Positive Geschäftsentwicklung
Neuroth investiert in audiologische Qualität und globalen Gehörschutz

Nach einem starken Geschäftsjahr 2024/25 mit einem Umsatz von 212 Millionen Euro investiert der Hörakustiker in neue Qualitätsstandards und setzt damit weitere Initiativen zur nachhaltigen Stärkung der Hörversorgung. 

Die Neuroth-Gruppe hat das Wirtschaftsjahr 2024/25 mit einem deutlichen Umsatzplus abgeschlossen. So steigerte das Unternehmen seine Erlöse um mehr als 19 Prozent von 177 auf 212 Millionen Euro. Zurückzuführen sei der Zuwachs primär auf die Erstkonsolidierung der 2024 übernommenen Schweizer Tochter "Misenso", den Neueröffnungen in Südosteuropa und den positiven Währungseffekten. 

Stärkung auf internationaler Ebene

Mit rund 1.550 Mitarbeiter:innen betreibt der Hörakustiker aktuell über 300 Standorte in acht Ländern. Österreich bleibe dabei allerdings der wichtigste Markt, da die 142 Standorte 58 Prozent zum Gesamtumsatz beisteuern. Neben der geografischen Expansion stehen im aktuellen Geschäftsjahr vor allem neue audiologische Standards und der internationale Ausbau des Bereichs Gehörschutz im Fokus der Unternehmensstrategie. 

"Wir freuen uns über unsere positive kontinuierliche Weiterentwicklung und dass der Bedarf an Hörlösungen weiter steigt", so Lukas Schinko, CEO der Neuroth-Gruppe. "Wir bewegen uns derzeit in einem sehr dynamischen Marktumfeld – das reicht von Kostensteigerungen über sich verändernde Kundenbedürfnisse bis hin zum digitalen Wandel. Das Marktwachstum hält an, liegt aber unter den Prognosen. Umso wichtiger ist es uns, nachhaltig in die Qualität der Hörversorgung unserer Kundinnen und Kunden zu investieren."

Wachstum in Südeuropa und neue Technologien 

Laut Schinko bleibe Südeuropa der größte Wachstumsmarkt. So gibt es in den Ländern Slowenien, Kroatien, Serbien und Bosnien-Herzegowina mittlerweile 58 Standorte, bei denen mit fast 20 Prozent das Umsatzplus im Ländervergleich am höchsten ausfiel. Ein neuer, zusätzlicher Produktionsstandort in Belgrad befinde sich gerade in der Finalisierungsphase. "Von Belgrad aus werden künftig die wichtigsten Nicht-EU-Märkte Serbien und Bosnien-Herzegowina direkt beliefert, wovon unsere Kundinnen in der Region stark profitieren werden", sagt Schinko. 

Insgesamt habe die Neuroth-Gruppe rund sechs Prozent mehr Menschen mit Hörgeräten als im Jahr davor versorgt. Besonders die Nachfrage nach Hörgeräten mit neuen Technologien sei dabei gestiegen, wie Schinko erklärt: "Smarte Hörgeräte nutzen heute zum Beispiel KI, um sich automatisch an jede Hörsituation anzupassen." Rund jedes zweite verkaufte Hörgerät von Neuroth hierzulande sei mittlerweile ein Akku-Hörgerät. Im Vorjahr erfolgte zudem der Launch des bisher kleinsten Im-Ohr-Hörgeräts mit integriertem Akku unter der Eigenmarke "Viennatone". 

Setzen neuer Qualitätsstandards

In diesem Jahr beabsichtigt der Hörakustiker ein starkes Zeichen für die Zukunft der Hörversorgung zu setzen und investiert daher gruppenweit in neue audiologische Qualitätsstandards. Nach und nach sollen alle Fachinstitute und Hörcenter flächendeckend mit neuen Audiometern, Video-Otoskopie-Systemen und innovativen Tools zur Simulation realer Hörsituationen ausgestattet werden. 

"Hören ist sehr subjektiv. Unsere neue audiologische Ausstattung ermöglicht es künftig, Hörerfolge nicht nur messbar, sondern auch sicht- und spürbar zu machen. Somit können wir zum Beispiel Vorher-Nachher-Effekte während der Hörversorgung noch besser demonstrieren und künftig noch individueller auf unsere Kundinnen und Kunden eingehen", erklärt der CEO. Damit würde Neuroth nicht nur das Kundenerlebnis stärken, sondern neue einheitliche Qualitätsstandards in allen Ländern setzen, in denen das Unternehmen vertreten ist. 

Ausbau des Gehörschutz-Segments 

Ebenfalls gewachsen ist auch das Geschäftsfeld "Gehörschutz". Hier verzeichnete das Unternehmen mit seiner Marke "earwear" im B2C-Bereich ein gruppenweites Plus von acht Prozent. Am gefragtesten sei ein individuell angepasster Gehörschutz zum Schlafen, gefolgt vom Schwimmschutz. "Unser B2B-Fokus lag bisher vor allem auf Österreich, zukünftig wollen wir auch bei Industriekunden in der Schweiz und in Südosteuropa stärker reüssieren", so Schinko weiter. 

Zudem sei der globale Markt für Gehörschutz durch ein Ungewicht geprägt. Denn zwei Milliarden Einwegprodukte würden rund 65 Millionen wiederverwendbaren Sets gegenüberstehen. Laut der Unternehmensführung deute dieser Vergleich auf ein wachsendes Marktpotenzial für langlebige Lösungen hin, das durch ein steigendes Gesundheitsbewusstsein getrieben werde. Dennoch sieht Schinko weiterhin Aufklärungsbedarf, da Hörverluste oft noch stigmatisiert seien. Um die Sensibilisierung für das Thema weiter voranzutreiben, startete das Unternehmen Anfang des Jahres in Österreich die Initiative "HörVerstehen". Im Rahmen einer eigenen Live-Konzerttour soll unter diesem Motto bei freiem Eintritt auf künstlerische und emotionale Art und Weise auf die Wichtigkeit des Hörsinns aufmerksam gemacht werden (LEADERSNET berichtete). Einen Eindruck können Sie mittels Galerie hier und hier gewinnen. 

www.neuroth.com

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