Endproduktion von weiteren Automarken
Magna Graz vor zwei Großaufträgen aus China: 1.000 neue Jobs möglich

Beim Auftragsfertiger könnten schon bald weitere chinesische Automarken vom Band laufen. Laut einem Medienbericht stehen die Verträge kurz vor dem Abschluss. Für die Beschäftigung wären die Auswirkungen erheblich.

Für den Automobilstandort Graz zeichnet sich ein deutlicher Aufschwung ab. Magna Steyr steht offenbar kurz vor Vereinbarungen mit zwei weiteren chinesischen Autoherstellern. Wie die Kleine Zeitung unter Berufung auf Industriekreise berichtet, könnten die geplanten Produktionsaufträge von SAIC beziehungsweise dessen Marke MG und Changan beim heimischen Der Auftragsfertiger mindestens 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Offiziell bestätigt sind die Verhandlungen allerdings nicht.

Produktionsstart bereits 2027 möglich

Der Vertrag mit MG könnte dem Bericht zufolge schon in Kürze unterzeichnet werden. Als möglicher Produktionsbeginn wird Mai 2027 genannt. Im Raum steht ein Volumen von deutlich mehr als 50.000 Fahrzeugen.

Im Spätherbst 2027 könnte Changan folgen. Hier ist von mehr als 150.000 Fahrzeugen jährlich und bis zu sechs Modellen die Rede. Auch heimische Zulieferbetriebe könnten von den zusätzlichen Aufträgen profitieren, da eine stärkere lokale Fertigung von Komponenten vorgesehen sein soll. Die Suche nach zusätzlichem Personal habe laut dem Bericht bereits begonnen.

Magna selbst äußert sich zurückhaltend und verweist darauf, mögliche künftige Projekte grundsätzlich nicht zu kommentieren.

China-Geschäft gewinnt an Bedeutung

Schon jetzt arbeitet Magna in Graz neben Mercedes (G-Klasse) auch mit mehreren chinesischen Herstellern zusammen. Dazu zählt GAC, dessen Elektroautos Aion V und Aion UT am Standort endgefertigt werden. LEADERSNET Automotive berichtete bereits über den Österreich-Start der beiden Modelle und nahm sie anschließend in zwei Tests unter die Lupe.

Auch für Xpeng ist der Grazer Standort bereits tätig (LEADERSNET berichtete). Die chinesische Marke baut parallel ihre Präsenz in Österreich aus und eröffnete heuer u.a. einen Verkaufsstandort in Wien.

Auch slowenisches Werk könnte profitieren

Die möglichen neuen Aufträge könnten sich zudem auf das Magna-Werk im slowenischen Hoče auswirken. Dort wird laut Kleiner Zeitung über eine vollständige Fahrzeugmontage ab Ende 2028 beziehungsweise Anfang 2029 spekuliert. Im Gespräch ist ein Gemeinschaftsprojekt mit Xpeng, das auf rund 100.000 Fahrzeuge pro Jahr ausgelegt sein könnte.

Sollten die angekündigten Vereinbarungen tatsächlich zustande kommen, würde Magna seine Rolle als europäischer Fertigungspartner chinesischer Automobilkonzerne deutlich ausbauen.

www.magna.com

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