Modekette Jones ist erneut insolvent: 141 Jobs betroffen

| Tobias Seifried 
| 30.11.2023

Passiva in Höhe von rund vier Millionen Euro führten nun zur zweiten Pleite des Familienunternehmens binnen weniger Jahre.

Inmitten der (harten) Verhandlungen über einen neuen Kollektivvertrag für die Handelsangestellten, bei denen es auch in der vierten Runde keine Einigung gab (LEADERSNET berichtete), schlitterte ein bekanntes Unternehmen der Branche in die Insolvenz. Gemeint ist die "Rose Gesellschaft m.b.H.", die unter dem Namen Jones bekannt ist. Das österreichische Familienunternehmen mit  Sitz in Wien ist diesbezüglich ein gebranntes Kind. Jones war nämlich bereits im Jahr 2019 insolvent und hat im Rahmen der damaligen Sanierung einige Filialen geschlossen. 

140 Mitarbeiter:innen

Aktuell betreibt Jones in Österreich 29 eigene Standorte. Zudem werden acht Filialen von Franchisenehmer:innen geführt und es gibt vier Shops in Store (SIS), die allesamt von der Insolvenz nicht betroffen sind. Laut dem KSV1870 belaufen sich die Passiva auf rund vier Millionen Euro. Dem Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) zufolge sind 26 Gläubiger:innen und 141 Dienstnehmer:innen, davon 30 in der Unternehmenszentrale in Wien, betroffen.

Gründe und Zukunftspläne

Ursachen für die Insolvenz sollen Auswirkungen der Corona-Pandemie, die harte Online-Konkurrenz sowie gestiegene Energie- und Personalkosten sein. Wie bereits nach der ersten Pleite plant Jones eine Fortführung des Unternehmens. Dabei soll auch der Online-Handel ausgebaut werden.

Ob die Sanierung gelingt, werden die nächsten Wochen zeigen. Den Gläubiger:innen wird eine Quote von 20 Prozent, zahlbar binnen zwei Jahren, angeboten.

www.jones-fashion.com

www.ksv.at

www.akv.at

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