Bilanz Jänner bis Juli 2026
Gäste aus Nachbarländern sorgen für kräftige Zuwächse im Burgenland

| Redaktion 
| 27.08.2026

Während der Juli hinter dem Vorjahresergebnis zurückblieb, entwickelten sich vor allem die Nachbarmärkte Tschechien und Ungarn deutlich positiv.

Von Jänner bis Juli 2026 wurden im Burgenland insgesamt 1.940.930 Nächtigungen gezählt. Das entspricht einem leichten Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und zugleich einem neuen Höchstwert für diesen Zeitraum, so Burgenland Tourismus

Die Entwicklung unterschied sich allerdings zwischen Gästen aus dem In- und Ausland. Bei österreichischen Gästen sank die Zahl der Nächtigungen um 0,2 Prozent auf 1.483.460. Die Übernachtungen ausländischer Gäste nahmen hingegen um 1,3 Prozent auf 457.470 zu.

"Mit 1,94 Millionen Nächtigungen von Jänner bis Juli erreichen wir einen neuen Höchstwert und setzen damit die positive Entwicklung des burgenländischen Tourismus fort", erklärt Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel.

Niederösterreich und Wien legen zu

Bei den wichtigsten österreichischen Herkunftsmärkten entwickelten sich Niederösterreich und Wien positiv. Gäste aus Niederösterreich sorgten für 424.460 Nächtigungen, was einem Anstieg von 2,9 Prozent entspricht. Aus Wien wurden 385.757 Übernachtungen verzeichnet und damit um 2,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Noch deutlicher fielen die Zuwächse in einigen Nachbarländern aus. Die Nächtigungen aus Tschechien erhöhten sich um 13,5 Prozent, jene aus Ungarn um 11,8 Prozent. Bei Gästen aus der Slowakei wurde ein Plus von 1,9 Prozent registriert.

Juli bleibt hinter dem Vorjahr

Anders als die Bilanz der ersten sieben Monate fiel die Entwicklung im Juli aus. Mit 434.478 Nächtigungen lag das Ergebnis um 1,2 Prozent unter jenem des Vorjahresmonats. Laut Burgenland Tourismus sei der Monat von Phasen extremer Hitze geprägt gewesen. Einige Urlauber:innen würden solchen extremen Klima- und Wetterereignissen auch kurzfristig ausweichen.

Regional verlief die Entwicklung unterschiedlich. Im Nordburgenland gingen die Nächtigungen um 3,0 Prozent auf 271.124 zurück. Mittelburgenland-Rosalia erreichte dagegen mit 64.199 Übernachtungen ein Plus von 0,7 Prozent. Im Südburgenland stieg die Zahl um 2,5 Prozent auf 99.155.

Ausländische Gäste sorgen im Juli für Wachstum

Auch im Juli zeigte sich ein deutlicher Unterschied zwischen dem Inlands- und Auslandsgeschäft. Die Zahl der Nächtigungen österreichischer Gäste sank gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent auf 309.759. Bei Gästen aus dem Ausland gab es hingegen einen Anstieg um 8,1 Prozent auf 124.719 Übernachtungen.

Besonders kräftig entwickelten sich erneut die Nachbarmärkte. Aus Tschechien kamen im Juli um 29,2 Prozent mehr Nächtigungen, aus Ungarn um 24,3 Prozent mehr. Bei Gästen aus der Slowakei betrug das Plus 22,0 Prozent.

Fokus auf die Nebensaisonen

Burgenland Tourismus sieht die Entwicklung zugleich als Bestätigung für den Ausbau der touristischen Angebote außerhalb der klassischen Hauptsaison. Tunkel erklärte, es sei verständlich, dass immer mehr Gäste auf Nebensaisonen ausweichen würden, um der sommerlichen Hitze zu entgehen. Umso wichtiger seien Aktivitäten, mit denen die Saison sowohl im Frühjahr als auch im Herbst verlängert werde.

Als bereits umgesetzte Beispiele nennt Burgenland Tourismus unter anderem das Losradeln im März (LEADERSNET berichtete u.a. hier), das See Opening im Frühsommer (LEADERSNET berichtete u.a. hier) und die Martiniloben-Veranstaltungen im Herbst. Darüber hinaus soll mit dem "Winterwunder Burgenland" auch der Wintertourismus weiterentwickelt werden (LEADERSNET berichtete u.a. hier).

Angebote sollen Gäste in den Herbst bringen

Für die kommenden Monate bereitet Burgenland Tourismus mehrere Angebote vor. Dazu zählen die Pannonischen Natur.Erlebnis.Tage vom 1. bis 11. Oktober, das Martiniloben sowie Thermen-, Rad- und Wanderangebote.

"Der Herbst ist eine besonders attraktive Reisezeit im Burgenland", sagt Tunkel. Mit dem vielfältigen Angebot wolle man Lust auf einen Urlaub im Burgenland machen und zusätzliche Gäste begeistern.

www.burgenland.info

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