Fotos von der WdF-Podiumsdiskussion
Was Österreich für einen wettbewerbsfähigen Standort braucht

| Redaktion 
| 20.09.2026

Bei einer hochkarätigen Podiumsdiskussion in der Nationalbank wurden die zentralen Baustellen des Standorts analysiert. Im Fokus standen Fachkräfte, Steuern, Regulierung und die Klimaziele.

Was braucht Österreich, um für Unternehmen und Investor:innen attraktiv zu bleiben? Dieser Frage widmete sich eine Podiumsdiskussion des Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF) in der Oesterreichischen Nationalbank.

Unter der Moderation von Petra Stuiber, stellvertretende Chefredakteurin von Der Standard, diskutierten Alexandra Habeler-Drabek, Christian Kern, Edeltraud Stiftinger und Andreas Zakostelsky über die Zukunft des heimischen Wirtschafts- und Finanzstandorts.

Drei zentrale Standortprobleme

Im Mittelpunkt stand zunächst die Frage, welche Voraussetzungen Unternehmen benötigen, um langfristig in Österreich zu investieren. Als wesentliche Herausforderungen wurden der Fachkräftemangel, die Steuerbelastung und die zunehmende Regulierung identifiziert.

Dabei ging es nicht nur um die Höhe der Kosten, sondern auch um die Berechenbarkeit politischer und rechtlicher Entscheidungen. Verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit seien entscheidend, damit Unternehmen Investitionen tätigen und langfristige Strategien entwickeln könnten.

Förderpolitik auf dem Prüfstand

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Österreichs Förder- und Subventionspolitik. Das Podium beschäftigte sich mit der Frage, in welchen Bereichen staatliche Mittel gezielt eingesetzt werden sollten, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und notwendige Zukunftsinvestitionen anzustoßen.

Diskutiert wurde auch das Spannungsfeld zwischen dem österreichischen Ziel der Klimaneutralität bis 2040 und den wirtschaftlichen Anforderungen an heimische Unternehmen. Dabei galt es auszuloten, wie ökologische Transformation und internationale Wettbewerbsfähigkeit miteinander vereinbart werden können.

Unsicherheit als mögliche Chance

Auch die internationalen Rahmenbedingungen spielten eine zentrale Rolle. Die Handelspolitik der Trump-Administration erhöhe die Unsicherheit für Unternehmen und erschwere langfristige Investitionsentscheidungen.

Gleichzeitig diskutierte das Podium, ob die Veränderungen im globalen Handel neue Möglichkeiten für Europa und Österreich eröffnen könnten. Entscheidend sei, auf geopolitische Verschiebungen mit einer klaren Standortstrategie und gezielten Investitionen zu reagieren.

Als gemeinsamer Nenner der Diskussion kristallisierte sich heraus: Ein attraktiver Investitionsstandort benötigt verlässliche Regeln, langfristige Planungssicherheit und eine klare Priorisierung jener Investitionen, die Österreich wirtschaftlich und technologisch zukunftsfähig machen.

LEADERSNET war bei der Podiumsdiskussion vor Ort. Fotos sehen Sie in unserer Galerie.

www.wdf.at

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