Future of Home Report
Warum gesundes Raumklima im eigenen Zuhause oft auf der Strecke bleibt

Eine aktuelle Studie zeigt ein sogenanntes "Komfort-Paradoxon": Demnach ist vielen zwar bewusst, wie wichtig ein gutes Raumklima für das Wohlbefinden ist, im Alltag wird jedoch oft anders gehandelt. Um die Wohnsituation zu verbessern, wird zudem häufiger renoviert als umgezogen.

Obwohl vielen bewusst ist, wie stark Faktoren wie Tageslicht, Temperatur, Luftqualität und Lärm das Wohnen beeinflussen, greifen im Alltag viele weiterhin zu kurzfristigen Maßnahmen wie ganztags geschlossenen Vorhängen im Sommer (52%) oder ausbleibendem Lüften im Winter, um Energie zu sparen (38%). Darauf verweist der erstmals veröffentlichte "Future of Home Report" von Velux, für den 9.000 Personen in sechs europäischen Ländern zu den Themen Wohnen und Raumklima befragt wurden (siehe Infobox). Die vom Dachfensterhersteller in Auftrag gegebene Studie zeigt damit ein "Komfort-Paradoxon": Knapp ein Drittel sieht sich durch schlechte Luftqualität in Produktivität und Konzentration beeinträchtigt (30%), fast die Hälfte berichtet von negativen Folgen kalter Wohnräume auf das körperliche Wohlbefinden (46%) und mehr als ein Viertel leidet in den warmen Monaten unter Hitze in den eigenen vier Wänden (26%), die sich vor allem auf den Schlaf (69%) und das allgemeine Wohlbefinden (47%) auswirkt.

Ästhetik bleibt bei Renovierungen oft wichtiger als Raumklima

Dass zwischen Wissen und Handeln eine Lücke klafft, zeigt sich auch bei Renovierungen. Ausschlaggeben für eine solche war bei vielen Befragten europaweit vor allem der Wunsch, das eigene Zuhause optisch aufzuwerten (43%), während Maßnahmen zur besseren Wärmeregulierung deutlich seltener im Vordergrund standen (15%). In Österreich fällt der Blick auf Sanierungen etwas pragmatischer aus: Mehr als ein Drittel der Befragten modernisierte in den vergangenen Jahren mit dem Ziel, die Energieeffizienz zu verbessern (35%), zugleich spielte aber auch hier das Erscheinungsbild der eigenen vier Wände eine wichtige Rolle (40%). Auffällig ist zudem, dass hierzulande häufiger renoviert als umgezogen wird, wenn die Wohnsituation verbessert werden soll: Mehr als die Hälfte der Befragten in Österreich hat in den vergangenen fünf Jahren saniert (53%), während nur knapp ein Drittel einen Wohnortswechsel vorgenommen hat (30%).

Trotzdem bleibt die Modernisierung für viele ein Vorhaben, das an den Rahmenbedingungen scheitert. Als größtes Hindernis nennen die heimischen Befragten die Kosten (42%), dahinter folgen fehlende Zeit (31%), Umzugsmöglichkeiten (29%) und fehlende Kenntnisse (17%). Die Studie legt damit nahe, dass unzureichende Wohnverhältnisse oft nicht aus mangelndem Problembewusstsein bestehen bleiben, sondern vor allem aus praktischen und finanziellen Gründen.

Jüngere gehen Veränderungen gezielter an

Unterschiede zeigt der Report auch zwischen den Generationen. Vor allem jüngere Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren gehen laut Studie lösungsorientierter an die Verbesserung ihres Wohnumfelds heran und achten stärker auf den Einfluss von Tageslicht als ältere Altersgruppen. Mehr als ein Viertel von ihnen gibt an, bereits gezielt Maßnahmen für besseren Lichteinfall umgesetzt zu haben (27%), während der Durchschnitt über alle Altersgruppen hinweg niedriger liegt (22%). Ebenso viele aus dieser Altersgruppe wollen Tageslicht auch bei künftigen Renovierungen stärker berücksichtigen. Zudem haben 18- bis 29-Jährige zuletzt besonders häufig Fassadenfenster, Dachgauben oder verglaste Türen ersetzt oder neu eingebaut (31%), während dieser Wert im Durchschnitt aller Altersgruppen darunter liegt (27%).

"Unsere Forschung zeigt ein klares 'Komfort-Paradoxon': Menschen wissen, dass Tageslicht, frische Luft und die richtige Temperatur entscheidend für ihr Wohlbefinden sind, dennoch entsprechen Wohnräume diesen Bedürfnissen oft nicht. Die Art und Weise, wie wir Wohnräume entwerfen und renovieren, neu zu denken, ist eine der wirkungsvollsten Möglichkeiten, um ein gesünderes und komfortableres tägliches Leben zu ermöglichen", kommentiert Mads Jul Hansen, Insights Manager von Velux, die Ergebnisse abschließend.

Den gesamten Report finden Sie hier.

www.velux.at

Über die Studie

Für den Future of Home Report wurden 9.000 Hausbesitzer:innen und Mieter:innen in sechs europäischen Ländern (Österreich, Deutschland, UK, Schweiz, Schweden, Dänemark) befragt. Der Future of Home Report greift zentrale Diskussionen rund um das Thema Wohnen auf. Die Untersuchung konzentriert sich zudem nicht auf luxuriöse Renovierungen, sondern auf durchdachte und langfristige Designentscheidungen, die für mehr Tageslicht, frische Luft und Lösungen für ganzjährigen Wohnkomfort sorgen.

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Über die Studie

Für den Future of Home Report wurden 9.000 Hausbesitzer:innen und Mieter:innen in sechs europäischen Ländern (Österreich, Deutschland, UK, Schweiz, Schweden, Dänemark) befragt. Der Future of Home Report greift zentrale Diskussionen rund um das Thema Wohnen auf. Die Untersuchung konzentriert sich zudem nicht auf luxuriöse Renovierungen, sondern auf durchdachte und langfristige Designentscheidungen, die für mehr Tageslicht, frische Luft und Lösungen für ganzjährigen Wohnkomfort sorgen.

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