Fitnessgeräte für zu Hause
Österreich ist Europameister bei Sportgeräten für die eigenen vier Wände

Ob Yogamatte, Hanteln oder Hometrainer: Österreichs Haushalte sind besonders gut mit Sportgeräten ausgestattet. Laut einer aktuelen Umfrage besitzen mehr als drei Viertel der österreichischen Haushalte entsprechende Geräte. 

Sport in den eigenen vier Wänden erfreut sich in Österreich großer Beliebtheit, zumindest wenn man die Ausstattung betrachtet. Eine repräsentative Befragung von YouGov im Auftrag des Onlinehändlers Galaxus zeigt, dass hierzulande besonders viele Fitnessgeräte vorhanden sind. Auf jede befragte Person kommen im Durchschnitt fast drei Sportgeräte. In Frankreich sind es weniger als zwei, in der Schweiz etwas mehr als zwei. Ganz ohne Sportgerät lebt in Österreich nur rund jede sechste Person, in Frankreich hingegen jede dritte.

Yogamatten führen die Rangliste an

Das beliebteste Sportgerät für zu Hause ist in allen fünf untersuchten Ländern die Yogamatte. In der Schweiz besitzt fast die Hälfte der Bevölkerung eine, in Frankreich rund ein Drittel. Dahinter folgen Gewichte und Fitnessbänder. Größere Trainingsgeräte wie Kraftstationen oder Rudergeräte sind dagegen deutlich seltener anzutreffen. Eine Besonderheit zeigt sich bei Faszienrollen. In Österreich und der Schweiz besitzt rund jede vierte Person ein solches Trainingsgerät, in Deutschland jede fünfte. In Frankreich und Italien liegt der Anteil hingegen nur bei etwa fünf Prozent.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der Markt für Heimsportgeräte keineswegs auf große und kostspielige Fitnessmaschinen beschränkt ist. Gerade kleinere Produkte, die wenig Platz benötigen und vergleichsweise einfach anzuschaffen sind, gehören in vielen Haushalten zur Grundausstattung.

Zwischen Kauf und Nutzung klafft eine Lücke

Der Besitz eines Sportgeräts bedeutet allerdings nicht, dass damit auch regelmäßig trainiert wird. Besonders deutlich zeigt sich das in der Schweiz. Dort kommt nur rund ein Drittel der vorhandenen Geräte mindestens einmal pro Woche zum Einsatz. In Italien und Frankreich wird hingegen mehr als die Hälfte der Sportgeräte wöchentlich genutzt.

Fast die Hälfte der Fitnessutensilien in Schweizer Haushalten wird seltener als einmal im Monat oder überhaupt nicht verwendet. Dabei spielt die Art des Geräts kaum eine Rolle. Ob Yogamatte, Hantel oder Hometrainer: Die Schweizer Befragten weisen bei den einzelnen Produktgruppen jeweils die geringste Nutzungshäufigkeit auf.

Ein Beispiel ist das Springseil. In der Schweiz besitzt etwa jede fünfte Person eines, doch nur rund jede siebte davon verwendet es mindestens einmal pro Woche. In Italien nutzt hingegen fast jede zweite Person mit Springseil dieses regelmäßig. Der häufigste Grund für die mangelnde Nutzung ist laut Umfrage fehlende Motivation. Dass ein Gerät die Erwartungen nicht erfüllt, wird dagegen nur selten genannt.

Ungenutzte Geräte bleiben meist im Haushalt

Auch wenn Sportgeräte kaum noch verwendet werden, trennen sich ihre Besitzer:innen nur selten davon. Rund ein Viertel der ungenutzten Geräte wird im Schrank verstaut, ein weiteres Viertel bleibt sichtbar in der Wohnung stehen. Verkauft oder verschenkt wird länderübergreifend weniger als jedes zehnte Gerät. Interessante Unterschiede zeigen sich auch bei Menschen, die überhaupt keine Sportgeräte besitzen. In Deutschland und Italien geben mehr als vier von zehn Befragten dieser Gruppe an, keinen Sport zu treiben. In der Schweiz ist es nicht einmal jede fünfte Person. Dort bevorzugen mehr als vier von zehn Menschen ohne eigene Sportgeräte Bewegung im Freien.

Die Untersuchung zeigt damit zwei Seiten des Heimsportmarkts: Einerseits ist die Ausstattung insbesondere in Österreich bereits sehr hoch. Andererseits führt die Anschaffung eines Fitnessgeräts keineswegs automatisch zu einer dauerhaften Nutzung. Für den Handel bleibt somit nicht nur die Nachfrage nach neuen Produkten interessant, sondern auch die Frage, wie sich Kund:innen langfristig zum Training motivieren lassen.

www.galaxus.at

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