Die Pandemie und Cyberattacken wurden bzw. werden von globalen risk engineers seit Jahren als Top-Gefahren für Unternehmer aber auch für Einzelpersonen gelistet. Dass Panzer durch Europa rollen, konnte jedoch niemand vorhersehen. Die Auswirkungen von Cyberattacken sind, wie vielen schmerzlich bekannt ist, tiefgreifend und machen vor niemandem halt. Die fälschliche Annahme, man sei mit seinen Daten bzw. seinem Unternehmen ohnehin nicht interessant für einen Hacker, hat oft fatale Konsequenzen.
Der österreichische Cyberversicherungsmarkt ist immer noch sehr heterogen und eine Marktkonsolidierung ist bis dato nicht eingetreten. Die Versicherungswirtschaft bietet individuelle Lösungen für nahezu jeden Kunden und arbeitet was Deckungsvarianten anbelangt häufig mit dem Baukastenprinzip.
Cyberversicherer nehmen aktuell Prämienanpassungen vor und fordern tendenziell (strengere) Mindestanforderungen, aufgrund des teilweise ungenügenden IT-Sicherheitsniveaus österreichischer Unternehmen.

Helmut Mojescick, Fachgruppen-Obmann der Wiener Versicherungsmakler © Wiener Versicherungsmakler
Angriffe werden komplexer und aufgrund neuer Technologien existieren immer mehr Cyberbedrohungen. Was tun im Ernstfall? Wie kann eine Cyberversicherung helfen? Je nach Ausgestaltung der Cyberversicherungspolizze, steht ein Team an externen Beratern zur Verfügung. Forensische Untersuchungen werden angestellt, Krisenkommunikation wird betrieben, soweit möglich wird Schadensbegrenzung angestrebt. Schäden aus Betriebsunterbrechungen, Kosten für Datenwiederherstellung, Ersatz des Vermögensschadens, Schadensersatzverpflichtungen oder auch Lösegeldforderungen können von einer Cyberversicherung gedeckt sein. Aber auch die Erfüllung von Datenschutzpflichten und Marketingmaßnahmen wegen Imageschäden können je nach Ausgestaltung vom Cyberversicherungsvertrag mit umfasst sein. Man stelle sich die Kosten vor, die all diese Einzelmaßnahmen nach sich ziehen. Prämienanpassungen sind für die Kunden stets unangenehm, erscheinen aber vor diesem Hintergrund plausibel.
Die Cyberversicherung ist allerdings kein Allheilmittel. Präventionsmaßnahmen können durch eine Versicherung niemals ausgelagert werden.
Wie bei allen Versicherungsverträgen empfiehlt es sich die jeweiligen Risikoausschlüsse und Obliegenheiten vorab einer umfassenden Prüfung zu unterziehen.
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