Ausgabenbereitschaft steigt
Schulstart bringt Handel 350 Millionen Euro Mehrumsatz

45 Prozent der Österreicher:innen planen heuer Einkäufe oder Geschenke zum Schulbeginn. Wer Geld ausgibt, budgetiert dafür im Schnitt 181 Euro und damit deutlich mehr als im Vorjahr.

Der bevorstehende Schulbeginn sorgt für einen wichtigen Umsatzimpuls im österreichischen Einzelhandel. Laut aktuellem Consumer Check von Reppublika Research & Analytics im Auftrag des Handelsverbands wollen 45 Prozent der Österreicher:innen anlässlich des Schulstarts etwas kaufen oder verschenken. Im Vorjahr waren es noch 49 Prozent. Für den Consumer Check wurden 1.039 Personen ab 18 Jahren in Österreich befragt.

Während damit etwas weniger Menschen einkaufen, steigt die geplante Summe deutlich. Für Einkäufe in stationären Geschäften sind durchschnittlich 105 Euro vorgesehen, nach 80 Euro im Vorjahr. Online sollen im Schnitt 76 Euro ausgegeben werden, 2025 waren es 46 Euro. "Die Inflation hat sich eingebremst, damit steigt heuer die Ausgabenbereitschaft der Österreicher:innen kräftig auf 181 Euro pro Kopf", sagt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands. Insgesamt erhofft sich der Einzelhandel laut Will durch den Schulbeginn einen Mehrumsatz von rund 350 Millionen Euro.

Schreibwaren führen Einkaufsliste an

Am häufigsten werden Schreibwaren wie Stifte oder Füllfedern gekauft. 41 Prozent der Befragten, die zum Schulstart einkaufen, greifen hier zu. Dahinter folgen Kleidung und Schuhe mit 35 Prozent sowie Hefte, Blöcke und Notizbücher mit 33 Prozent. Zeichen- und Bastelbedarf kommt auf 31 Prozent, jeweils 30 Prozent planen Geldgeschenke oder den Kauf von Süßigkeiten.

Schultaschen und Rucksäcke werden von 27 Prozent genannt, Sportbekleidung und Sportschuhe von 26 Prozent. Bücher kommen auf 24 Prozent, Elektronik wie Laptops, Tablets oder Taschenrechner auf 15 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr haben vor allem Kleidung und Schuhe, Sportartikel sowie Elektronik an Bedeutung gewonnen.

Schultaschen erneut günstiger

Eine Analyse der Preisvergleichsplattform idealo.at zeigt gleichzeitig, dass höhere geplante Ausgaben nicht zwangsläufig auf steigende Preise zurückzuführen sind. Schultaschen kosten dort im Untersuchungszeitraum durchschnittlich 131,38 Euro und damit 5,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Bereits 2025 waren die Preise zurückgegangen. Schreibsets verbilligten sich im Jahresvergleich um 0,9 Prozent, während Lerncomputer um 1,4 Prozent teurer wurden.

Fachhandel bleibt wichtigste Anlaufstelle

Beim Einkaufsort liegt der stationäre Papier-, Schreibwaren- und Buchhandel mit 65 Prozent deutlich vorne. Ausländische Online-Shops folgen mit 32 Prozent vor Diskontern mit 28 Prozent und Supermärkten mit 27 Prozent. Ein Viertel kauft in österreichischen Online-Shops. Gegenüber dem Vorjahr gewinnt der Onlinehandel allerdings an Bedeutung. Der Anteil österreichischer Online-Shops steigt von 18 auf 25 Prozent, Online-Marktplätze legen von neun auf 16 Prozent zu. "Der Schulbeginn zeigt, wie selbstverständlich die Kund:innen heute unterschiedliche Einkaufskanäle kombinieren. Das Fachgeschäft vor Ort bleibt die erste Adresse, gleichzeitig wird online stärker eingekauft", so Will.

www.handelsverband.at

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