Bereits seit 2004 zeichnet die Vereinigung Sports Media Austria einzelne journalistische Arbeiten zum nationalen und internationalen Sportgeschehen aus, die im jeweils vergangenen Jahr in einem österreichischen Medium erschienen sind. Mit einem Preisgeld von insgesamt 6.500 Euro ist der Sports Media Austria Preis die am längsten bestehende und höchstdotierte Auszeichnung ihrer Art im Land. Am Mittwoch war es im Spiegelsaal des Wiener Haus des Sports nun wieder so weit. Die Ehrungen für den Jahrgang 2026 nahmen Sportstaatssekretärin Michaela Schmidt, SMA-Präsident Michael Schuen sowie Philipp Bodzenta, Unternehmenssprecher von Coca-Cola Österreich, das den Preis seit der ersten Vergabe als Partner begleitet, vor.
Zwei Erstplatzierte beim Gesamtsieg
Zu Beginn der Verleihung gedachten die Anwesenden zunächst des kürzlich verstorbenen Ehrenpräsidenten und Mitgründers Michael Kuhn mit einer Schweigeminute. Anschließend wurden die heurigen Sieger:innen geehrt, wobei es in diesem Jahr eine Besonderheit gab: Silvana Strieder vom Podcast Unschlagbar ehrlich und Christoph Jochum von Sky Sport Austria erhielten exakt gleich viele Stimmen und gingen ex aequo als Gesamtsieger:innen hervor. Beide erhalten das volle Preisgeld für den ersten Platz in der Höhe von je 2.000 Euro. Strieder wurde überdies in der Kategorie "Audio" ausgezeichnet, Jochum in der Kategorie "Video".
"In meinem Beitrag geht es um die Instrumentalisierung von Athlet:innen im Regime des Iran. Was kann der Sport dagegen machen, gibt es hier Verantwortungen des Sports, das wollte ich herausarbeiten. Ich freue mich unglaublich, dass einerseits erstmals Audio und dann so ein kleiner Podcast wie meiner gewonnen hat", so Strieder zu ihrem Erfolg. Jochum wiederum verwies auf die Protagonisten seiner Dokumentation über die U17-Weltmeisterschaft: "Der Film ist so geworden, weil die Burschen einfach so sind, wie sie sind. Sensationell, dass mit Niki Jozepović und Ifi Ndukwe zwei Spieler und mit Hermann Stadler auch der Trainer heute da sind."
Auszeichnungen quer durch alle Mediengattungen
Den mit 500 Euro dotierten Nachwuchspreis für Journalist:innen unter 28 Jahren durfte heuer Megan Leybourne von ORF Sport für ihre Dokumentation über zwei Jahrzehnte Red Bull Racing entgegennehmen. In der Kategorie "Foto" gewann Erwin Scheriau, freier Mitarbeiter der APA, mit einer Aufnahme vom Erzbergrodeo, die sich gegen 50 weitere Einreichungen behauptete. Die Kategorie "Text" entschieden Anna Wielander und Matthias Balmetzhofer vom Standard gemeinsam für sich, hier waren 38 Arbeiten eingereicht worden.
Einreichen darf beim Sports Media Austria Preis übrigens jede Person, die im Sportjournalismus arbeitet – eine Mitgliedschaft in der Vereinigung ist keine Voraussetzung. Eine Fachjury reduziert die eingelangten Arbeiten zunächst auf drei pro Kategorie, erst danach stimmen die Mitglieder ab, zuerst über die Kategoriesiege und anschließend über den Gesamtsieg. Jeder Kategoriesieg ist mit 1.000 Euro dotiert, für den Gesamtsieg kommen weitere 1.000 Euro dazu. An den Abstimmungen beteiligten sich heuer mehr als 300 Mitglieder, die Zahl der Einreichungen stieg auf 112 leicht an. Während die Kategorie "TV" / "Video" heuer zum 13. Mal den Hauptpreis stellt, ist der Gesamtsieg eines "Audio"-Beitrags eine Premiere.
Lob für die Bandbreite der Einreichungen
Sportstaatssekretärin Michaela Schmidt hob in ihrer Ansprache die inhaltliche Spannweite der prämierten Arbeiten hervor: "Sportjournalismus ist mehr als die Berichterstattung über Ergebnisse und Medaillen. Er erzählt die Geschichten hinter dem Sport, bringt uns Persönlichkeiten näher und schaut auch dort genau hin, wo kritische Fragen notwendig sind. Genau diese Vielfalt zeigen die heute ausgezeichneten Beiträge. Herzliche Gratulation an alle Preisträger:innen."
"Wir freuen uns, wenn wir mit dem SMA-Preis den Sportjournalismus ins Licht bringen und seine Bedeutung unterstreichen. Die Abstimmung war sehr eng, denn die Qualität war in diesem Jahr außerordentlich. Ich kann nur empfehlen, die Beiträge zu lesen, anzusehen und anzuhören", so SMA-Präsident Michael Schuen.
Als langjähriger Partner der Auszeichnung erklärte Philipp Bodzenta, dass Coca-Cola und Sport einfach zusammengehören würden: "Sport bedeutet Emotionen und diese Emotionen, aber auch die Geschichten dahinter, ob von der Sonnen- oder Schattenseite, werden durch den Sportjournalismus übertragen. Deswegen sind wir gerne Partner des SMA-Preises."
Namhafte Branchengäste
Unter den Gästen der Verleihung ließen sich zahlreiche prominente Gesichter aus der heimischen Sportlandschaft blicken, darunter etwa Josef Pröll (Aufsichtsratsvorsitzender des ÖFB und ehemaliger Vizekanzler und Finanzminister), Hermann Stadler (U17-Teamchef), Hans Niessl (Präsident von Sport Austria), die U17-Spieler Nicolas Jozepović und Ifeanyi Ndukwe, Florian Gosch (ÖOC) sowie Manuel Takacs (Austria Wien).
Eindrücke von der Verleihung finden Sie in unserer Galerie.
www.sportsmediaaustria.at
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