und senkt im Rahmen der Kampagne "Preise wie früher" zahlreiche Produkte auf Preisniveaus der vergangenen Jahre. Teilweise geht der Diskonter dabei sogar auf die Zeit vor Corona zurück.

"Wir wollten das Thema Preise wieder positiv belegen und unseren Kund:innen etwas zurückgeben", erklärt Penny Österreich-Geschäftsführer Johannes Greller im Gespräch mit KEYaccount-Herausgeber Wolfgang Zechner. "Wir gehen wirklich bis in die Vorkrisenzeit zurück, um zu zeigen: Es ist nicht alles immer nur teurer geworden."

Konkret läuft die Aktion von 13. Mai bis 10. Juni. Jede Woche werden dabei zehn Produkte auf frühere Preisniveaus zurückgesetzt, insgesamt umfasst die Kampagne damit 40 Artikel. Im Herbst soll eine zweite Welle mit weiteren 40 Produkten folgen. Laut Unternehmen liegen die Preise durchschnittlich um rund 38 Prozent unter dem aktuellen Niveau.

Preisdruck bleibt zentrales Thema

Der Schritt kommt nicht zufällig. Laut interner Rewe-Erhebung muss sich rund ein Viertel der Österreicher:innen finanziell einschränken. Gleichzeitig geben Haushalte laut Statistik Austria durchschnittlich rund zwölf Prozent ihres Budgets für Lebensmittel aus. Penny positioniert sich dabei bewusst als Diskonter mit dauerhaft günstigen Preisen statt komplizierter Rabattmechaniken. Bereits zuvor wurden laut Unternehmen mehr als 300 Produkte dauerhaft im Preis gesenkt, darunter Bananen, Gurken oder Champignons. "Immer dann, wenn wir Preisvorteile weitergeben können, machen wir das auch", so Greller.

Modernisierung läuft parallel weiter

Trotz des starken Fokus auf Preisaggressivität investiert Penny gleichzeitig weiter in den Ausbau und die Modernisierung des Filialnetzes. In den kommenden drei Jahren sollen rund 90 Millionen Euro in neue Standorte und modernisierte Märkte fließen. Bereits mehr als 100 Filialen präsentieren sich laut Unternehmen im neuen Gewand. Penny setzt dabei verstärkt auf Frischebereiche für Fleisch, Obst, Gemüse sowie Brot und Gebäck.

Auch wirtschaftlich sieht sich der Diskonter stabil unterwegs. "Wir haben zwei Jahre massives Wachstum gehabt und konnten unseren Umsatz zuletzt stabil halten", erklärt Greller. Man wachse weiterhin organisch, auch wenn die wirtschaftliche Lage herausfordernd bleibe.

www.penny.at

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