Weltrekord am London Eye
Akku-Bohrschrauber brachte 2.100 Tonnen schweres Riesenrad zum Drehen

| Larissa Bilovits 
| 20.08.2026

Die Werkzeugmarke "Parkside" hat sich für ihren jüngsten Rekordversuch eines der bekanntesten Wahrzeichen Londons vorgenommen und es mit einem handelsüblichen Heimwerkertool ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft.

Außergewöhnliche Weltrekorde gibt es viele: Sei es für die weltweit größte Lego-Gondel, die meisten verspeisten Hotdogs in zehn Minuten, die Kreation der meisten Eissorten, die Entwicklung des kleinsten QR-Codes der Welt, das Fahren mit 22 verschiedenen 8er-Sesselbahnen an nur einem Skitag oder das Halten eines Hubschraubers für 30 Sekunden auf den Schultern. Nun reiht sich ein weiterer Rekord in diese Reihe besonders ungewöhnlicher Bestmarken ein. In London geriet ein 2.100 Tonnen schweres Wahrzeichen ins Rotieren, und schuld daran war ein Gerät, das sonst Regale an Wände schraubt.

Werkzeug bewegt ein Riesenrad

Im Mittelpunkt des Weltrekordversuchs unter dem Titel "The Rotation" stand das London Eye, mit 135 Metern Höhe das größte freitragende Aussichtsrad der Welt. Gedreht wurde es von einer Sonderedition des Parkside Performance 20V Akku-Bohrschraubers, sprich einem Gerät, das man zuhause üblicherweise hervorholt, wenn ein Regal an die Wand oder ein Möbelstück zusammengeschraubt werden soll. Eine Jury von Guinness World Records begleitete den Versuch vor Ort, bewertete ihn und trug ihn schließlich tatsächlich als neuen Weltrekord ein. 45 Content Creators aus 31 Ländern standen daneben und filmten mit.

Ganz überraschend kam die Aktion nicht, denn die Lidl-Eigenmarke Parkside, die heuer ihr 30-jähriges Bestehen feiert, hat einschlägige Vorerfahrung im Bewegen von Dingen, die sich eigentlich nicht bewegen lassen sollten. 2025 etwa zog ein 12V-Akku-Bohrschrauber einen Airbus A380 über das Rollfeld, immerhin über 300 Tonnen schwer. Das reichte damals schon für einen Eintrag ins Rekordbuch. "Der neue Rekord ist eine spektakuläre Darbietung der Leistungsstärke von Parkside", meint Robin Ruschke, Head of Marketing und Senior Vice President bei der Lidl Stiftung & Co. KG.

Technische Meisterleistung

Hinter der skurrilen Idee, ein Riesenrad mit einem Akku-Bohrschrauber in Bewegung zu versetzen, steckte im Vorfeld eine enorme Rechenaufgabe. Ob die Drehung überhaupt machbar war, hatte die Technische Universität Darmstadt geklärt. Auf Basis dieser Berechnungen entstand eine Konstruktion rund um eine hydraulisch betätigte Seilwinde, die mit bis zu 20 Tonnen Zugkraft arbeitete und Zusatzlasten wie starken Wind ausglich. Eigens gefertigte Stahlprofile hielten sie an der Grundplattform des Hauptantriebs, sechs Führungsrollen sorgten für Stabilität. Das bordeigene Hydrauliksystem des Rads wurde in den Leerlauf geschaltet, damit es nicht bremst, außerdem wurde die Konstruktion präzise ausgependelt. Damit auch wirklich niemand behaupten kann, da hätte noch irgendetwas anderes mitgeholfen. Der Akku-Bohrschrauber selbst hatte dabei einen überschaubaren, aber entscheidenden Job: Er trieb eine Hydraulikpumpe an, die den nötigen Druck aufbaute und an den Motor der Winde weitergab.

Das Modell liefert 60 Newtonmeter maximales Drehmoment und arbeitete mit einem 8-Ah-Akku. Ab 3. September 2026 kommt die Sonderedition in den Handel, mitsamt Alukoffer, zweitem Akku, Ladegerät, limitiertem Bithalter – und einer aufgedruckten Signatur von "Terminator" Arnold Schwarzenegger.

www.parkside-diy.com

www.lidl.at

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